Wie die Karriere von Claudio Pizarro nun weitergeht

»20, 30 Jahre will ich noch spielen«

Claudio Pizarro ist zurück bei Werder Bremen, zum 27. Mal und im Alter von 49 Jahren. Was die Frage aufwirft: Wie könnte seine Karriere nun weitergehen? Vielleicht so.

imago

2018/19

Nach Verletzungssorgen seiner direkten Konkurrenten muss Claudio Pizarro doch wieder als Stammspieler ran. Ein clever eingefädelter Werbe-Deal Werders mit einem Sauerstoffzelt-Hersteller sowie das gute Auge des neuen Mittelfeld-Regisseurs Davey Klaasen, der irgendwann dazu übergeht, Pizarro einfach nur noch wuchtig anzuschießen, sorgen für eine großartige Runde des Peruaners. Am Ende stehen 14 Saisontore und ein guter siebter Platz zu Buche. 

2020/21

Nach dem zweiten erfolgreichen Pizarro-Jahr in Folge, das der SVW mit dem vierten Platz abschloss, überdenkt der Verein seine Personalpolitik. In kurzen Abständen werden Paul Stalteri, Mario Basler und Andreas Herzog auf der Geschäftsstelle gesehen, Transfers kommen allerdings nicht zustande. »Wir sind doch nicht blöd«, so Geschäftsführer Sport Marko Arnautovic. »Warum sollten wir teure externe Spieler verpflichten, wenn diese dann lediglich den Jungs aus unserer Altherren-Mannschaft den Weg in den Profikader verbauen? Das ist nicht nachhaltig und kann nicht der Werder-Weg sein.«

2024/25

Auf der Suche nach einem Stürmer hinterlegt der 1.FC Köln sein Interesse an Pizarro bei Werder. Ein Wechsel zerschlägt sich allerdings, weil sich Pizarro die Champions League nicht mehr zutraut. 

2026/27

Auch eine Leihe zu Chelsea zerschlägt sich. »Die Engländer sind bankrott«, so Werder-Sportdirektor Florian Grillitsch »Seit die Blase bei denen geplatzt ist, können die sich nicht mal mehr Handyguthaben leisten. Die lassen klingeln, und ich soll dann zurückrufen. Das ist unseriös.«

2029/30

Bitter: Eine hartnäckige Angina Pectoris macht Pizarro zum Saisonstart zu schaffen, der Vereinsarzt verordnet eine dreimonatige Therapie mit Doppelherz-Infusionen. Pizarro verspricht: »Ich komme zurück, und zwar stärker denn je.« Als Nachfolger steht Stefan Kießling bereit.

2030/31

Pizarro schießt Werder mit 31 Toren zur Meisterschaft. Dennoch muss der Klub um den Titel zittern, da der FC Bayern Protest wegen Pizarros Herzschrittmacher einlegt, der aber schlussendlich erfolglos bleibt. Wenige Wochen später verkündet Pizarro per iBrainChip tränenreich seinen Wechsel zum ehemaligen Rekordmeister. Die 300 Trillionen Reichsmark sind die höchste Ablöse, die ein Verein seit dem Bürgerkrieg und folgendem Neuaufbau je gezahlt hat.