Fünf Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben

Schmach durch Cordoba

Damit ihr auch am Donnerstag mitreden könnt: Die fünf Lehren der gestrigen Mittwochskonferenz.

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Uli Hoeneß hat sein Mojo verloren
Knapp zwei Jahre lang hatte Uli Hoeneß vieles von innen gesehen, jedoch kein Fußballstadion mehr. Bei seinem ersten Besuch nach der Haft-Entlassung kam man nicht umhin, dem Grandseigneur des FC Bayern einen dieser Gala-Auftritte seiner Mannschaft zu wünschen, die er sich zuletzt meist aus der Zeitung zusammenlesen musste. Stattdessen ein ernüchterndes 1:2 gegen den FSV Mainz. Ausgerechnet Mainz. Mit einer Mannschaft, die vor Anpfiff noch unterlegener schien als Österreich 1978 und trotzdessen seit einigen Wochen immer weiter nach oben marschiert.

Als kurz vor Schluss Julian Baumgartlinger (immerhin ein waschechter Österreicher) für den eingewechselten Jhon Cordoba auflegte und dieser aus elf Metern den Ball an Manuel Neuer vorbeischob, war die Niederlage besiegelt. Endlich! Der FC Bayern ist somit nicht unbezwingbar, zusammen mit Hoeneß' Rückkehr könnte deshalb auch schon bald wieder der berühmte Baum an der Säbener Straße brennen und die Meisterschaft ab dem kommenden Wochenende völlig unerwartet spannend werden. Vorausgesetzt der FC Bayern verliert ein zweites Mal – und das ist wiederrum sehr hypothetisch.

Hertha steigt wohl in dieser Saison nicht ab 
Wo wir gerade schon bei Abstiegskampf angekommen sind. Herzlichen Glückwunsch, Hertha BSC. Bereits nach dem 24. Spieltag konnte der Hauptstadtclub gestern Abend stolz per Twitter verkünden: »KLASSENERHALT! CHECK!!!«



Zugegebenermaßen dürfte das vor allem die Glas-Halb-Leer-Fans der Berliner wirklich erfreuen. Also jene, die in den vergangenen Jahren meist in der Ostkurve standen und genug mitgemacht haben, um zu wissen, dass ihr Verein für jeden schlechten Scherz zu haben wäre (z.B. Sinkflug in den letzten zehn Spielen). Nicht so die Berliner 11FREUNDE-Redaktion, die – stets heimatverbunden – gleich mal ungeniert nachfragte, ob ab dem kommenden Sommer circa zehn Champions-League-Tickets erhältlich wären. Die Verhandlungen sind zur Stunde, nun ja, festgefahren.