So bescheuert wird das Fußballjahr 2018

Schlagerstars und Schurkenstaaten

Alle Jahresrückblicke sind gelaufen, aber seien wir ehrlich: Was sollen die bringen? Blicken wir lieber nach vorne. Hier kommt die Jahresvorschau 2018.

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Januar

Nach dem Trainigslager in Katar befindet sich der FC Bayern in moralischer Top-Verfassung, zupass kommt den Münchnern auch, dass das Funktionsteam um 29 nepalesische Zwangsarbeiter gewachsen ist, die sich in den Radkästen des Flugzeugs mit nach Deutschland schmuggelten. Durch die neue Man-Power kann sich die sportliche Leitung aufs Wesentliche konzentrieren, die Bayern sind Ende Januar auch punktemäßig nicht mehr einzuholen. Unschöne Szenen gibt es allerdings während der Feierlichkeiten auf dem Marienplatz, wo ein Fan schwer verletzt wird, als ein Sack Reis umfällt. 

Februar

Peter Stöger wird überraschend von seinen Aufgaben bei Borussia Dortmund entbunden, als publik wird, dass er wiederholt im Fanshop geklaut hat. Der folgende Rechtsstreit endet mit einem Vergleich, als Stöger einer Abfindung von fünf BVB-Trainingsanzügen, einer BVB-Gartenmöbelgarniture, drei BVB-Bettwäschesets und einer BVB-Afroperücke zustimmt. »Wir können uns nach wie vor in die Augen sehen«, so Watzke auf der PK, was streng genommen nicht stimmt, wegen Stögers schwarz-gelber BVB-Gitter-Sonnenbrille.

März

Präsident Martin Kind hat bei der Strukturreform von Hannover 96 leider etwas das Maß verloren und den Klub in derart viele Sub-Unternehmen, Co. KGs, GmbHs und AGs zersplittert, dass 96 fortan in der Liga der Cayman Islands antreten muss. Kind nimmt es gelassen: »Ultras gibt es hier nur am Zigarettenautomaten«, schmunzelt der Visionär, der mit seiner Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG KGAA GbR die Liga nach Belieben dominiert. Der in der Bundesliga freigewordenen Startplatz geht an die chinesische U20-Nationalmannschaft. Die deswegen aufkommenden Proteste der Fans nimmt der DFB mit Verwunderung zur Kenntnis. Auch eine Aussprache scheitert, da keiner der eingeladenen Anhänger DFB-Projektleiter Xi Han Jao versteht.

April

Schöne Geste: Tasmania Berlin zeigt sich sofort bereit, in einen Benefiz-Spiel für die zahlreichen Schleudertrauma-durch-ständiges-Kopfschütteln-Opfer unter den Kölner Fans gegen den 1.FC Köln anzutreten. Als der Effzeh aber auch dieses Spiel mit 0:5 verliert, kippt die Stimmung und es kommt zu einer handfesten Keilerei unter den FC-Spielern. Die glücklicherweise glimpflich ausgeht, da die Spieler auch hier kaum etwas treffen. Nachdem der Abstieg besiegelt ist, gibt sich die neue Fürungsriege um FC-Boss Veh, Manager Dirk Lottner, Sportdirektor Lukas Podolski und Neu-Trainer Christoph Daum optimistisch: »Wir werden den FC runderneuern«, so Sportvorstand Adil Chihi.