Spanien

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Russland

Im Liveticker: Spanien gegen Russland

Stanislaw is all you need!

Damit hat keiner gerechnet, nur die Beatles haben davon gesungen. Stanislaw is all you need - und so kommt Russland im Elferschießen weiter, Spanien ist raus. Back in the USSR: der Ticker.

15:45 Uhr

»Jeder kann ein Gott sein, wenn er es nur will«, sagt Tschertschessow im Vorbericht. Und damit herzlich willkommen zur Tickermesse.

15:47 Uhr

Stanislawski: »Was erwarten wir von den Russen? Langer Schlag.« Aus meiner eigenen Disco-Erfahrung kann ich sagen: Recht hat er. Duck und weg.

15:50 Uhr

Immer noch total perplex, dass dort der große Mendieta im Studio neben Oliver Welke sitzt. Der Gernot Hassknecht Spaniens sozusagen. Also mit Experten gaizt das ZDF nicht.

15:56 Uhr

Oliver Schmidt meldet sich aus einem Barbershop vor dem Luschniki: »Auch Russinnen tragen jetzt den Glücksschnäuzer.« Auf jeden Fall ein sehr gutes Verhütungsmittel. Die Bärte der Russen auch vor dem Hintergrund interessant, dass Russland ja erst vor ein paar Tagen von Uruguay ordentlich rasiert wurde.

15:59 Uhr

Tickere heute übrigens mit Kollege Ulrich, der dazu aus England eingeflogen wurde, nachdem er dort ein Liam-Gallagher-Konzert besucht hat. Ich sag mal so: Wenn auch nur ein Bruchteil dieses Genies abgefallen ist, dann schlackern euch die Ohren. Aber gut, bis zum nächsten Oasis-Album müssen wir wohl alle noch länger warten, schnüf.

1.

Der Stadion-DJ legt Sekunden vor dem Start feinsten Balkan-Techno auf. Trotzdem: Anpfiff, nicht Anbass. Enttäuschend.

2.

Schöne Szene wie Fernando Hierro seinen Kollegen nochmal umarmte vor dem Anpfiff. Wie der Mann Tage vor WM-Start noch an den Job kam? Vermutlich lief beim Präsidenten das Radio: 


4.

Die Russen verstecken sich nicht: Golovin schnappt sich den Ball und rennt an der Seitenlinie einfach drauf los. Kommt leider keiner hinterher, sodass der arme Mann am Ende Pique anschießen muss. Taktisch ist das angebliche Fußballentwicklungsland noch bei »Drei Ecken, ein Elfer«. Vielleicht.

5.

Was mich aber besonders begeistert: Das weiße Trikot der Russen. In dem Land soll ja sowieso schon morgens um 6 deepster Elektrosmog aus dem Radio dudeln. Und die Leibchen sehen aus, als hätten sie jahrelang an den Wänden eines Techno-Schuppens in Saransk gehangen. Ausgebleicht vom Licht der Diskokugel. Wer weiß, vielleicht ist ja auch der Fußball in Verbindung mit MDMA ein ganz anderer. Freiwillige gerne vor.

7.

Das russische Mittelfeld wirkt so, als hätte es im Vorfeld der WM ein Lehrseminar bei Braunbären in Kamtschatka besucht: Wollen den Gegner einfach auffressen.

8.

Was ist nur mit den Menschen los? Fernando Hierro, der früher die Gegenspieler eigenhändig aus dem Stadion schoss, mittlerweile butterweich. Umarmt erst Tschertschessow herzlich und jetzt beim rüden Foul an Nacho schaut er, als wolle er sagen: »Ach, das war mein Spieler? Nicht so wichtig, der steht gleich wieder auf.« 

11.

TOOOOOOOR für Spanien! Beziehungsweise für Russland, denn es ist ein Eigentor. Der Freistoß von der rechten Seite wird immer länger, am zweiten Pfosten gehen Sergio Ramos und Ignashevich in den Infight. Der Spanier wendet wahrscheinlich irgendeinen Hebelgriff an, gelernt bei einem Judoka-Meister einer japanischen Provinz. Jedenfalls fällt Ignashevich und spielt mit der Hacke den Ball ins eigene Tor. Das schönste Tor der Kampfsportgeschichte. Und am Roten Platz applaudiert Putin anerkennend.

13.

Ramos mit dem Jamba-Sparabo und den Torjubeln: Ruf mich an! Ruf mich auf dem Handy an! 

15.

Ab morgen wir Ramos dann durch die russischen Gazetten getrieben. Aber das vorab, der Akinfeev, der hat noch keinen Ellbogen abbekommen, der macht die Fehler ständig!

17.

Was mir gerade aufgefallen ist: Es gibt beim ZDF eine »Coach-Cam«. Man kann 90 Minuten Stanislaw Tschertschessow beobachten. Da weniger Bewegung als im deutschen Mittelfeld. Gleichzeitig bester Samuel-Beckett-Stoff: Warten auf Hierro.

21.

Die taktische Anweisung an Russlands Koloss Dzuyba kam heute übrigens von einem deutschen Schlager: Artem, los durch die Macht!

24.

Worst Nickelback gig ever.

28.

Die Spanier nun ungefähr bei drei Milliarden Pässen. Kein Grund zur Sorge; Wie Russia Today gerade meldet, gehen die Russen soeben mit 3:0 in Führung, alle nach Fallrückziehertoren von der Mittellinie.

32.

La Ola im Stadion bei 0:1-Rückstand. Erschütternd. Bald in ihrem Kino: »Die Welle«, Jürgen Vogel als Lehrer einer total durchgedrehten russischen Cheerleader-Klasse, und Frederick Lau als Artem Dzyuba.

35.

Chance für Golovin, zielt knapp vorbei. Wie wusste schon Meister Rörich: DIE RUSSEN KOMMEN!

36.

Die Russen also mit Gute-Laune-Friedefreude-Eierkuchen-LaOla-Welle. Wann genau können die auf die Briten treffen? 

37.

Oha, Pique wie ein übergriffiger Erdkundelehrer auf Klassenfahrt. Mit einer Hand, die dort nichts zu suchen hat! Pique lamentiert, diskutiert, aber am Ende sind sich Kuipers und das Lehrerzimmer aka VAR-Room einig: Elfmeter. 

39.

Und TOOOOOOR für Russland! Dzyuba, den wir längst in unser eiskaltes Herz geschlossen haben, ballert das Ding in den Kasten. Würde mich nicht wundern, wenn die Russen in wenigen Monaten ihr Stadion, ach was, den Platz davor und die gesamte Stadt nach ihrem Superstürmer benennen. Dzyubagrad, der ganze Stolz Russlands.

42.

Samedov tritt Jordi Alba aus dem Weg. Ich mag den russischen Mittelfeldspieler mit seinen grauen Schläfen, der so aussieht, als würde er nach dem Spiel mit seinen zwei Töchtern zu einer lustigen Tour ans Schwarze Meer aufbrechen. Jetzt regt er sich aber auf: »Was soll das heißen? Keine Strandkörbe mehr?! Ich bin die 500 km in meinem Lada doch wohl nicht umsonst gefahren..?« Daneben Kuipers, in seiner besten Rolle: der unbarmherzige Bademeister.

44.

Beste Nachricht für die Russen: Auch die Spanier dürfen heute nur dreimal wechseln.

45.+1

Kuipers pfeift zur Halbzeit. »Alles ist offen in Moskau«, frohlockt Schmidt. Ein Satz, der in Deutschland schon einmal für falsche Erwartungen gesorgt hat.

16:55 Uhr

Halbzeitpause. Und ausreichend Zeit, um sich das Handspiel von Pique noch einmal in der Schnellanalyse anzusehen. 

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16:58 Uhr

Toll auch, dass Dzyuba beim Torjubel endlich per Schattenspiel erklärt, wie es zu seiner zehnfach gebrochenen Nase kam. Ich habe es nicht ganz verstanden, aber Osjorsk und Kneipenschlägerei kamen definitiv darin vor. 

46.

Der Wiederanpfiff wie das Comeback von t.A.T.u.: Mit Spannung erwartet, hätte keiner mehr mit gerechnet.

47.

Wie nennen eigentlich Spanier die russischen Spieler? Hijo de putin.

49.

Freunde, es hat dreieinhalb Spiele gedauert, aber endlich weiß ich, woher ich diesen Artem Dzyuba kenne:

 

51.

Die Russen auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wie ein mieser Innenarchitekt: machen die Räume eng.

53.

Russland stellt sich jetzt hinten rein. Wenn die hier gewinnen sollten, werden die, so wie ich sie kenne, auch diese Abwehrschlacht in 40 Jahren mit riesigen Paraden auf dem Roten Platz feiern. Und ein altersmilder Vladimir Putin nimmt winkend ab, während vor ihm ein überdimensionierter Weltmeisterpokal vorfährt und ihm Donald Trump die Weintrauben reicht.

55.

Ramos mit einem Querpass, wo wirklich niemand zu finden war. Haben die Russen das System der Spanier geknackt? Naja, soll sich ja auch gelohnt haben, Edward Snowden ein neues Zuhause zu geben.

58.

EIL +++ Wir sehen das erste Achtelfinale, bei dem Deutschland hätte mithalten können +++

61.

Möglichkeit für Isco, scheitert aber an russischen Abwehrbeinen. Drischt dann ein Leder wütend auf die Tribüne. Die folgende Ecke brachte nichts ein. Mal was Andres: Wen hat Spanien noch auf der Bank?

64.

Spanien weiter mit den meisten Ballaktionen. Das ist das, was Deutschland jetzt auch versucht:

67.

Dzyuba geht. Hat 20 von 33 Zweikämpfen gewonnen. Ramos am Boden. Erste Stellungnahme von Dzyuba am Spielfeldrand: If he dies, he dies.

70.

Die Spanier reichlich uninspiriert. Ganz selten eine Männerrunde so lahm gesehen, obwohl sie Koke dabei hatte.

72.

Die Russen tatsächlich jetzt mit dem HU! Die Isländer müssen sich jetzt fühlen wie eine Indie-Band, deren größter Hit massentauglich bei jedem Event verramscht und gejodelt wird. Sie sind jetzt die White Stripes der Fußballfans.

75.

Übrigens: Fedor Smolov hat die gesamte Vorbereitung am Uralgebirge verbracht. Wird jetzt bei jeder Gelegenheit von seinen Teamkollegen steil geschickt.

77.

Meine Fresse, die Drähte im Russischen Verteidigungsministerium dürften zur Stunde heiß laufen. Anrufe aus Saudi-Arabien, Katar, Nordkorea, Kuba. Alle wollen dieses neue Abwehrsystem.

80.

Dieses Lushniki-Stadion ist aber auch wirklich wunderschön. Riesengroß, aber nicht zu protzig, die Ränge ganz nah am Rasen. Ein modernes Olympiastadion. Schade, dass nach der WM irgendein drittklassiger Klub darin vor 18.000 Zuschauern spielen wird. Was mich zu der Frage führt: Hatte Hertha eigentlich schon Trainingsstart?

82.

»Beate, ich erinnere mich vielleicht nicht mehr an alles. Aber könntest du bitte das EURO-2004-Video aus dem Recorder nehmen und endlich die Weltmeisterschaft einschalten?« Otto Rehagel ist zur Stunde nicht begeistert.

84.

Und jetzt, die ganz große Chance für Spanien. Natürlich, weil der Fußball ja Geschichten schreiben will, durch Iniesta. Der den Ball quasi volley nimmt, direkt ins untere Eck. Und Akinfeev packt zu. Die mieseste Geschichtenende seit dem Ableben von Hans Christian Andersen.

85.

Trinkpause. Ich kenne Leute aus meiner Mannschaft, die sich nur für diesen Moment einwechseln lassen würden.

87.

Bei allem Respekt: Gestern ein Wahnsinnspiel zwischen Frankreich und Argentinien. Dann ein hochdramatisches Duell zwischen Uruguay und Portugal. Und jetzt soll ausgerechnet dieser Kick in die Verlängerung gehen? Als stünde man auf einem Festival und keiner gäbe eine Zugabe - außer Casper. Mittelfinger hoch. 

89.

Noch eine Minute plus X. Sergio Ramos nimmt langsam Maß.

90.

»Die Krämpfe der Russen«, sagt Schmidt, »sind zu erklären«. Aber nein, genau das ist doch das Problem: Wenn ich Hajo Seppelt richtig verstanden habe, müssten die doch jetzt die 24. Luft bekommen und Spanien durch die eigene Hälfte jagen. Oder haben die das Zeug wirklich(!) in den Ball gespritzt?

90.+2

Smolov schießt, aber Cheryshev wie ein zögerlicher Abrissarbeiter: Vergisst die Birne reinzuhalten.

90.+4

Es gibt Verlängerung. Oder wie sie in Russland sagen: Ucha.

17:54 Uhr

Krämpfe auf dem Rasen, sollen jetzt rausmassiert werden. Wann gibt es diesen Service auch für die Augen der Zuschauer?

91.

Anpfiffew.

95.

Erstmals nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die Spanier bis zur Grundlinie durch, aber wieder halten die Russen den Ball auf. Isco, Iniesta, Asensio – und kein einziger vernünftiger Angriff zu Ende gespielt. Als würden Bach, Mozart und Chopin gleichzeitig auftreten, aber am Türsteher scheitern und wieder nach Hause watscheln.

97.

Erokhin kommt. Tschertschessow darf nun in der Verlängerung zum 4. Mal einen Mann von der Bank bringen. Häufiger wurden in Russland nur Urinproben gewechselt.

96.

Woooho, aber dafür ein ganz feiner Trick von Busquets, leitet den Ball in einer Bewegung und zwei Kontakten mit der Hacke weiter. Sergio Busquets - zu deutsch: Sepp Büskens.

98.

Hätte es übrigens nicht für möglich gehalten, dass die Russen ihre Namen auf kyrillisch drucken dürfen. 

100.

Auf der anderen Seite wissen wir Deutsche ja ganz genau, was es bedeuten kann, bei einer Heim-WM einen Titelfavoriten im Elfmeterschießen zu schlagen. Falls Russland also gewinnt, vielleicht führt die Regierung dann auch die Ehe für alle ein. Oder dämmt die Arbeitslosigkeit ein. Russland wäre wieder wer. Obschon: Solange wir Söder und Seehofer noch nicht eingefangen haben, brauchen wir auf dieser Welt nicht noch mehr Geltungsbedürfnis.

102.

Aber sollte Spanien ausscheiden, dann wären so langsam auch nur noch die »Überraschungsmannschaften« bei dieser WM. Eine turniergewordene Wundertüte. Und damals am Kiosk wie heute vorm Fernseher gilt: für uns unbezahlbar. 

104.

Iago Aspas ist auch der Wollpullover unter den Flügelstürmern. Reibt sich bei jeder Gelegenheit auf. 

105.

»Egal, was noch passiert«, prophezeit Schmidt, »die Russen werden stolz sein auf ihr Team.« Das mag sein. Aber was werden sich die Schützen, die ihren Elfmeter versemmelt haben, vom Stolz kaufen können, wenn sie in Sibierens Steinbrüchen schuften?

105+1

Kuipers pfeift zum Seitenwechsel. Was witzig ist, denn genau jetzt wechsle auch ich die Seiten. Von »Verdammt, jetzt geht's auch noch in die Verlängerung« zu »Oah, jetzt bitte aber auch Elfmeterschießen«. Also, ihr wisst, was kommt. Gurkentor in der 119. Minute.

106.

Ein so schneller Seitenwechsel, dass sogar Kylian Mbappe Probleme bekommen hätte. Egal, weiter geht's.

107.

»Die Spanier bleiben ihrer DNA treu«, meint Schmidt. Und in Russlands Dopinglaboren bekommen sie spontan Schweißausbrüche. Haben die uns jetzt ertappt?

108.

Aber nein, ich will nicht gehässig sein. Wer wird denn gleich misstrauisch sein wollen, wenn die Statistiker am Ende wieder erheben, dass die Russen einen Marathon mehr gelaufen sind ... also, jeder Spieler für sich.

109.

Was war das denn?! Granat übergibt den Spaniern die größte Einladung seit Marie mich fragte, ob ich zu ihrer WG-Party kommen möchte. Läuft einfach an Ball und Iago Aspas vorbei, der ganz allein aufs russische Tor zu. Doch die Spanier wie ich: lassen alle Chancen liegen. 

112.

Man kennt das ja: Steht so im Museum, hat nie was mit Kunst zu tun, und blickt auf die Gemälde. Casper David Friedrich zum Beispiel. Und man versteht schon, was da passiert: Mann auf Felsen blickt aufs Meer. Und dann geht man weiter, in die Abteilung für abstrakte Kunst und - versteht nichts. Wo sind die Farben? Wo sind Anfang und Ende? Genau hier würde dieser Pass von Andres Iniesta stehen. Unerklärlich, unerklärlich schön.

115.

Und wieder eine kostenlose Übungsstunde der Judo-Freunde »Madrid-Petersburg« russischen Strafraum. Ramos und Pique fallen, wollen direkt den Videobeweis. Das wäre wirklich der mieseste Beweis, seit Beginn des Videobeweises. Aber Kuipers verzichtet. Mein Mann!

117.

Spaniens Angriffsbemühungen zusammen gefasst:

118.

Die Spanier beißen im Strafraum der Russen bislang auf Granat.

119.

Entlastungsecke Russland - brachte nix ein. Insgesamt diese 119 Minuten wahrlich kein Leckerbissen.

120.

Letzte Angriffsbemühungen für Spanien, aber dieser Mario Fernandes geht wieder dazwischen, definitiv einer der besten Russen auf dem Platz. Der Gastgeber taumelt nach zwei Stunden glücklich und selbstzufrieden aus der Verlängerung. Das haben wir seit Thomas Gottschalk so nicht mehr gesehen.

121.

Schuss Rodrigo – gehalten. Mittlerweile schüttet es. Ein Regentropfen für jeden spanischen Pass. Sie haben sich selbst nass gemacht.

122.

Und damit Abpfiff - Elferschießen !!!

1:0

Iniesta läuft an - trifft locker. Was Andres war nicht zu erwarten.

1:1

Was bedeutet Glück auf Russisch? Wahrscheinlich: Smolov. 

2:1

Piquentoren zählen nicht, hieß es auf dem Bolzplatz. Juckt ihn nicht drin. Verwandelt locker.

2:2 (immer noch)

Coke Zero - Akinfeew hält. ER HÄLT !!!!!Russland liegt vorn !

2:2

Kein Mensch, kein Tier, die Nummer Vier: Ignashevich trifft auch.

3:3

Ramos a la Punktas – verwandelt sicher.

3:2

Die Russen, das Land der Kosmonauten, heben gleich mit dem Luschniki ab. In unbekannte Weiten, dem Viertelfinale.

4:3

Cheryshev, der spanischste unter den Russen, trifft auch. Und jubelt danach kurz, als hätte er das Elfmeterschießen schon entschieden.

4:3 (!)

Aspas ist der entscheidende Schütze - wenn er verschießt, ist Spanien raus - UND ER VERSCHIESST - GEHALTEN GEHALTEN GEHALTEN - RUSSLAND WEITER SPANIEN RAUS

18:43 Uhr

Tschertschessow ballt die Faust, als hätte er grad gesehen, dass er noch H-Milch im Kühlschrank hat und nicht mehr zur Tanke muss. Aber: Der Kerl hat Russland gerade ins Viertelfinale geführt. Stanislaw is all you need!

18:47 Uhr

Iniestas Karriere endet genau hier, Silva versucht ihn zu trösten, doch es ist vorbei. Uns bleibt kein Witz, kein lockerer Spruch, keine Häme oder sonstirgendwas, sondern einfach nur: Danke, Andres, Alter, danke für all die Jahre Fußball - so schön und brilliant, das wir ihn nicht verstehen, sondern nur lieben konnten.

18:56 Uhr

Jetzt müssen wir uns anhören, wie Oli Kahn den großen Gaizka Mendieta daran erinnert, dass man mal in einem Elfmeterschießen verlieren kann. Das wollen wir nicht hören. Das müssen wir hören. Clockwork Orange für die Ohren. Blind sind wir nach diesem Spiel ja sowieso. Regenerieren uns jetzt kurz, dann geht es in einer Stunde schon weiter. Tschüss bzw.: Cheryshev!