FIFA

"Viel Angst": Blatter-Rivale Champagne schließt Rückzug nicht aus

Jerome Champagne, der selbst ernannte Herausforderer für die Präsidenten-Wahl bei der FIFA, hat einen Rückzug nicht kategorisch ausgeschlossen. SID-IMAGES/SID-IMAGES/AFP/

London - Gut zwei Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Präsidenten-Wahl beim Fußball-Weltverband FIFA (29. Januar) hat der selbst ernannte Herausforderer Jerome Champagne (Frankreich) einen Rückzug nicht ausgeschlossen. In einem Interview mit der BBC räumte der 56-Jährige erstmals ein, dass er womöglich nicht die für eine offizielle Kandidatur gegen Amtsinhaber Joseph S. Blatter (Schweiz) notwendige Unterstützung von fünf Nationalverbänden bekommen könnte.

"Es herrscht viel Angst, und es gibt manchmal auch Druck. Ich würde sagen, es ist einfacher, 50 Stimmen bei der Wahl zu bekommen, als fünf Briefe, die Unterstützung bescheinigen. Ich spreche mit vielen Verbänden, um diese schriftliche Unterstützung für meine Kandidatur zu bekommen", sagte Champagne. Der ehemalige FIFA-Funktionär geht gleichwohl gelassen in den Endspurt: "Wenn ich rechtzeitig fünf Verbände habe, trete ich an, wenn nicht, werde ich auch klar sagen, dass ich sie nicht habe."

Champagne hatte im Vorjahr frühzeitig seinen Hut für die Wahl des FIFA-Präsidenten am 29. Mai in Zürich in den Ring geworfen. Die Verbandsstatuten lassen eine Kandidatur jedoch nur für den Fall einer Unterstützung durch mindestens fünf FIFA-Mitgliedsverbände zu. Nachdem später Blatter seine neuerliche Kandidatur für eine fünfte Amtszeit angekündigt hatte, meldete in der vergangenen Woche auch der jordanische FIFA-Vizepräsident Prinz Ali bin Al Hussein mutmaßlich mit starker Unterstützung aus Europa und Asien seine Ambitionen für das höchste FIFA-Amt an.

 

 

 

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