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DFB-Zentrale: Frankfurter Renn-Klub schaltet EU-Kommission ein

Beim geplanten Bau seiner neuen Zentrale mit Akademie stößt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weiter auf großen Widerstand. AFP/SID-IMAGES/JOHN MACDOUGALL

Frankfurt/Main - Beim geplanten Bau seiner neuen Zentrale mit Akademie stößt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weiter auf großen Widerstand. Der Frankfurter Renn-Klub hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel bei der EU-Kommission offiziell Beschwerde gegen die Pläne eingelegt. Nach Ansicht der Reitsportler hat die Stadt Frankfurt dem DFB das Gelände der bisherigen Pferderennbahn in Frankfurt-Niederrad weit unter Marktwert überlassen.

Dies sei wettbewerbsverzerrend und komme einer unzulässigen Beihilfe nach EU-Recht gleich. Der DFB zahle nur etwa 46 Euro pro Quadratmeter, angrenzende Grundstücke würden dagegen für teilweise mehr als 800 Euro je Quadratmeter gehandelt. Die Verantwortlichen in Frankfurt berufen sich darauf, den Wert nach üblichen Methoden ermittelt zu haben.

Zuvor hatte bereits das Oberlandesgericht Frankfurt/Main dem Rechtsschutzbegehren des Renn-Klubs gegen den Abriss der Tribüne und anderer Gebäude stattgegeben. Der DFB möchte spätestens 2018 in das 109 Millionen Euro teure Leistungszentrum umziehen. Die OLG-Entscheidung könnte den Zeitplan durcheinanderbringen. Am Bau der neuen Zentrale besteht allerdings grundsätzlich kaum ein Zweifel. Schließlich war im Juni 2015 ein Bürgerentscheid der Akademie-Gegner gescheitert.

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