Was wurde aus Monacos 2017er Überraschungsmannschaft?

Hin und weg

Vor einem Jahr stürmte die AS Monaco mit einer Horde Hochtalentierter bis ins Champions-League-Halbfinale. Danach wechselte fast das halbe Team den Verein. Manche Spieler überzeugten beim neuen Arbeitgeber – andere gelten schon jetzt als Riesen-Flop. 

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Kylian Mbappé. Benjamin Mendy. Bernardo Silva. Tiemoue Bakayoko. Alle diese Spieler haben zwei Gemeinsamkeiten. Erstens: Im vergangenen Jahr standen sie für die AS Monaco in der KO-Phase der Königsklasse auf dem Feld. Zweitens: Sie spielen mittlerweile bei anderen Klubs. 



Kylian Mbappé


Kylian Mbappé ist momentan nur ausgeliehen, für die Fantasiesumme von rund 180 Millionen Euro ist er dann ab nächster Saison auch offiziell Pariser. Zu Anfang wurde der Transfer kritisch beäugt, in der Offensive um den neu verpflichteten Superstar Neymar, Edinson Cavani und Angel di Maria schien kein Platz zu sein für einen 18-Jährigen. Ein paar Monate später hat der französische Wunderknabe bis hierhin 41 Spiele für den Hauptstadt-Klub absolviert und war an 38 Treffern beteiligt. Damit hatte er auch essentiellen Anteil am Meistertitel. 

Ebenjener Meistertitel gilt in Paris seit Jahren nur noch als Formsache. Umso erstaunlicher ist es daher, dass die Monegassen 2017 nicht nur in der Champion League für Furore gesorgt haben, sondern auch noch französischer Meister wurden. Und das sehr überzeugend, Monaco verpasste um einen Punkt den von Paris in der Saison zuvor aufgestellten Punkterekord. 



Benjamin Mendy
Durch das fadenscheinige Leihkonstrukt um Mbappé, welches Paris aufbauen musste um das Financial Fairplay zu umgehen, war der offiziell teuerste Abgang der Monegassen Benjamin Mendy. 57 Millionen Euro zahlte Manchester City für diesen. Und machte ihn damit zum teuersten Verteidiger der Welt. Zumindest, bis Virgil van Dijk für noch mehr Geld zum FC Liverpool wechselte. Ansonsten gab es leider nicht mehr viel über Benjamin Mendy zu berichten, der Franzose riss sich nach fünf Premier-League-Einsätzen das Kreuzband und fehlt Pep Guardiola bis heute. 



Bernardo Silva


Deutlich besser lief es für den zweiten Spieler, der den Weg zu den Citizens einschlug. Den Rechtsaußen Bernardo Silva ließ sich Manchester 50 Millionen Euro kosten. Der Portugiese passt mit seiner herausragenden Technik und Kreativität perfekt in das von Guardiola angestrebte Spiel, stand bis jetzt 50-mal im blauen Trikot auf dem Rasen. Mit Mbappé, Silva und Mendy konnten also drei Spieler in diesem Jahr erneut Meister werden. 



Tiemoué Bakayoko


Ebenfalls auf die Insel zog es Tiemoué Bakayoko, der nun im Dress des FC Chelsea den Rasen an der Stamford Bridge umpflügt. Geholt wurde er als Ersatz für Nemanja Matic und als Partner für den Franzosen N’Golo Kanté. Heute sehen nahezu alle Chelsea-Fans in ihm den schlechtesten Spieler des Kaders. Für manche gilt er sogar als schlechtester Transfer der Abramowitsch-Ära.