VfB Stuttgart

2
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1. FC Köln

Stuttgart - Köln im Liveticker

Respekt, wer´s selber macht

Ein junger Kölner namens Handwerker fälscht kurz vor Schluss den Ball so unglücklich ab, dass der FC schon wieder verliert. Stuttgart im Glück. Der Ticker war dabei, natürlich in Handarbeit.

22:29 Uhr

Und das war's. Ein Spiel mit einer Schlussphase, aufregender als einst Kelly LeBrock in Weird Science. Die Stuttgarter feiern, Jörg Schmadtke frisst derweil den Eurosport-Reporter auf. Da wir eh einen nervösen Magen haben, und das Herz nach dieser Schlussphase eh schwer zu tun hat, hören wir jetzt auf, entlassen euch in einen schönen Freitagabend und wünschen viel Spaß beim (Frust-)Saufen. Möglicher neuer Trinkspruch: »Akolo«. In diesem Sinne...

96.

Leute, abpfeiffen bitte. Ich soll ich das sonst meinem Kardiologen erklären?

95.

WAAAAAAAAASSSSS????? Eben fast der Elfer für Köln, im Gegenzug das Tor für Stuttgart durch Akolo, richtig räudig abgefälscht. Das ist ja echt noch ein richtig geiles Spiel geworden. Und ich wollte eigentlich nur ein paar impressionistische Portraitmalereien betrachten.

93.

Hui, immer noch VAR-Verwirrung. Ich frage kurz bei meinem persönlichen VAR nach: »War das Elfer?« - »Mann, Stephan, wir sind seit sieben Jahren nicht mehr zusammen. Hör verdammt nochmal auf, mich anzurufen.«

91.

Oooooooooooh, Aufregung im Strafraum. Ein Tritt, ein Schrei, ein Pfiff. Ein Elfer? Erstmal eine kurze Beratungszeit zwischen Schiri und VAR. Dumm nur, dass der gerade Poker auf Sport1 guckt. »Elfer? Nee, die gibts doch beim Pokern gar nicht.«

89.

Muss man so deutlich sagen: Auch der bei Köln eingewechselte Tim Handwerker hat nicht für einen solideren Aufbau gesorgt. Pfusch am Bau, ganz klar. Wann kommt ein Kabel1-Kamerateam vorbei?

87.

Übrigens: der Eurosport-Hashtag #TGIMD steht übrigens für Teures Gerät Ist Meistens Down, nicht was ihr denkt.

85.

Vorne das Tor, hinten eine Welt-Grätsche im letzten Moment. Besser war Heintz nur vorhin, als ich am Redaktionskühlschrank eine Flasche geext habe.

82.

A. Donis jetzt leider nicht mehr im Spiel. Wurde heute übrigens ungefähr fünf Mal betont: A.Donis ist in Blackburn geboren. Weiß nicht, waraum das hier ständig so eine Rolle spielen musste. Was ist denn in Blackburn? Ist da der Außenrist erfunden worden? Tragen alle, die da geboren werden, einen Namen, dessen abgekürzter Vorname in Kombi mit dem Nachnamen ein anderes Wort ergibt? Muss man als Kommentator mindestens dreimal Blackburn in einem Spiel sagen, damit nicht Alan Shearer erscheint und einen per Volleyschuss aus der Kommentatorenkabine prügelt? Wir wissen es nicht.

80.

Muss man sagen: Spielerisch ist das dünn, was der FC hier abliefert. Aber was den Kampf angeht, Hut ab. Oder um mal den wunderschönen Film »Big Fish« zu zitieren: »Junge, du hast nicht viel. Aber von dem, was du hast, hast du viel.«

78.

Aaaaaaaalter, und als hier gerade gar nichts mehr geht, legt sic Dominique Heintz den Ball zurecht und schnibbel ihn mit einer Kurve in den Winkel, die so schön ist, dass ich jetzt kündigen und Physik studieren werde, nur um sie zu berechnen. Was. Ein. Tor.

74.

A. Donis offenbar der schnellste Spieler seit Andi Buck. Was macht der eigentlich? Hat eine Vermögens- und Versicherungsagentur. Und lässt es vermutlich langsam angehen.

71.

Weil hier gerade wenig passiert ein paar Infos zu Klaus Lage:

Im Jahr 1984 erschien das Album Schweißperlen. Der mit Diether Dehm getextete und von Göran Walger, Keyboarder der Klaus Lage Band, komponierte Song 1000 und 1 Nacht (Zoom!) wurde aus dem Album ausgekoppelt und bescherte Lage weite Bekanntheit als deutschsprachiger Rockinterpret. Kurz danach wurden die Titel Wieder zuhaus und das ebenfalls unter Mitarbeit des damaligen sozialdemokratischen und heutigen Linken-Politikers Dehm und Wolf Maahn geschriebene Monopoli ausgekoppelt.

Schweißperlen. Schön.

68.

Hui! Akolo saust in den Strafraum, Doppelpass - und dann die gute alte Rückenlage. Drüber. Die übrigens weder verwandt, noch verschwägert ist mit Klaus Lage, aber das nur am Rande.

65.

Spiel jetzt im Schlummermodus. Der Elan der ersten Halbzeit blieb dann doch, wie zu erwarten, in der Kabine. Wäre man gerade gerne, in der Kabine voller Elan. Schienbeinschoner, die ein Fest der guten Laune feiern, Stutzen, die in der Dusche mit dem Platzwart knutschen, Energiegetränke, die einen ausgeben, herrlich.

62.

Aus seinem Grübchen am Kinn zieht Hannes Wolf eine neue taktische Idee. Aber leider zu verkopft.

59.

Erste Chance von Pizarro. Versucht einen Kopfball und stützt sich dabei auf wie Grandpa Simpson bei der Morgentoilette. Wenn er gleich ein Gesöff entwickelt, das männliche Potenz steigert, lassen wir den Mann von Matt Groening persönlich zeichnen. Mit Peter Stöger als Dr. Nick!

57.

Stuttgart kontert. A. Donis, die schnellste Wortwitz von Mexiko, jagt in Richtung Kölner Tor, als gäbe es da was umsonst. Zum Beispiel einen neuen Nachnamen. Dann versucht er einen Schuss und der geht so weit vorbei, dass der Nachthimmel-von-Belgrad-Ball von Uli Hoeneß 76 jetzt einen neuen Freund hat. Beide fliegen von nun an gemeinsam um die Welt auf der Suche nach einem Abschluss. Demnächst auch in ihren Kinos. Mit Daniel Craig als Uli Hoeneß. Prädikat: sehenswert!

56.

Nächster Fehlpass Köln, ins Aus. Tja, lieber Effzeh, ich sag mal so: In England gibt es einen Typen, der sammelt seine Bauchnabelflusen und hat mittlerweile 22,1 Gramm davon. Und was könnt ihr?

53.

Dann der Zusammenprall zweier Köln-Spieler mit den Köpfen nach einer Ecke. Haben sie sicherlich extra gemacht, weil das eine gelungene Abwechslung zu dem ist, was sie hier sont so auf dem Platz tun.

50.

Wieder A. Donis mit dem Schuss. A. Ber A. Bgeblockt.

48.

Immerhin: Mittlerweile ist Claudio Pizarro im Spiel. In der ersten Halbzeit hatte er keine Zeit, weil er noch das Anmeldeformular für seine geplante FC-Beach-Soccer-Mannschaft ausfüllen musste.

46.

Anpfiff. Oder wie es bei Anthony Modeste in China heißt: »Tja«

21:31 Uhr

Und trotzdem, trotz Gentner und Sammer: Ich würd gern Jörg Schmadtke da stehen haben, diesen furztrockenen, endlos entspannten Typen. Ehrlich: Immer wenn ich Jörg Schmadtke reden hören, füllt sich meine Badewanne von selbst mit einem Entspannungsbad.

21:29 Uhr

Muss man sagen: Matthias Sammers Taktikanalyse ist schärfer als Pamela Anderson anno 1992. Ich hoffe, irgendwo sitzt Erik Meijer vor dem Fernseher und macht sich Notizen.

21:26 Uhr

Im Studio nun: Christian Gentner, der zu meiner Überraschung keine Stoßstange an die Wange operiert bekommen hat. Dann zeigt der Sender die Szene seiner Horror-Verletzung nochmal. Mein Gott, mit den Bildern könnte man Kriegsverbrecher zu Pazifisten umerziehen. In Sekunden.

45.

An Tagen wie diesen machen mich Halbzeitpausen einfach traurig. Wie im Film mit Überlänge, wo kurz vor der entscheidenden Schlägerei auf dem Dach des Wolkenkratzers, die Hubschrauber, gelenkt von barbusigen Schönheiten, als rotierende Zuschauer, die Filmrolle gewechselt werden muss und eine picklige Aushilfe Eiskonfekt feilbietet. Wir holen uns dann mal ein Bum Bum. Bis gleich.

44.

Und inzwischen, das muss man sagen, ist diese Führung zumindest nicht mehr unverdient, weil die Kölner ganz offensichtlich ihrem Vollgasfußball Tribut zollen mussten und Stuttgart längst gleichwertig ist. VfB-Trainer Hannes Wolf lacht sich ins Kinngrübchen.

40.

Nun die Gretchenfrage: Ist das hier ein schönes Spiel, weil so wahnsinnig viel passiert in den Strafräumen oder ist alles nur scheiße, weil sich irgendein Witzbold vor dem Anpfiff ganz offensichtlich gestandene Bundesligaabwehrrecken mit angetrunkenen Fans ausgetauscht hat? Ratloser Blick zu Reich, der, das muss man wissen, ein Torjäger at heart ist und selbst gut gebrühten Kaffee mit der Kuntz-Säge feiert: er springt im Flickflack durch den Redaktionsflur begrüßt übrig gebliebene Kollegen mit einstudierten Einschlägen. Tun wir es ihm nach: gute Unterhaltung ist das für einen Freitagabend!

39.

PS: TOOOOOOOOORR!!!!

36.

Meine Güte! Drei, nein vier Chancen für den VfB auf einmal, aber irgendwie wirft sich immer ein Kölner in den Weg, am Ende ist es der beständig rotgesichtige Timo Horn, der das Gegentor verhindert. Die Kameras fangen Jogi Löw ein, der vor lauter Aufregung sogar vergisst, sich an Körperstellen zu riechen und während der Bundestrainer auf sein Leckerli wartet, tut ihm Donis den Gefallen, schließt einen Konter ab, irgendwie, wir wissen ja selbst nicht, wie der Ball endlich im Tor landen konnte und weil das hier Fußball ist und Fußball meistens ungerecht ist, führen jetzt die Stuttgarter mit 1:0.

34.

Nächste Chance für Stuggi, Freistoßflanke, Kopfball Badstuber, knapp daneben. Immerhin: Badstuber zieht sich keine schwere Verletzung zu, die ihn sechs bis zwölf Monate in die Reha schickt. Immer positiv denken.

33.

Aogo im Bild. Wirkt zehn Jahre jünger als der Aogo, den ich kenne. Vielleicht trägt er ein spezielles Hemd unter dem Hemd. Und während ich nach weiteren lausigen Gags suche, wirft sich der VfB auf einmal doch in den Kölner Strafraum, A. Donis wird hübsch in Szene gesetzt, nimmt den Ball direkt und verhaut ihn dann doch ziemlich hässlich. Immer noch 0:0.

32.

31.

Tja, Stuttgart gegen Köln, das war in den frühen Neunzigern ein Topspiel. Jetzt halt, joa, naja, wisst ihr ja selbst. Aber so ist das eben, die Zeiten ändern sich. Früher war der Slogan von »Fruchtzwerge«: »So wertvoll wie ein kleines Steak.« Könnten die heute wahrscheinlich auch nicht mehr so machen.

29.

Kurz Timo Horn im Bild. Also rein von der Gesichtsfarbe würde ich da mal einen Vaterschaftstest von Jupp Heynckes anregen.

27.

Bald 30 Minuten gespielt. Frage mich, wann bei Badstuber der erste Boxenstopp fällig ist.

25.

Meine Güte, Osako mit der nächsten Möglichkeit, müsste querlegen, vertändelt dann aber. Der Mann agiert nervöser als Pietro Lombardi im Deutschunterricht.

22.

Dann Ecke Stuttgart. Oder wie es in der Geburtstadt des deutsche Hip-Hops heißt: Corner, Diggi.

20.

Eieieiei, Köln mit dem Superkonter, aber weil Osako anscheinend zu viel Zeit im Kölner Ballett verbringt, versucht er, den Querpass mit der Hacke reinzumachen. Bleibt beim 0:0, dafür allerdings Bestnoten für seine Arabesque.

17. Minuten gespielt, Köln macht das ordentlich bisher. Auch Peter Stöger scheint zufrieden.

 

14.

Stuttgarts Angriffsversuche zögerlich wie Reich bei seinem ersten Date mit 14. Damals auf dem Rummel in Melsungen am Schießstand. Das komplette Taschengeld verschoss unser Held, um dann doch nur zuzusehen, wie seine Herzensdame mit dem Ansager vom Autoscooter von dannen zog, der hatte kandierte Äpfel satt im Bauwagen. Diese Angaben sind wie immer ohne Gewehr.

12.

Ein Gehaue und Geschieße und Gedränge im Stuttgarter Straftraum, zuletzt hat man so viel Chaos auf engstem Raum hier bei den Protesten gegen Stuttgart 21 beobachten dürfen. Vielleicht ja in Horns Hose eingebaut: ein Wasserwerfer.

9.

Kölns Torwart trägt eine "spezielle Hose unter der Hose" weiß der Mann von Eurosport. Was kann diese Hose? Ist sie mehr als nur eine handelsübliche Unterhose? Verwandelt sie heiße Darmluft in neue Energie für ihren Träger? Muss diese Hose vielleicht später zur Dopingprobe? Und warum tragen wir eigentlich nur Jeans? Die Welt bleibt ungerecht.

8.

Immer wieder schön: einen Bundesligaspieler mit dem Namen A. Donis auf dem Trikot zu sehen. Nicht auf dem Rasen heute: G. Utaussehend und S. Techer.

5.

Nächste Chance für Köln, noch knapper vorbei und draußen beißt sich Peter Stöger auf die Lippen, kühlt dann den Frust mit einem Sack Hafer. Pizarro mustert mit Kennerblick. Pferd er auf ihn ab? Und: werden wir für diesen schmalen Witz verprügelt? Von Pizarro?

4.

Hach, ein Kölner Konter wird bereits an der Mittellinie abgelaufen. Ablaufen, die Blutgrätsche des kleinen Mannes.

3.

Junge, Junge, wir richten noch die Sitzbacken auf unseren Bürostühlen, schon war Köln zweimal vor dem Stuttgarter Tor. Eben hatte sich Osako versucht. Aber sein letzter Pass verliert sich irgendwo im Strafraum. Bill Murray bestellt noch einen Drink.

2.

Und bitteschön. Freitagabend, Flutlicht, Köln, Stuttgart und auf der Bank Claudio Pizarro. Funfact zum Anstoß: eines seiner Pferde heißt Merkel. Motto des Spieltags: die schaffen das.

1.

Anpfiff, noch 0:0. Bisher der größte Erfolg des Effzeh in dieser Saison.

20:29 Uhr

»Was ist nur aus ihm geworden?«, fragt der Kommentator, und ich weiß, er sagt das in Richtung Bittencourt. Und doch kommt es mir vor, als würde ich an Weihnachten den ganzen alten Schulkameraden den Rücken zudrehen...

20:26 Uhr

Vielleicht liegt die gute Übertragung aber auch daran, dass uns hier vorhin so ein rothaariger Ein-Euro-Jobber das Internet neu eingerichtet hat.

20:23 Uhr

Hatte mir den Eurosport-Player weniger flüssig vorgestellt. Sah ja die letzten Wochen aus, als würde man einen Kartoffelsalat mit Acrylfarben übergießen und das ganze »Kunstperformance: Matthias Sammer tanzt den Robot« nennen.

20:20 Uhr

Unterdessen steht Matthias Sammer an der Eurosport-TV-Wand und wirkt so unter Strom, als würde er die Stuttgarter Männchen im Fernsehen höchstselbst noch zum Sieg in Frankfurt letzte Woche treiben. Und was soll ich sagen: es würde mich nicht wundern, wenn es klappt.

20:15 Uhr

Freunde, herzlich willkommen zum Ticker. Wochenende, Bundesliga, Bierchen, alles super. Aber: Es ist auch Erkältungszeit, also wenn es ihr ein wenig angeschlagen seid, dann hier ein Tipp. Wenn das zu stark ist, könnt ihr das auch noch mit Wasser verdünnen: 

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