Die 11 des Spieltags (24)

Flekken-Teufel

Horst Heldt kotzt alles an, Marcel Risse ärgert Ralf Rangnick und der Duisburger Keeper Mark Flekken wäre eigentlich einer für die erste Liga. Wie immer zweitklassig: die 11 des Spieltags.

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Christoph Kramer

Dieser Redaktion war bekannt, dass Christoph Kramer extrem gut mit dem eigenen Kopf verschiedenste Dinge bremsen und/oder fangen kann, beispielsweise gegnerische Ellenbogen oder extrem Spitze Hüftknochen. Bisher wusste allerdings niemand, dass Christoph Kramer auch in der Lage ist, wunderschöne Siegtreffer zu erdreschen. Aber man lernt ja nie aus. 

Guido Burgstaller

Ebenfalls ein wunderschönes Tor erzielte Guido Burgstaller, dessen Name ja eher vermuten lässt, dass er aus dem Jahr 1857 kommt, normalerweise Bärenfallen aufstellt und an einem durchschnittlichen Tag 523 Liter Kautabak verspuckt. Stattdessen traf Guido Burgstaller gegen Leverkusen zum ersten Mal nach 523 Minuten ohne Tor wieder ins Schwarze, stellte dabei gleichzeitig Bayers Abwehrmann Retsos bloß und die Schalker Weichen auf Sieg und hat in den kommenden Wochen endlich wieder seine Ruhe. Beim Bäume fällen. Mit der Stirn. 



Hertha-Defensive
Dinge, die am Wochenende mehr Spaß gemacht hätten, als gegen das Berliner Bollwerk anzutreten:
- mit Anlauf in einen Kaktus springen
- aus Versehen in eine Bärenfalle (von Guido Burgstaller) treten
- mit Peter Altmaier in die Sauna gehen
- sich die Schuhe mit Messer und Gabel schnüren
- einen Igel essen



Horst Heldt
Es gibt ja zwei Wege, wie man als Vereinsoffizieller seinen nahenden Abschied anmoderiert. Entweder läuft man an keinem Mikrofon vorbei, ohne zu bekräftigen, wie viel Spaß die eigene Aufgabe noch mache, wie sehr es den Wettkämpfer in einem aber nach neuen Herausforderungen dürstet. Oder man macht es wie unser Lieblingsmanager Horst Heldt, stellt sich nach einem Spiel vor die Journalisten und sagt folgenden Satz: »Mich kotzt hier einfach alles an.« 11FREUNDE-Manager-Tipp: Variante Zwei geht etwas schneller. 

Vincent Koziello
Apropos Kotzen: Vincent Koziello war mit seinem Treffer nicht nur maßgeblich daran beteiligt, dass der 1. FC Köln das Spiel in Leipzig überraschend drehen und gewinnen konnte, der junge Franzose erzielte den Ausgleich auch noch mit seinem allerersten Versuch in der Bundesliga überhaupt. Nach dem ersten Schuss so glücklich war zuletzt Christiane F., an deren weiteren Lebensweg sich der Effzeh allerdings eher kein Beispiel sollte. Wenn man am Sonntag …

Marcel Risse
… spielen sah, braucht man sich in diese Richtung allerdings gar keine Gedanken zu machen. Der lange verletzte Risse entpuppte sich für Leipzig als unangenehmste Gefahr von Rechtsaußen seit Legida, spielte der Red-Bull-Marketingabteilung Dellen in die Dosen und bereitete den Siegtreffer entschlossener vor, als Ralf Rangnick Salzburg leerkauft. Kompliment. Also für Risse.