Weltrekordversuch mit Assauer-Film

»So was wird es nie wieder geben«

Vier Jahre lang arbeitete Regisseur Donald Schubert an einem Film über Rudi Assauer. Nun soll er auf Schalke einen Weltrekord brechen.

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Donald Schubert, wie entstand die Idee zum Film über Rudi Assauer?
Der Produzent der Firma »Zeitsprung« hat mich vor vier Jahren gefragt, ob ich mir dieses Projekt vorstellen könne. Ich habe ohne großes Überlegen direkt zugesagt, auch wenn ich Rudi Assauer damals nicht persönlich, sondern nur aus den Medien kannte. Doch dieser Mann faszinierte mich schon immer. Zunächst planten wir, einen Spielfilm zu drehen, doch das stoppte bei der Frage: Wer sollte eigentlich Rudi Assauer verkörpern? Antwort: Es gibt keinen, der ihn spielen könnte. Danach war klar, dass wir ein Doku-Drama drehen.

Wann haben Sie Rudi Assauer zum ersten Mal getroffen?
Ich bin im August 2014 zum ersten Mal zu seinem Haus nach Herten gefahren. Der Kontakt entstand über seine älteste Tochter Bettina Michel. Bei diesem ersten Treffen haben wir ungefähr vier Stunden zusammen gesessen. Ich habe mich auch mit Assauers langjähriger Sekretärin Sabine Söldner und seiner Schwester Karin ausgetauscht. In den vergangenen vier Jahren war ich mindestens ein Mal pro Monat bei Rudi Assauer.

Trailer: Rudi Assauer - Macher Mensch Legende from John Seidler on Vimeo.


Wie war Ihr Eindruck von ihm?
Es ist unfassbar, wie dieser Mann gegen die Krankheit kämpft. Er hat immer noch eine unglaubliche Energie. Vor zwei Jahren habe ich ihn anlässlich seines Geburtstages besucht, zusammen mit meiner Lebensgefährtin. Assauer hat sein charmantes Lächeln aufgesetzt und ihr zugezwinkert. (lacht.) Manche Angewohnheiten bleiben einfach bestehen.

Wie sind Sie konkret das Drehbuch und die Konzeption des Films angegangen?
Ich habe hunderte Seiten mit Gesprächstranskripten angefertigt. Mir war wichtig, so viele Wegbegleiter wie möglich zu sprechen. Sei es Spieler wie Gerald Asamoah, Marcelo Bordon oder Ebbe Sand, aber auch der Trainer Huub Stevens, der Manager Reiner Calmund und natürlich Assauers Familie. Außerdem wühlte ich mich tagelang durch das Videoarchiv des WDR. Mein Vorbild für diesen Film war „Amadeus“ von Milos Forman, ein Biopic über Wolfgang Amadeus Mozart. Das Leitmotiv war: Da ist ein Kind mit einem Traum, bei Assauer war es der Fußball. Dieses Kind kommt noch heute bei Assauer durch. Wenn er ein Fußballspiel sieht, kommentiert er es leidenschaftlich mit.