Bundesliga

Strittige Entscheidungen am 15. Spieltag (zusammengestellt vom SID)

Der Videobeweis sorgt weiterhin für viele Diskussionen: In mehreren Bundesliga-Partien gab es strittige Entscheidungen. FIRO/FIRO/SID/firo Sportphoto/J?rgen Fromme

Köln - Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:1 (0:1)

5. Minute: Arturo Vidal mit seiner ersten Szene: Der Chilene verliert den Ball am eigenen Ball und foult. Die Gelbe Karte war die logische Konsequenz. Dies hielt Vidal aber nicht von einer energischen Spielweise ab. Was sich nicht nur bei seinem spielentscheidenden Tor (20.) zeigen sollte.

53. Minute: Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover) manövriert sich in die Kritik. Vidal foult Marius Wolf, darf allerdings auf dem Platz bleiben, Osmers sieht von einer Gelb-Roten-Karte ab. Allerdings hat Bayern-Trainer Jupp Heynckes genug. Er wechselt Vidal vorsichtshalber unmittelbar danach aus.

72. Minute: Wolf stand wenig später selbst im Mittelpunkt. Nach einem Foul an James sah er Rot, ging vom Platz und stand schon in der Kabine, eher er zurückgeholt wurde. Osmers hatte eine Ansage des Videoassistenten erhalten und sich die Szene noch einmal angeschaut. Er entschied sich für Gelb, Wolf durfte weiterspielen.

RB Leipzig - FSV Mainz 05 2:2 (2:1)

36. Minute: Schiedsrichter Patrick Ittrich ließ nach einem Foul von Leipzigs Verteidiger Stefan Ilsanker an Gerrit Holtmann an der Strafraumgrenze erstmal weiterlaufen, korrigierte sich aber nach Ansicht der TV-Bilder in der Review Area und zweiminütiger Unterbrechung auf Freistoß. Nach der Szene hatte FSV-Torwart Robin Zentner den Ball ins Seitenaus geworfen. RB-Hasenhüttl kritisierte die Entscheidung, das Regelwerk lässt ein solches Verfahren aber zu. Den Freistoß-Abpraller drückte Robin Quaison (39.) zum 1:1 über die Linie.

45. Minute: Nach dem Foul von Leon Balogun an RB-Abräumer Diego Demme warf Ittrich zunächst einen Blick auf den Bildschirm, blieb diesmal aber bei seiner Entscheidung: Elfmeter, den Nationalstürmer Timo Werner (45.+3) zum 2:1 verwandelte.

89. Minute: Nachdem Werner beim Stand von 2:2 im Zweikampf mit Jean-Philippe Gbamin im Strafraum zu Fall kam, winkte Ittrich zuerst ab, fragte dann aber doch in Köln nach. Die Entscheidung dennoch: Kein Strafstoß. Diesmal verzichtete er auf einen selbstständigen Blick auf die Wiederholung. "Ich weiß nicht, warum er da nicht nochmal hingegangen ist. Aber Fakt ist, dass es notwendig gewesen wäre", sagte Hasenhüttl. 

Borussia Mönchengladbach - Schalke 04 1:1 (1:0)

37. Minute: Nationalspieler Lars Stindl erzielt das 2:0 für Mönchengladbach - so dachte man. Doch nach Ansicht des Videobeweis zählte das Tor nicht. Abseits.

40. Minute: Nur drei Minuten später entschied Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) auf Elfmeter für die Hausherren. Doch dann schaltete sich der Assistent in Köln ein und machte Stegemann auf ein mögliches Foul von Oscar Wendt an Daniel Caligiuri aufmerksam, das rund zehn Sekunden zurücklag. Stegemann sah sich die Bilder an und entschied auf Freistoß für Schalke. "Wenn man nur lang genug zurückspult, wird man auf jeden Fall was finden. Das war doch gefühlte acht Minuten vorher", sagte der Gladbacher Torschütze Christoph Kramer. Und Schalkes Abwehrchef Naldo, Verursacher des vermeintlichen Elfmeters, erklärte: "Es ist immer wieder etwas. Das ärgert mich. Ich brauche den Videobeweis nicht."