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Neuer FIFA-Gegenspieler: Profiligen schließen sich zum WLF zusammen

Der krisengeplagte Fußball-Weltverband FIFA bekommt es mit einem neuen und mächtigen Gegenspieler zu tun. AFP/SID-IMAGES/MICHAEL BUHOLZER

Zürich - Der krisengeplagte Fußball-Weltverband FIFA bekommt es mit einem neuen und mächtigen Gegenspieler zu tun. Unter tatkräftiger Mitwirkung von DFL-Boss Christian Seifert haben sich 24 Fußball-Profiligen einen Tag vor der FIFA-Präsidentenwahl in Zürich zum "World Leagues Forum" (WLF) zusammengetan. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) sitzt in der dreiköpfigen Chefetage der neuen Organisation.

Der neue Verband, dem neben den europäischen Topligen auch die besten Eliteklassen der anderen Kontinente angehören, machte keinen Hehl aus seinen Forderungen. "Keine Entscheidung im internationalen Fußball sollte ohne uns getroffen werden, denn wir repräsentieren den Profifußball", sagte der französische Ligachef Frédéric Thiriez, der zu den drei Bossen gehört, die für ein Jahr gewählt wurden: "Deshalb sollten wir dem Exekutivkomitee der FIFA angehören - das wäre normal."

Thiriez gab zu Protokoll, dass er in wenigen Wochen bereits mit 50 Mitglieder-Ligen rechnet. Aus dieser Position der Stärke heraus will das WLF den Weltverband erneuern. "Wir können nützlich sein. Die Krise der FIFA ist da. Wir wollen konstruktiv dabei helfen, die FIFA neu aufzubauen", äußerte Thiriez: "Dabei geht es vor allem um Transparenz und das korrekte Handeln aller Beteiligten."

Obwohl die meisten Ligen die im Raum stehende Mammut-WM mit 40 Mannschaften ablehnen, will die WLF-Führung bei diesem Thema erst das Gespräch mit dem neuen FIFA-Präsidenten suchen. "Wir werden das diskutieren", sagte Thiriez: "Aber wir werden es nicht im Vorfeld strikt ablehnen. Wir sind offen für Diskussionen."

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