International

Nach Todesfällen in Belgien: FIFA-Mediziner D'Hooghe nimmt Vereine in die
Pflicht

Michel D'Hooghe, Chefmediziner der FIFA, hat nach dem Herztod zweier belgischer Spieler die Vereine weltweit zu mehr Achtsamkeit aufgerufen. SID-IMAGES/SID-IMAGES/PIXATHLON/

Zürich - Michel D'Hooghe, Chefmediziner des Fußball-Weltverbands FIFA, hat nach dem Herztod zweier belgischer Spieler die Vereine weltweit zu mehr Achtsamkeit aufgerufen. "In Sachen Vorsorge und Therapie kann deutlich mehr gemacht werden", sagte der Belgier dem Branchendienst insideworldfootball: "Mit intensiveren Untersuchungen könnten 75 Prozent der Vorfälle verhindert werden."

Am Montag verstarb Tim Nicot (23) von Drittliga-Aufsteiger FCO Beerschot-Wilrijk, nachdem er bei einem Freundschaftsturnier in Hemiksen aufgrund eines Herzstillstandes bewusstlos zusammengebrochen war. Knapp zwei Wochen zuvor war Gregory Mertens (24) an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben.

D'Hooghe schlug auch deshalb vor, dass mindestens einem Spieler einer jeden Mannschaft detailliert beigebracht wird, im Notfall eine Herz-Ryhthmus-Massage durchführen zu können. Zudem forderte der Mediziner sämtliche Vereine auf, sich Defibrillatoren zuzulegen.

"Ich kann es nicht akzeptieren", sagte D'Hooghe, "wenn Vereine sagen, dass die Kosten dafür zu hoch seien. Wie hoch ist der Preis eines Menschenlebens? Defibrillatoren kosten viel weniger als ein Transfer."

 

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