Bundesliga

Kosten für Polizeieinsätze: Gespräch zwischen DFL und Bremens Innensenator
verläuft ergebnislos

Das Orientierungsgespräch zwischen der DFL und Innensenator Mäurer zum Thema der Kostenerstattung von Polizei-Einsätzen ist ergebnislos verlaufen. FIRO/FIRO/SID/

Bremen - Das Orientierungsgespräch zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer zum Thema der Kostenerstattung von Polizei-Einsätzen bei Fußball-Spielen ist ergebnislos verlaufen. Dies gab die DFL am Dienstag bekannt.

Einen Vorschlag für eine Gemeinschaftsinitiative zur Reduzierung von Polizei-Einsatzstunden lehnte Mäurer ab. Stattdessen hält der Innensenator daran fest, gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes in die Berufung zu gehen.

Die DFL hatte sich dabei zur Finanzierung eines umfangreichen partnerschaftlichen Projektes unter Einbeziehung nationaler und internationaler Sicherheitsexperten bereiterklärt, um an zielführenden Lösungen im Sinne der Sache zu arbeiten.

"Wir sind weiter daran interessiert, einen aktiven Beitrag zur Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen zu leisten", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball: "Es bleibt aber dabei: Der Fußball ist nicht Verursacher von Gewalt. Von daher kommt eine Beteiligung an Polizeikosten nicht infrage."

Unterstützung erhielt die Liga vom Bundesligisten von der Weser. "Der SV Werder Bremen hat den Vorschlag der DFL für eine Gemeinschaftsinitiative sehr begrüßt und unterstützt. Ziel muss es sein, gemeinsam partnerschaftliche Problemlösungen zu entwickeln. Da der SV Werder - auch nach den Ausführungen des Verwaltungsgerichtes - in jedem Fall Veranstalter des einzelnen Spiels ist, sehen wir uns in unserer ernsten Sorge bestätigt, dass am Ende des Tages doch unser Klub in Anspruch genommen werden wird. Dies würde uns in wirtschaftlicher und auch in politischer Hinsicht erheblichen Schaden zufügen", betonte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald.  

Grundsätzlich muss die Frage geklärt werden, ob der Profi-Fußball für die Mehrkosten bei Polizeieinsätzen im Vergleich zu "normalen" Bundesligaspielen aufkommen muss. Die Stadt Bremen sieht den Liga-Verband in der Pflicht und erließ im Herbst 2014 ein entsprechendes Gesetz. Im Mai wurde ein erster Gebührenbescheid des Landes Bremen für rechtswidrig erklärt und aufgehoben.

Konkret ging es in Bremen um das Gastspiel des Hamburger SV an der Weser am 19. April 2015. Damals war es zu einer Massenschlägerei zwischen 50 bis 60 Hamburger und 120 Bremer Hooligans gekommen, es gab mehrere Verletzte und erhebliche Sachschäden. 

Laut Polizei waren 969 Beamte im Einsatz, die 9537 Arbeitsstunden geleistet haben. Bei einem normalen Bundesligaspiel sind etwa 200 bis 250 Polizisten vor Ort am Weserstadion. Die Stadt schickte nach dem HSV-Spiel einen Gebührenbescheid über 425.718,11 Euro an die DFL.

Die DFL hatte bereits vor dem Orientierungsgespräch stets darauf hingewiesen, dass eine bloße Umverteilung von Kosten nicht zu einer Reduzierung der Einsätze und damit auch nicht zu einer Entlastung der Polizistinnen und Polizisten führen kann.

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