FIFA

US-Justizministerin: Bestechung bei WM-Vergabe 2010

Bei der Vergabe der Fußball-WM 2010 an Südafrika ist es laut der US-Justizministerin Loretta Lynch zu Schmiergeldzahlungen gekommen. SID-IMAGES/SID-IMAGES/PIXATHLON/

New York - Bei der Vergabe der Fußball-WM 2010 an Südafrika ist es laut der US-Justizministerin Loretta Lynch zu Schmiergeldzahlungen gekommen. "Selbst bei diesem historischen Ereignis haben FIFA-Offizielle und Andere den Bewerbungsprozess korrumpiert, indem sie Bestechungsgelder benutzt haben, um Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen", sagte Lynch am Mittwoch in New York. Laut US-Anklageschrift zahlten südafrikanische Offizielle mehr als zehn Millionen Dollar und übergaben eine Aktentasche mit Banknoten im Wert von 10.000 Dollar in Paris.

Ein "wesentlicher Teil" dieser Gelder soll an den ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner (Trinidad und Tobago) geflossen sein. Ein Dokument enthüllt, dass Warner Beziehungen zu südafrikanischen Fußball-Offiziellen pflegte. 2011 war er vom Weltverband wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert worden.

Die Endrunde in Südafrika wurde am 15. Mai 2004 vergeben, es waren nur Bewerbungen aus Afrika zugelassen. "Das sind bloß Anschuldigungen", sagte Dominic Chimhavi, Sprecher des südafrikanischen Verbandes, des Nachrichtenagentur AFP: "Hier wird gegen niemanden ermittelt."

Wegen der US-Ermittlungen gegen insgesamt 14 Personen waren am Mittwoch in Zürich sieben hochrangige FIFA-Funktionäre von der Kantonspolizei festgenommen und abgeführt worden. Darunter auch die beiden FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb (Kaimaninseln) und Eugenio Figueredo (Uruguay).

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