Warum Halbzeitshows Mist sind

Herzbeben

Sollte man eine Sängerin während eines Halbzeitauftritts auspfeifen? Nein. Sollte der DFB damit aufhören, sich als Eventveranstalter zu begreifen? Unbedingt. Warum der Verband dabei einiges von Helene Fischer lernen kann.

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Man muss Helene Fischer dankbar sein. Wenn es sogar die deutsche Konsens-»Künstlerin« der vergangenen Jahre schafft, ein ganzes Fußball-Stadion gegen sich aufzubringen, dann sollte auch der letzte Aktenordner in der DFB-Zentrale abgeheftet haben, dass der gemeine Fan an einem Finaltag vor allem eines sehen will: Fußball.



Einem Finalspiel einen besonders festlichen Rahmen geben zu wollen, mag gut gemeint sein, ist aber so unnötig wie das Streitgespräch mit einer Wand.

Der festliche Rahmen, das ist das Finale an sich

Der festliche Rahmen, das ist das Finale selbst. Das sind die Fans, ihre Choreographien, Fahnen und Gesänge. Der festliche Rahmen, das ist ein fixer Austragungsort wie das Berliner Olympiastadion, das ist die solitäre Anstoßzeit. Wenn an einem Samstag in Deutschland nur ein einziges Spiel zählt. 

Ein festlicher Rahmen, das ist der DFB-Pokal an sich, wie er da schon vor Anpfiff am Seitenrand steht und zum Greifen nahe scheint, und doch noch so weit weg ist, schmerzhafte 90 Minuten mindestens. Für die Spieler, die Verantwortlichen, die Fans.