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Tagesticker: 17. Januar 2019

Schalke in schwarz-gelb?

Warum Schalke fast mit schwarz-gelb aufgelaufen wäre. Zu welchem Bundesligisten Hakan Calhanoglu (vielleicht) wechselt. Und der süßeste Brief des Jahres. 

16.30 Uhr

Und dann wäre da noch die Stellenausschreibung des Tages. Ein Elternpaar aus London sucht eine »Nanny«, die ihren zehn und achtjährigen Jungs zum Profi-Fußballer macht. Wäre nicht schlecht, so heißt es in der Anzeige, wenn die »Nanny« mal Profi gewesen wäre oder zumindest Trainer. Die Motiviation? Der Vater der Jungs sei in seiner Jugend und von seinen Eltern gezwungen worden, eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Gut, dass sie auf ihre Kinder überhaupt keinen Druck auszuüben scheint. Ach ja: Die Stelle ist mit 96.000 Euro Jahresgehalt und 30 Tagen Urlaub dotiert. Wer Interesse hat, liest die Annonce hier >>>


16 Uhr

Ach komm, wenn wir schon dabei sind: Was macht eigentlich Mesut Özil? Klar, auf keinen Fall spielen. Und sonst so? Ach ja, er gibt den Bedenkenträger. Und er hat ja Recht. Lustig ist die #tenyearschallenge trotzdem. (Hier gibt es die schönsten Beispiele für Fußballer >>>)

15.40 Uhr

Apropos Johan Djourou: Bleiben wir bei verstörenden Meldungen. Wir wissen nicht warum, aber Jamie Vardy ist als Spiderman verkleidet zum Training bei Leicester City erschienen. Das kann man sich hier (>>>) anschauen. Ob man danach schlauer ist, darf allerdings bezweifelt werden.

15.25 Uhr

Und wenn wir schon bei Legenden des Weltußballs sind: Was macht eigentlich Johan Djourou? Nix. Also nix mit Fußball für den Moment. Denn sein Vertrag beim italienischen Erstligisten SPAL 2013 wurde soeben aufgelöst. Oder wie es im Original zu lesen ist: 

15 Uhr

Was macht eigentlich Rivaldo? Wird technischer Direktor bei einem Drittligisten in Marokko. Hätten wir das auch geklärt.

14.40 Uhr

Bei Norwich City spielen sie »The Office« nach. Beziehungsweise »Stromberg«. Und was soll man sagen? Es ist famos!

14.10 Uhr

Ein Wikipedia-Eintrag hat Spekulation um ein mögliches Engagement des früheren Bundesliga-Trainers Peter Stöger beim englischen Fußball-Erstligisten Huddersfield Town ausgelöst. Die Zeitung Huddersfield Examiner brachte auf dieser Basis am Donnerstag den früheren Coach des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund als Nachfolger des am Dienstag zurückgetretenen Teammanagers David Wagner ins Gespräch. Das Blatt mutmaßte, dass ein Insider des Premier-League-Schlusslichts die Information voreilig in dem nutzergepflegten Online-Lexikon publiziert haben könnte. Zugleich bestehe aber freilich die Möglichkeit einer Ente, räumte die Zeitung ein - im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag des 52-jährigen Wieners war die Karrierestation Huddersfield ab 2019 jedenfalls rasch wieder verschwunden. Trotz der nebulösen Umstände gilt Stöger bei englischen Wettanbietern nun als einer der Top-Kandidaten auf die Wagner-Nachfolge. Heiß gehandelt wird allerdings auch Jan Siewert (36), aktueller Trainer der U23 von Borussia Dortmund - die "Zweite" des BVB war 2015 auch Wagners Sprungbrett zu den Terriers. Als weitere Kandidaten gelten der derzeitige Interimscoach Mark Hudson, Manchester Citys Co-Trainer Mikel Arteta und dessen spanischer Landsmann Aitor Karanka, der in der Vorwoche seinen Vertrag beim Zweitligisten Nottingham Forest aufgelöst hatte. Dauert halt, bis auch deren Wikipedia-Einträge auf Vordermann gebracht sind.

13.50 Uhr

Schalke 04 hat nicht nur sportliche Sorgen. Die Königsblauen wendeten kurz vor der Start der Rückrunde den Super-GAU ab und verhinderten, dass künftig die Vereinsfarben Schwarz und Gelb des Erzrivalen Borussia Dortmund im Logo auf den Trikotärmeln zu sehen sind. Bislang hatte Schalke auf seinen Ärmeln für den Online-Supermarkt AllyouneedFresh, einem Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group, geworben. Da dieses Unternehmen aber im Zuge von konzernweiten Umstrukturierungen veräußert wurde, stellte der Konzern auch sein Sponsoring-Engagement sukzessive auf Deutsche Post und DHL um, beispielsweise auf den LED-Banden in der Veltins-Arena. Schalke konnte das Unternehmen nun davon überzeugen, im Hinblick auf die Ärmel-Werbung auf das schwarz-gelbe Deutsche Posthorn zu verzichten und die Größe des Logos zu verkleinern. Die Grundfarbe des DHL-Logos bleibt allerdings in rot-gelb gehalten - farblich immer noch »keine Wunschfarbe«, wie die Königsblauen in einer Pressemitteilung erklärten. Aber was läuft dieser Tage schon nach Wunsch auf Schalke?

13.25 Uhr

Gute Nachrichten aus Düsseldorf. So heißt es auf der Homepage des Vereins: »Fortuna Düsseldorf erweitert sein gesellschaftliches Engagement um die Hilfe für Frauen in Notsituationen. Unter anderem richtet der Traditionsverein ab dem Rückrundenauftakt ein F95-Hilfetelefon ein, über das weibliche Fans, die sich im Stadion bedroht oder belästigt fühlen, Hilfe erhalten können. Darüber hinaus beteiligt sich die Fortuna an der Kampagne »Luisa ist hier!« der Frauenberatungsstelle Düsseldorf und bietet somit mehr Hilfe im Rahmen von Heimspielen an.« Alle weiteren Informationen gibt es hier >>> Und wir hoffen einfach mal, dass das Telefon niemals klingelt.

13 Uhr

Warum steht denn hier ein Tintenfass rum, scheint man sich in Augsburg gefragt zu haben. Und weil Gelegenheit Diebe macht, machte man Nägel mit Köpfen und ließ gleich drei Spieler neue Arbeitspapiere unterzeichnen: Daniel Baier, Jeffrey Gouweleeuw und Kevin Danso. »Das ist ein klares Zeichen, dass die Spieler ihre Zukunft in Augsburg sehen«, sagte Manager Stefan Reuter. Ein Teufelskerl!

12.30 Uhr

»Es tut mir sehr leid, dass deine Mannschaft verloren hat und es tat mir leid, dich weinen zu sehen«. Mit diesen Worten beginnt der handschriftlich verfasste Brief des kleinen Martino aus Florenz. Martino ist Fiorentina-Fan, doch als er am Sonntag das Pokalspiel zwischen dem FC Turin und seiner Fiorentina sah, jubelte er nur kurz. Martino saß mit seinem Papa und seinem Opa in Florenz vor dem Fernseher. Florenz schoss das 1:0 in der 87. Minute, Martino sprang von Sofa auf, so berichtet es die italienische Tageszeitung Repubblica, und freute sich sehr. Die Wiederholung des Tores stimmte ihn dann aber traurig. Denn dort erkannte er, in der Menge der Torino-Fans, einen ganz furchtbar weinenden Jungen. Martino ging in sein Zimmer und schrieb einen Brief. Dort steht, dass es ihm leid tue für den Jungen und dass er schon mal in Turin gewesen und dass es eine wirklich schöne Stadt sei. »Ich würde dir gerne sagen, dass man gewinnt und verliert«, schreibt der Sechsjährige, »und ich würde dir gerne eine kleine Figur von Belotti schenken«. Belotti ist der beste Spieler vom FC Turin. Martino gab den Brief am Morgen nach dem Spiel seiner Mutter. Sie solle ihn bitte diesem Jungen in Turin geben. Dann ging er in die Schule. Silvia, die Mutter von Martino, schickte den Brief an unterschiedliche Tageszeitungen und jetzt ist Fußballitalien sehr gerührt. Wir auch.

12.10 Uhr

Souveräner Konter von Imke Wübbenhorst, Trainerin der Herrenmannschaft von Oberligist BV Cloppenburg. Auf Fragen aus ihrem Umfeld, ob sie eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit die Männer schnell noch eine Hosen anziehen können, bevor sie in die Kabine kommt, antwortete sie: »Natürlich nicht. Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf.« 

11.45 Uhr

Dass Marcelo Bielsa gestern die Pressekonferenz des Jahres abgehalten hat, habt ihr ja schon alle mitbekommen. (Falls nicht: hier geht es zum offiziellen Thread seines Klubs, Leeds United >>>). Und das dazugehörige Video habt ihr auch schon alle gesehen. (Nein? Dann aber schnell hier entlang >>>) Was ihr aber (vielleicht? hoffentlich?) noch nicht wusstet: Dieser Bielsa, der macht das häufiger. Und zur Beweisführung kommt hier ein Video aus seiner Zeit bei Bilbao (2011-2013). Wir lernen: Optisch hat sich bei der Analyseform schon mal nix verändert. Sieht immer noch aus wie die Zukunftsvision eines Nerds aus den Achtzigern. Und wir lernen weiter: Wahnsinn trägt auch über 57:21 Minuten.

11.15 Uhr

Ruben Loftus-Cheek ist Spieler des FC Chelsea und der englischen Nationalmannschaft. Außerdem soll er sich gestern seinen Kollegen anvertraut und gesagt haben, er sei homosexuell. So zumindest wurde es in den sozialen Netzwerken verbreitet. Loftus-Cheek reagierte alsbald und twitterte: »Jeder Spieler, der sich outen würde, hätte meine Unterstützung und meinen Respekt. Aber die Gerüchte stimmen nicht.« Cooler Umgang. Noch cooler wäre nur, wenn es der Welt ganz egal wäre, welche sexuelle Orientierung ein Spieler hat. 




11 Uhr

Matteo Bonetti arbeitet für ESPN und nennt sich Fußballanalyst und »TheCalcioGuy«. Der gute Mann hat stolze 74,600 Follower auf Twitter die wohl auch, weil gut vernetzt ist in der Branche. Wie man so sagt, wenn man sonst nix zu sagen hat. Dieser Matteo Bonetti jedenfalls twitterte jetzt: »Höre, dass der Wechsel von Hakan Calhanoglu zum Bundesligamannschaft RB Leipzig so gut wie fix ist«. Als Ablöse sind 22 Millionen Euro im Gespräch. Und das, obwohl Calhanoglu noch vor zehn Tagen gesagt hatte: »Ich bin in Mailand, ich bin Milan-Spieler und ich bin glücklich hier.« Und auch sein Trainer, Gennaro Gattuso, war sicher: »Solange ich hier Trainer bin, wird er hier bleiben. Er ist für meinen Spielstil von fundamentaler Bedeutung.« Und jetzt wissen wir auch nicht mehr. Wenn der Fußball nicht mehr ehrlich ist, worauf ist dann noch Verlass?!