Die 11 der Saison

Hamburger SM

Der HSV quält sich in die Relegation, Emir Spahic kopfnusst sich in die Frührente und Moritz Stoppelkamp hat den Längsten. Kommt nicht auf die Größe an: unsere 11 des Spieltags.

imago

Der Hamburger SV
An dieser Stelle möchten wir alle Leser begrüßen, die über die Google-Sucheingabe »Sado-Maso Hamburg« auf diesen Artikel gestoßen sind. Was der einst so stolze Dino seinen Fans auch in diesem Jahr wieder zugemutet hat, lässt selbst kampferprobte Reeperbahn-Dominas vor Mitleid erschaudern. Trainerwechsel im Zweiwochentakt, eine Vereinsführung, die so kopflos agiert, dass man »Sleepy Hollow 2« im Volkspark drehen sollte und insgesamt mehr schlechte Partien als bei »Bauer sucht Frau« - dass sich der HSV erneut in die Relegation gerettet hat, ist ein so schlechter Witz, dass selbst wir nicht drauf gekommen wären. Aber immerhin ist Besserung in Sicht: Gerüchten zufolge steht Inka Bause schon bereit, um mit dem wankenden Dino im der nächsten Saison einen Neuanfang zu wagen.

Moritz Stoppelkamp
Da wir unser Budget für anzügliche Witze in dieser Rubrik bereits im Teaser aufgebraucht haben, darf über Moritz Stoppelkamps langes Ding im Spiel gegen Hannover jeder Leser gerne selber einen eigenen Peniswitz beisteuern: ____________________________. Danke. Wie dem auch sei, mit seinem 83-Meter-Knaller dürfte sich Stoppelkamp in sämtliche Geschichtsbücher der Liga geholzt haben, länger als Stoppelkamps Schuss ist im beschaulichen Paderborn übrigens nur der Weg zurück in die Erste Liga.

Hakan Calhanoglu/Zlatko Junuzovic
Wir sind uns sicher: Geile Freistoßtore sind die größte Errungenschaft der Menschheit. Seit der Entdeckung, dass man Dinge mit Käse überbacken kann. In diesem Sinne danken wir Leverkusens Hakan Calhanoglu und Bremens Zlatko Junuzovic von Herzen für die insgesamt zehn wunderschön verwandelten Freistöße, mit denen sie unsere diesigen Eckkneipen-Samstagnachmittage ein bisschen lebenswerter gemacht haben. Wenn wir jetzt noch eine Möglichkeit finden, Freistoßtore mit Käse zu überbacken, sind wir wunschlos glücklich.

Huub Stevens

Stuttgarts Standby-Interims-Coach Huub Stevens ist derart knorrig, dass wir jedesmal reflexhaft eine Kampfhundrasse nach ihm benennen wollen, wenn wir ihn sehen. Mit seiner grantelig-giftigen Art hat er aber, wie bereits im Vorjahr, den VfB Stuttgart vor dem Abstieg gerettet. Nun zieht sich der Knurrer erstmal zum Urlaub nach Mallorca zurück, höchstwahrscheinlich um dort arglose Touristen aus Strandkörben zu brüllen oder Hotelkellner im Essenssaal zu Liegestützen zu verdonnern, anschließend geht es wohl in den verdienten Ruhestand. Wir wünschen viel Spaß dabei und freuen uns bereits, wenn wir Huub Stevens im nächsten Spätherbst/Winter/Frühjahr als neuen VfB-Coach begrüßen dürfen.