DFB

Gespräch mit Curtius und Fröhlich: Keine Sanktionen für Schiedsrichter
Gräfe

Die harsche öffentliche Kritik am Schiedsrichterwesen in der Bundesliga hat für Manuel Gräfe keine negativen Folgen. FIRO/FIRO/SID/

Frankfurt/Main - Die harsche öffentliche Kritik am Schiedsrichterwesen in der Bundesliga hat für Manuel Gräfe keine negativen Folgen. In einem Gespräch mit Generalsekretär Friedrich Curtius vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat Gräfe am Donnerstag die Beweggründe für sein Interview am vergangenen Sonntag im Tagesspiegel und die Inhalte erläutert. Fröhlich unterstrich derweil, dass öffentliche Vorhaltungen nicht zielführend seien.

"Es ist wichtig und in der Schiedsrichterführung gewünscht, dass wir uns intern mit Kritik auseinandersetzen, uns immer wieder hinterfragen und auch offen die Meinung sagen können", sagte Fröhlich: "Dass unterschiedliche inhaltliche Auffassungen oder Differenzen öffentlich und persönlich ausgetragen werden, darf allerdings nicht unsere Diskussionskultur sein."

In dem Gespräch wurde zudem vereinbart, die Differenzen und aufgeworfenen inhaltlichen Diskussionen in den kommenden Wochen intern und unter Einbeziehung des zuständigen DFB-Vizepräsidenten Ronny Zimmermann sowie des Führungsteams aufzugreifen und aufzuarbeiten.

Gräfe hatte am vergangenen Wochenende das Auswahlverfahren der früheren leitenden Unparteiischen, Herbert Fandel und Hellmut Krug, heftig kritisiert. Die beiden hätten sich ihre Schiedsrichterliste so zusammengebastelt, wie sie es wollten.

"Exemplarisch" fand er, dass sich Bibiana Steinhaus erst als erste Schiedsrichterin qualifiziert habe, nachdem Fröhlich das Amt des Schiedsrichter-Chefs übernommen hat. Am Freitag pfeift der 43 Jahre alte Berliner das Zweitliga-Kellerduell zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem FC Ingolstadt (18.30 Uhr/Sky).

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