Audio: Justus Jonas liest 11FREUNDE

Das letzte Fragezeichen

Seit 26 Jahren fallen in der Bundesliga mehr Tore pro Spiel als in den anderen großen Ligen. Den Grund kennt niemand. Hört rein in einen besonderen Fall für Justus Jonas und die Drei ??? 

11FREUNDE

Justus Jonas und die anderen Detektive sind einem neuen Fall auf der Spur. Unterstützung erhalten sie dabei von unserem Kolegen Uli Hesse. Es geht um ein Rätsel der Bundesliga. Hört rein:




Hier ist der Text:

Nigel Jemson. Andy Cook. Keith Curle. Niall Quinn. Selbst intimen Kennern des britischen Fußballs ist nicht jeder der Namen geläufig. Dabei schrieb dieses Quartett am 5. Mai 1990 Geschichte. Ohne es zu ahnen.

Es war der Schlusstag in der englischen Liga, die damals, in grauer Vorzeit, noch ganz profan First Division hieß. In den letzten acht Minuten trafen Jemson, Cook, Curle und Quinn für ihre jeweiligen Klubs (Nottingham, Southampton, Wimbledon und Manchester City). Es waren die Tore Nummer 983 bis 986 der Spielzeit, was einen Schnitt von 2,59 pro Partie ergab. Damit zog die First Division im buchstäblich letzten Moment an der Bundesliga vorbei, denn die kam in jenem Jahr nur auf 2,58 Treffer.

Es war das bislang letzte Mal, dass in den fünf großen europäischen Fußballnationen – Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich – eine Liga mehr Tore pro Spiel produzierte als die Bundesliga. Man muss diese Information einen Moment sacken lassen, um ihre Tragweite zu erfassen.

Justus-Jonas-Sprecher Oliver Rohrbeck im Interview >>

Im vergangenen Vierteljahrhundert durchlief der Fußball in Europa viele Entwicklungen. Nehmen wir als Beispiel nur die dramatischen Veränderungen in Deutschland: Vor 26 Jahren wurde die Nationalelf Weltmeister, es folgte der Niedergang, das Ende des Liberos und die Umstellung auf die Viererkette, dann kamen die sprichwörtlichen Rumpelfüßler, über die ganz Europa lachte, bis schließlich eine neue Generation einen neuen Fußball zelebrierte und den WM-Titel zurückeroberte. Doch eines veränderte sich nie: Die meisten Tore pro Spiel fielen immer in der Bundesliga.

Das ist umso verwunderlicher, da es hinter Deutschland stets ein munteres Gerangel um die Plätze gab. Zwar bildet die französische Ligue 1 seit 1990 fast immer das Schlusslicht der Toretabelle, aber eben nur fast immer. Für Italien, England und Spanien lassen sich hingegen überhaupt keine Prognosen abgeben. Mal ist die Serie A torhungriger, mal die Premier League, dann die Primera Division. Absolut unveränderbar war und ist in dieser Disziplin allein die Vormachtstellung der Bundesliga.

Doch warum ist das so?

Lest den kompletten Text in unserem Bundesliga-Sonderheft. Die Ausgabe ist am Kiosk und bei uns im Shop erhältlich sowie in digitaler Version im iTunes- und Google-Play-Store.

Vielen Dank an Oliver Rohrbeck.