Bayern München

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Bayer Leverkusen

Im Liveticker: Bayern gegen Leverkusen

Kennste? Kennste? Kennste?

Für einen kurzen Moment wirkte es so, als könnte uns dieses Spiel wirklich überraschen. Dann schlug der FC Bayern verlässlicher aus als ein Metronom. Haute für euch in die Tasten: der Ticker. 

15 Uhr

Freunde, endlich wieder Bundesliga! Juhu! Beziehungsweise: die Bayern. An der Scheißstimmung seid ihr also selber Schuld. Tragen die Clownsnasen für euch: Tobi »Uli« Ahrens und Raphael »Kalle« Weiß. 

15:08 Uhr

Toller Service: Kurz vor Spielbeginn zeigt Sky-Analyst Christoph Metzelder, wie sehr Bayer Leverkusen das Wasser zum Halse steht. 

15:15 Uhr

Und wir müssen auch James Rodriguez gratulieren. Kolumbiens Nationalspieler war trotz Länderspielpause in München geblieben, um den Trainingsrückstand aufzuholen. Heute sitzt er auf der Bank. Das zuletzt jemand derart belohnt wurde, war bei einem Weight-Watcher-Seminar, als ein Proband nach sieben Tagen ohne Essen eine Tütensuppe erhielt - aber nicht alles auf einmal essen, Jens. 

15:17 Uhr

Aber zurück zum Gegner: Unter der Woche wurde an Heiko Herrlichs Stuhl intensiver gesägt als im Hambacher Forst. Aber Rudi Völler, der hat sich an der Trainerbank festgekettet und singt: »We shall overcome!«

15:20 Uhr

Schiedsrichter Tobias Welz, im echten Leben Polizist, lässt sich schon mal die Einsatzausrüstung geben damit es gleich losgehen kann.

15:25 Uhr

Heiko Herrlich hat sich also einiges bei der Nationalmannschaft abgeschaut, und setzt Julian Brandt erst einmal auf die Bank. Wenn er so weitermacht, dann folgt also in zwei Monaten eine PowerPoint-Präsentation ohne Aussagekraft und irgendein Türke muss gehen. 

15:27 Uhr

Soll aber keiner sagen, die übrigen Bundesligisten würdigen den Wettbewerb nicht mehr. Leverkusen heute in Nadelstreifen. Bayern in Trainingsjacke. Bezeichnend. 

15:29 Uhr

Jetzt wird spekuliert, ob Julian Brandt vielleicht schon in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden könnte. Sitzt quasi als Warnung für die Bayern vorerst nur auf der Bank. Klar, die zittern natürlich. Eben noch in der Kabine folgender Dialog. »Waaaas?! Die haben DEN Julian Brandt? Und der soll heute spielen?«. Einer kotzt vor Angst spontan in den Mülleimer. Ein anderer weigert sich, überhaupt anzutreten. Ein Nationalspieler in München, da können die Bayern einpacken.

1.

Anpfiff. Noch immer 0:0. Vielleicht ist heute alles möglich.

2.

Und wir haben großes Glück, Frank Buschmann kommentiert. Schlage Kollege Weiß vor, dass wir für jedes »Ratatataa«, jede »Fanta ohne Eis« und jede übertriebene Äußerung einen trinken. Er warnt, wir könnten betrunken völsjgfhsdb fvobv.. Oh Gott!

3.

Elfmeter? Thiago hat den Ball im Strafraum an den Arm bekommen? Der Videoschiedsrichter schaut noch einmal drauf. Wenn der Bayerndusel irgendwo sitzen sollte, dann sicherlich in Köln...

4.

Elfmeter! Tatsächlich. Weiß, seit Kindertagen Bayern-Fan, schreibt sogleich einen Brandbrief an den DFB inklusive Drohung eine eigene Superliga ohne Handspiel zu gründen.

5.

Unfassbar! Volland verschießt, dann schießen drei Leverkusener Manuel Neuer an. Der Ball im Aus. Aber der Elfmeter wird wiederholt, weil ausschließlich Bayern-Spieler zu früh in den Strafraum reingelaufen sind. Eine Aktion, für die selbst Buschmann die Superlative fehlen.

6.

Weiß ruft derweil in Madrid, Manchester und Mailand an. Verdammte Superliga, jetzt.

7.

Und Wendell trifft, im siebten Nachschuss, wenn wir richtig mitgezählt haben. Aber egal, denn Wendell trifft, mitten ins Herz der Langeweile. »We got a game«, brüllt Buschmann, vielleicht. Auf jeden Fall: 1:0 für Leverkusen.

7.

Verdutzte Gesicher auf der Bayernbank. Niko Kovac trägt seinen Sylt-Pullover wie ein Schutzschild über den Rücken, als er erwarte er sogleich den Dolchstoß aus der Münchener Präsidiumsloge. Bayern liegt zurück und fürchtet: Wird die Meisterschaft wohl erst im April gefeiert?

9.

Und jetzt? Tor für die Bayern! Nicht schön gespielt, sondern mit der ganzen Wut eines zurückliegenden Serienmeisters in Tor gedrängt. Erst schießt Tolisso Tah nur an, dann tropft der Ball auf seinen Außenrist und von dort per Bogenlampe ins Netz. Ein Tor, mit so viel Wut durch den Strafraum gejagt, dass sich Hans-Georg Maaßen spontan seinen Ablauf bezweifelt.

11.

Nicht genug, dass jeder zweite Fußballverein den Spruch »You'll never walk alone« adaptiert. Nun wirbt auch Cosmos Direkt damit - und Steven Gerrard wird tatsächlich noch ein bisschen melancholischer.

12.

Wir begrüßen auch alle Sky-Go-Nutzer, die sich so eben über das 1:0 freuen.

14.

Süle foult Havertz. Toll, dass die beiden Nationalspieler trotz nächtelanger PS4-Sessions beim DFB schon wieder fit sind.

16.

Herrlich forderte vor dem Spiel: »Wille, Einsatzbereitschaft und absolute Geilheit.« Trotz des Ausgleichs: Die Botschaft scheint angekommen zu sein. Seine Jungs gehen steil wie ein Junggesellenabschied in Prag. Die Mitreisenden auf der Rückfahrt im Flixbus nach Leverkusen können uns nur leid tun.

18.

Im Tor der Leverkusener zum ersten Mal Lukas Hradecky, seines Zeichens Pokalsieger und Bierliebhaber. Lässt sich viel Zeit mit dem Abschlag, aber wer will es ihm verdenken? Bei ausreichend langer Nachspielzeit kann er zum Oktoberfeststart das erste Fass anstechen.

20.

Tooooor für die Bayern! Worüber wir uns grundsätzlich nicht freuen würden, aber dieses Tor, es ist so wunderschön, es würde jede Miss-Wahl gewinnen. Tah lässt den Ball läppisch abtropfen, Robben bekommt das Ding und setzt es nach einem Aufsetzer ansatzlos in den Winkel. Eine so perfekte Flugbahn, dass Forscher von der NASA seine Formel errechnen wollen. Die Lösung? 2:1.

21.

So einfach dreht der FC Bayern die Führung eines Champions-League-Aspiranten. Will.I.Am flüstert auf der Tribüne: »What's wrong with the world Mama?«

22.

Alles beim Alten also. Frank Buschmann nutzt die Gelegenheit und kündigt eine Sendung an: »Sido mit Gattin Thomas Anders wird kommen.« Wir sind tatsächlich interessiert.

24.

Heiko Herrlich hat anscheinend seine Taktik überdacht, steht an der Seitenlinie und deutet immer wieder aufgeregt nach hinten. Seine Spieler sollen sich wohl in die Nordtribüne stellen und das Spiel einfach genießen.

26.

Gute Nachricht für die bayrische Aluminiumwirtschaft: Herrlich wechselt Brandt ein.

27.

Grund des Wechsel ist anscheinend eine Bender-Verletzung.

29.

Auf der anderen Seite ist es schon fazinierend zu beobachten, wie die Bayern bestehende Probleme gelassen runterspielen. Wenn sie so weitermachen, sind sie als Nachfolgekandidaten fürs Innenministerium zu empfehlen.

31.

Frank Buschmann erkennt beim Robbens Schuss übers Tor ein Paradebeispiel. Hradecky musste aber gar nicht eingreifen.

32.

Und wieder Robben auf der rechten Seite, setzt sich gegen Brandt vorbei mit seinen kleinen, perfekten Trippelschritten. Zeigt auch in der x-ten Bundesligasaison dem x-ten vielversprechenden Talent, dass er einfach besser ist, dass auf ihn Verlass ist. Es tut mir nur leid um ihn, dass er nach seiner Karriere von deutschen Automobilwirtschaft auseinandergeschraubt werden wird, damit die endlich ihre Garantieversprechen in den Griff bekommen. »Ja natürlich, Frau Wolf, sie können mir vertrauen. Der Motor läuft und läuft und läuft...«

34.

»Wer pfeift, hat Recht«, sagt Buschmann - und prustet ins Mikrofon. Soviel dazu.

35.

Leverkusens Abwehr schwimmt derart in der eigenen Hälfte, dass es mich nicht wundern würde, wenn Herrlich gleich auch noch Paul Biedermann einwechseln würde.

36.

Die Deutsche Post schaltet auf der Bande eine Werbung mit: »Jetzt bewerben!« Heiko Herrlich notiert sich gerade die Infos auf seinem Zettelchen.

38.

An der Stelle von Heiko Herrlich würde ich der Mannschaft ab kommender Woche den Gang in den örtlichen Supermarkt verbieten. Denn wie jeder weiß, hat dort - es ist ja Mitte September - der Verkauf von Lebkuchen und Schokoweihnachtsmännern begonnen. Und die Leverkusener scheinen derart in Stimmung, sie machen den Bayern andauernd Geschenke.

40.

Tolisso liegt verletzt am Boden. »Eine Ferndiagnose ist jetzt Käse«, weiß Buschmann. Nur um fünf(!) Sekunden später festzustellen: »Könnte was mit den Innenbändern sein.« Wir machen uns derweil gelassen eine Packung Gorgonzola auf.

41.

Szenen wie bei Argentiniens WM-Mannschaft. Niko Kovac fragt erst Rafinha um Erlaubnis, bevor er James für den verletzten Tolisso bringt.

43.

Wie Leverkusen versucht, irgendwas aus München mitzunehmen. 

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44.

Tolle Sache, pünktlich zum Herbst erinnert uns der Ornithologe unsere Vertrauens, Arjen Robben daran, dass die Schwalben wieder tief fliegen.

45.

Thiago grätscht Havertz locker ab, steht danach auf, als wäre nichts passiert. Als hätte er sich nie vor einer Niederlage gefürchtet. Mein Gott, der Mann steht dort so abgezockt, er würde wahrscheinlich Mel Gibson in »Maverick« bezwingen.

45.+1

Kleines Missverständnis: Die Tafel mit der Fünf, die gerade hochgehalten wird, zeigt nicht die Nachspielzeit an. Kovac teilt seiner Mannschaft lediglich mit, wie viele Tore sie Leverkusen heute einschenken soll.

45. +4

Uli Hoeneß ist heute natürlich auch im Stadion. Angeblich beobachtete er Spieler. Im Blick: alle Leverkusener unter 23 Jahren. Nicht, dass die noch der Bundesliga verloren gehen.

45.+5

+++ EIL: Kurz vor der Landtagswahlen sehen Bürger die Roten vorne. +++

16:29 Uhr

Giovane Elber, umschlossen von Michael Leopold und einem X-Faktor-Moderator (wie wir jetzt wissen), also quasi in der Zange des Unwohlseins, lacht einfach alles weg. Mein Gott, ich glaube, ich lasse meine innere Stimme jetzt immer mit Elber-Akzent sprechen, dann bin ich immer glücklich: »Ja gut, Toobi, machst du ein bisschen Lachen, machst du ein bisschen Samba. Leben is schööön.«

16:32 Uhr

Gemeint ist leider nicht die X-Factor-Serie mit Jonathan Frankes. »Ihr dachtet wirklich, Leverkusen würde in München gewinnen?! Diese Geschichte ist leider... völlig frei erfunden.«

16:37 Uhr

Buschmann sieht sich nochmal die Szene an, in der sich Tolisso bei einem Zusammenprall verletzte: »Ich nenne das immer Knie-an-Knie.« Ich wills mal so sagen: Wenn die anderen Medizinbegriffe auch so einfach wäre, säße ich jetzt nicht hier, sondern im OP-Saal. »Schwester Eva, wie heißt nochmal dieses pulsierende Ding?« »Das ist das Herz.« »Sie meinen Bums an Bums.« »Was?« »Was?«

46.

Es geht weiter. Bayern führt noch immer, sind so nicht zu schlagen.

46.

Es dauerte übrigens zehn Jahre und ein Interview von Lothar Matthäus in der Münchner Abendzeitung, um Thomas Müller zu entschlüsseln. Offensives Mittelfeld? Quatsch! Hängende Spitze? Was für ein Unsinn! Laut Matthäus ist Müller am besten auf der Acht. Auch der Spieler scheint erleuchtet, ordnet in bester Toni-Kroos-Manier das Spiel, schlägt zentimetergenau Seitenwechsel - beziehungsweise, spielt den Ball fünf Meter weit zu einem Leverkusener.

48.

Noch kein Tor in der zweiten Halbzeit, die Bayernfans werden langsam unruhig.

50.

Kimmich und Robben stehen sich auf der Außenbahn gegenseitig auf den Füßen. Irgendwo in der Ferne hört man Pep Guardiola leise wimmern. Wie hat Kovac diese Mannschaft nur zu Grunde gerichtet?

52.

Kontersituation für Leverkusen, doch Brandt nimmt das Tempo raus. Man will ja nicht in München ins offene Messer laufen.

54.

»Auf geht's ihr Roten« hallt es schleppend langsam durch die Allianz Arena. Selbst die aktiven Fans lassen sich vom Spiel ihrer Mannschaft einlullen

56.

Leverkusen versucht irgendwie das Offensivspiel zu beleben. Klar, irgendwie will sich Heiko Herrlich schließlich auf seinem Trainerstuhl halte.. oh.

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58.

Jerome Boateng tut was für seine Packingrate, überspielt mit einem Pass das gesamte Leverkusener Mittelfeld, also alle beiden Spieler.

60.

Mats Hummels und Leon Goretzka haben heute auf der Tribüne Platz genommen, aber mal ehrlich: Wie glücklich und zufrieden sieht bitte Jan Ullrich aus?! 

62.

Eine Stunde gespielt, Leverkusen seit 55 Minuten ohne jede Torchance. Aber sicherlich, wer wird sich nicht freuen, wenn die ARD im DFB-Pokal einen mutig nach vorne spielenden SV Rödinghausen zeigen wird, der gegen die Bayern dann wohl zweistellig kassiert. 

64.

Auf der anderen Seite, es ist ein Erlebnis mit Kollege Weiß dieses Spiel zu tickern. Während man selbst auf den Bildschirm blickt und nur von der Seite ein aufstöhnendes: »Mei, ist das gut gespielt« hört. Weiß, diese menschgewordene Südtribüne, der sich noch wirklich ärgert, wenn sich ein Tolisso verletzt, weil der FC Bayern ja jetzt nur noch James und Martinez und Goretzka als Alternativen zur Verfügung hat. Der Bayern-Fan, man möchte ihn einmal von Sir David Attenborough erklärt bekommen haben. 

65.

Buschmann mit einer derart haarsträubenden Überleitung zur Werbung eines Hollywoodfilms, dass wir uns nicht wundern würden, wenn Günter Netzer gleich neben ihm sitzen würde, nur um einzuwenden: »Nein, Herr Delling, Sie sehen das mal wieder völlig falsch...«

67.

Aber nun gut, Leverkusen, mit dieser aufregend jungen Offensivreihe, strahlt auch wirklich keinerlei Gefahr aus. Man sieht die Namen, die Brandts, Vollands, Baileys und bekommt am Ende nur Tin Jedvaj zu sehen. So müssen sich Tindernutzer fühlen, wenn sie merken, dass ihr Date für die Profilfotos einen kleinen Photoshopkurs belegt hatte. 

69.

»Ich bin immer vorsichtig mit Spieldaten«, sagt Buschmann, der ja sonst eigentlich mit kaum etwas vorsichtig ist (ganz besonders nicht mit seinen Stimmbändern), »am Ende sieht man die Daten, und versteht nicht, wie dieses Ergebnis zustande kam. Aber heute passts.« Was natürlich nicht stimmt. Denn das müsste es hier 5:0 stehen. 

71.

Volland ist als da vorne so vereinsamt - immer wenn er den Ball fordert, ruft er nach Wilson.

73.

Mannschaften, die dem FC Bayern heute mehr Probleme bereiten würden, als Bayer Leverkusen:

- Bayern München II
- Brasiliens Nationalmannschaft von 1960 (nicht zu damaliger Zeit, sondern jetzt)
- Bayer Leverkusen U9

75.

Leverkusen mit Pressing. Beziehungsweise, mit einem Versuch davon. Einem Versuch, der einer Schulklasse von Hebammenauszubildenden wahrscheinlich die Tränen ins Gesicht treiben würde. 

79.

Eingewechselt, sieben Minuten gekickt, mit rot wieder runter. Karim Bellarabi will lieber Bundesliga Konferenz schauen.

82.

»Die Mannschaft ist nicht ins sich zusammengefallen«, versucht Buschmann das Positive aus dem Leverkusener Spiel zu ziehen. Aber nun gut, wer einen Eindruck davon gewinnen will, diese Mannschaft einbrechen zu sehen, sollte mal »Zusammenbruch Souterrainwohnung« eingeben. 

84.

Hradecky treibt seine Mannschaft nochmal nach vorne, gestikuliert, schreit. Man könnte fast meinen, Johann Strauss hätte seinen berühmten Marsch extra für ihn komponiert.

85.

Und plötzlich erwacht die Redaktion, denn ich merke, dass am kommenden Wochenende die Bayern nach Berlin kommen. Und Hertha führt ebenfalls. Also spielt der Tabellenerste gegen den -zweiten, Spitzenspiel. Und das könnte vielleicht bedeuten, dass im Olympiastadion sogar mal alle Blöcke geöffnet werden. Willkommen, in der Sporthauptstadt.

87.

Leverkusen müsste jetzt mal was riskieren, mal den Ball nach vorne treiben, schießen. Doch stattdessen passen sich die Bayern den Ball zu. Robben und Müller kombinieren vor der gegnerischen Viererkette. Dieses Spiel, es ist so langweilig und vorhersehbar, es macht Pointen von Mario Barth Konkurrenz.

88.

3:1 - Kopfball James. Kennste? Kennste? Kennste?

89.

»Deckel ist druff«, sagt Buschmann. Ein Satz der auch häufiger in Berliner Techno-Clubs als Entschuldigung fällt, wenn sich der Kumpel wieder daneben benimmt.

90.

Bezeichnend auch, wie Hradecky noch immer denkt, dass »Bruuuuda, schlag den Ball lang« ein Allheilmittel gegen die Bayern wäre. Zum 27-mal an diesem Nachmittag pflückt Süle den Ball anschließend ungehindert aus der Luft.

90.+2

James im Abseits, haben auch die Schiedsrichter gesehen. Schiri Welz nutzt die Unterbrechung, um bei den Kollegen in Köln zu fragen, ob sie noch wach sind.

17:27 Uhr

Und dann ist es vorbei. Die Bayern schlagen Leverkusen so ungefährdet, dass Energiekonzerne darüber nachdenken, drumherum ein bisschen Wald zu roden. Gut möglich, dass der Trainerstuhl von Heiko Herrlich gleich mitabgesägt wird. Verabschiedet sich von euch und den schlechten Wortspielen, die Humorholzfäller eures Vertrauens. Ciao.