11 interessante Beobachtungen zum Finale

Mir. Doch. Egal.

ManU besiegt Chelsea in einem hochdramatischen Finale. Der einzige Mensch weit und breit, den das kalt ließ, war erstaunlicherweise Chelsea-Trainer Avram Grant. Und es geschah noch mehr Bizarres in dieser Nacht von Moskau. 11 interessante Beobachtungen zum FinaleImago 1.
So wie am letzten Wochenende schon das Oliver Kahns hat nun endlich auch das Kaugummi Sir Alex Fergusons ausgedient. Offen muss bleiben, ob es noch an den Siegesfeierlichkeiten teilnehmen durfte oder ob der Trainer es einfach nur in eine Mülltonne des Luschniki-Stadions gespuckt hat.

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2.
Geklärt ist hingegen, wo das Fett geblieben ist, dass sich der ehemalige schottische Nationalkeeper Jim Leighton stets Zentimeter dick auf die Stirn schmierte: Es hat Zuflucht in Cristiano Ronaldos Haaren gefunden.

 ------SCHWUPPS-------

3.
Erstaunlich, wie Paul Scholes mit blutender Nase den bahnbrechenden Pass zum 1:0 für ManU gab. Noch erstaunlicher für uns, die wir uns mit einer solchen Verletzung reflexartig für drei Wochen hätten krank schreiben lassen.

4.
Als Michael Ballack seinen Kontrahenten Rio Ferdinand bei einem Kopfballduell wegrempelte, zappelte dieser in der Luft wie die Comic-Figur »Sport-Goofy«. Nebenstehende dürften ein perkussives »SCHLUCK!« von ihm gehört haben.

5.
Als sich bei einem Freistoß für Chelsea ein Kreis von Spezialisten um den Ball gebildet und Ballack sich schließlich durchgesetzt hatte, schien es kurz möglich, dass zum Trotz erst Makelele einen eigenen Ball aus Silber, dann Lampard einen aus Gold und schließlich Drogba einen diamantenbesetzten hervorholen würden, um jeweils ihren ganz privaten Luxus-Freistoß auszuführen.

6.
Überhaupt dieser Ballack: Kurze Zeit später stieß der sogenannte »Platzhirsch« (SAT.1-Kommentator Kai Dittmann) Cristiano Ronaldo um. Zuviel für 11FREUNDE-Mann Benjamin Apitius – tantenhaft schrie er auf: »MICH-A-EL! Ich bitte Dich!«

7.
Neulich notierten wir noch, Chelseas Coach Avram Grant sehe aus wie ein nachdenklicher Barsch. Auch diesmal war etwas Barschhaftes an ihm, nur dass er sich anscheinend nicht mal mehr Mühe gab, nachdenklich auszusehen.

8.
Alex Fergusons Co-Trainer trug derweil die Manni-Kaltz-Gedächtnis-Hose: Kurz, eng und unschön. Als er dazu auch noch die permanente Sitzspreizung vollführte und Einblicke auf das dramatisch Abgeschnürte gewährte, entschieden sich die Bildregisseure wohlweislich, nur noch seinen Chef zu zeigen.

9.
Doch vom Farbenspiel der Turnhose hatte auch dieser sich inspirieren lassen: Perlmuttern schimmerte sein Anzug im Flutlicht. Oder hatte er sich den Duschvorhang aus dem Mannschaftshotel umgeschlungen?

10.
Der Anzug seines Widersachers wie auch das Elfmeterschießen und insgesamt eigentlich alles war Avram Grant egal. So was von egal. Egaler war das alles nur noch dem Techniker im 11FREUNDE-Quartier, der, während das Endspiel toste, auf seinem Laptop Doppelkopf spielte.

11.
Grants Boss aber, Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch, war ungewohnt aufgewühlt. Kommentator Kai Dittmann multiplizierte das Bild des Daumen drückenden Oligarchen sogar zu einer solchen Niedlichkeit hinauf, dass plötzlich denkbar war, wie dieser seine ausgefallenen Zähne unter das Kopfkissen schiebt und auf die Zahnfee wartet. Geholfen hat es nichts.