Der große Abstiegs-Check (2)

Viva la Relegation

Teil 2 unseres großen Abstiegs-Checks. Wen wird es erwischen und wer kann sich retten? Heute im Blick: Werder Bremen, der VfL Wolfsburg und der VfB Stuttgart.

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Werder Bremen (23 Punkte, 21:28 Tore)

Es ist ruhig in Bremen. Fast sogar zu ruhig. Unter dem neuen Trainer Florian Kohfeldt zeigte Bremen zuletzt einen starken Aufwärtstrend. Er kombiniert die defensive Standfestigkeit, die Bremen schon unter Vorgänger Alexander Nouri auszeichnete, mit neuer offensiver Wucht. 

Defensiv setzt Bremen vor allem auf Mannorientierungen, gerade im Mittelfeld wird der Gegner eng gedeckt. Bei Ballbesitz wechselt Bremen vom 4-4-2 auf ein 4-3-3-System, lässt die Kugel ruhig zirkulieren. Vor allem Max Kruse zeigt sich in den Ballbesitzphasen präsent, lässt sich häufig ins Mittelfeld zurückfallen. Dadurch fehlt er allerdings vor dem gegnerischen Tor. Dennoch: Die Leistungen zuletzt waren gut.

Wo liegt also das Problem? Es fehlen die Punkte. Bremen belohnt sich zu selten für den Aufwand, den sie betreiben. Beim 0:1 gegen Freiburg fehlte beispielsweise der Zug zum Tor. Kohfeldt selbst erhöhte zuletzt den Druck auf die Profis: Trotz guter Leistungen solle seine Mannschaft nicht glauben, dass der Abstiegskampf bereits eingetütet sei.

Wahrscheinlichkeit Relegation: 10 Prozent.

Wahrscheinlichkeit direkter Abstieg: 5 Prozent.