Hamburger SV

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Schalke 04

HSV-Schalke im Liveticker

Auf den Hunt gekommen

In einem rasanten Spiel inklusive Hunt-Sonntagsschuss schlägt der Hamburger SV Schalke 04 mit 3:2 – und hat plötzlich wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Wie immer ein hoffnungsloser Fall: der Liveticker.

18:04 Uhr

`Nabend. Oder wie sie heute in München um 17:18 Uhr gesagt haben: Gähn. Schütten sich nach diesem einschläfernden Samstagnachmittag jetzt erstmal einen Eimer Wasser ins Gesicht: Ilja »Wachmacher« Behnisch und Max »nur-noch-5-Minuten« Dinkelaker.

18:10 Uhr

Ecki Häuser sagt, Titz habe durchaus schmunzeln müssen bei der Kindergarten-Grafik, die Sky grade auf die Bildschirme gelegt hatte, um auf die vielen jungen Spieler in der HSV-Startelf hinzuweisen. Aber was soll der arme Mann auch anderes machen? Häuser eine reinhauen?

18:13 Uhr

SKANDAL+++SKANDAL+++SKANDAL+++

Franco Di Santo nicht in der Startelf. An seinem Geburtstag!!! Aber, und deshalb lieben wir den Mann. Sogar auf der Bank wird er noch anlaufen. Zur Not eben blutrot vor Wut.  

18:15 Uhr

Jetzt ein animiertes Dino-Skelett im Studio. Für Matthäus Geschmack natürlich trotzdem zu dick. 

18:20 Uhr

Noch zehn Minuten bis zum Anpfiff. Oder wie Mertesacker sagen würde: Würg.

18:22 Uhr

Wie oft die Tipico-Kameras beim Werbedreh mit Oliver Kahn wohl gesprungen sind, als die Regieanweisung »Jetzt bitte lächeln, Oli« kam?

18:24 Uhr

War das grade Martin Gross oder die 2014er Version von Kai Diekmann?

18:26 Uhr

Vorneweg eine Warnung: Beiden Mannschaften könnte hier die Frische fehlen, schließlich waren sie ja jeweils unter der Woche gefordert. Sowohl für den HSV als auch für Schalke ging es noch am Mittwoch um die goldene Ananas.

18:27 Uhr

Wenn Papadopoulos von Titz wirklich begnadigt wurde, warum muss er dann heute trotzdem für den HSV spielen?

1.

Anstoss. Klappt. Tedescos Matchplan geht mal wieder voll auf. Toll.

2.

So. Aaron Hunt als alleinige Spitze des HSV. Was ungefähr so plausibel klingt wie: Lyrics by Lothar Matthäus.

3.

Abtasten noch auf dem Rasen. Zeit für Gedanken. Bayern also Meister. Mal wieder. Toll. Und Schalke? Meister der Herzen? Dortmund der Herzen? Schalke der Herzen? Und was davon ist schlimmer? Lösungen bitte an gähn@11freunde.de

4.

Hamburg dann doch gleich mal mit viel Dampf. Wie eine richtige, wie heißt das Wort, das man in Hamburg so lange nicht mehr in den Mund genommen hat? Ach ja, wie eine richtige Fußballmannschaft. Dann Abstoss Schalke. Bezeichnend.

6.

Fun Fact: Immer wenn ich Hamburgs Trainer Christian Titz sehe, suche ich in Gedanken nach meinem Geographie-Buch und der Ausrede, warum ich noch immer nichts über die Plattentektonik Asiens weiß. Und Doppel-Fun-Fact: Wenn ich dann die Hamburger Spieler sehe, denke ich mir: Denen geht es ähnlich.

9.

Papadopoulos mit der zehnten gelben Karte. Schaut beim nächsten HSV-Spiel in Hoffenheim zu. Ein Problem weniger für den HSV. Würde man denken. Aber dann: Freistoß Caliguiri, Kopfball Naldo, Tor Schalke. 1:0 für Schalke. Bzw.: »Hör mir auf, Du« für Hamburg.

10.

War aber auch nicht mit zu rechnen, dass der 1,98 Meter Winzling Naldo im Strafraum für Gefahr sorgt. Und dann, das zeigt die Zeitlupe, ist er auch noch mit der Hand dabei. Läuft nicht für den HSV. Bzw.: Alles wie immer.

13.

Hunt mit dem Versuch eines Lupfers. Mit der Vehemenz, als wolle er eine Gruppe präpotenter Schläger zur Räson rufen mit den Worten: Oohm, Freunde, Oohm. Macht ihn auf der anderen Seite glatt zum besten Stürmer, den ich in dieser Saison im HSV-Dress gesehen habe. Das Leben ist eine Geschichte der Kehrseiten.

16.

Regel Nummer 23 des Fight Club: Julian Pollersbecks Optik kommt 19 Jahre zu spät.

17.

BREAKING+++BREAKING+++BREAKING+++
Pollersbeck und Harit in Rechtsstreit mit dem selben Friseur.

18.

DAS 1:1 FÜR DEN HSV, sogar durch Kostic. Beziehungsweise: »Nimm du ihn, ich hab ihn sicher«.

19.

Und so ist es passiert: Langer Einwurf für den HSV, Naldo geht nicht hoch (ist ja auch nicht der gegnerische Strafraum), Fährmann kommt nicht raus und Caliguiri kommt zu spät. Deshalb hat Kostic alle Zeit der Welt und nickt einfach ein. So wie Artoro Vidal grade im Mannschaftsbus der Bayern. 

21.

Anscheinend ist das mit den langen Einwürfen die Taktik von Titz und seinem HSV, denn mit einer fast identischen Szene kommen die Hamburger gleich zur nächsten Chance. Tedesco fehlt wohl die Geduld, um seinen Jungs ein taktisches Gegenmittel zu erklären. Oder die Buntstifte.

24.

TITZ REIN!

26.

Dinge, die weniger erfrischend sind als der HSV unter Titz: 
- Eiswürfel
- eine Cola aus der Dose
- dieser Prinz aus Bel Air
- Wildschweinkinder

27.

Nächster guter Angriff vom HSV. Hunt spielt auf Ito, der weiter auf Waldschmidt, der fast freie Bahn Richtung Schalker Tor hat. Am Ende aber alles wie eine Hauskatze: halb so wild.

29.

Ulkig, dass man jetzt tatsächlich denken könnte, der HSV würde dieses Spiel gewinnen. Wo doch alle wissen, dass Caliguiri in der zweiten Hälfte einen glücklichen Elfer zum 2:1 für Schalke verwandeln wird.

30.

Lewis Holtby mit einem Torschuss. Heute ist alles möglich.

32.

Schalke darf die 1. Base nicht so unbewacht lassen. Meine Meinung.

33.

Tedesco schickt di Santo zum Aufwärmen. Will wohl das 1:1 über die Zeit bringen.

36.

Für alle Latein-Freaks unter Euch: Harit ist Indikativ für »naja«.

39.

Schalke steht tief, wartet ab. Sie wissen: Die Ausgangslage für das Rückspiel ist nahezu ideal.

41.

Kommentator Michael Groß wundert sich: »Der HSV spielt Fußball!« Und ja, in der Tat, das, was der gute Mann da kommentiert, ist ein Fußball-Spiel. Das, was der HSV da auf den Rasen bringt, ist allerdings trotz aller Mühe eher eine dünne Suppe. Als würde jemand mit dem Taschenrechner versuchen, das Alphabet zu schreiben.

43.

Erster Eckball für Schalke. Der mündet in: Freistoß Hamburg. Auch dünn. Und also auch: Selten waren sich Schalke und Dortmund näher als derzeit. Zumindest spielerisch.

44.

»Harit bewirbt sich für eine Auswechslung in der Pause«, so Kommentator Groß. Wenigstens einer, der alles richtig macht. Also Harit.

45.

Hunt mit dem Eckball. Oder Eckball mit dem Hunt. Angesichts der totalen Gefahrlosigkeit, die von dieser Szene ausgeht, ist das so leicht nicht zu benennen.

19.20 Uhr

Halbzeit in Hamburg. 1:1 zwischen dem HSV und Schalke. Hätte genauso gut ein 0:0 sein können. Oder ein »Alter:Ernsthaft«. Bezeichnend.

19:22 Uhr

Halbzeit. So gut war lange kein Hamburger mehr.

via GIPHY

19:25 Uhr

Matthäus hätte beim Naldo-Tor auf Hand entschieden. Es war also doch regulär.

19:28 Uhr

Jetzt Interviews mit den Meistern. Ribery, Robben, Ulreich. Und dann: Wagner. Plötzlich freut uns diese Meisterschaft doch.

19.34 Uhr

Sky-Edel-Fieldreporter Ecki Häuser hatte die Möglichkeit, in der Halbzeitpause mit Piotr Trochowski zu reden. Weiter ein Spiel ohne Gewinner also.

46.

Anstoss zur zweiten Halbzeit. Und wieder also greift der Videobeweis nicht ein, wenn er sollte.

46.

Meyer und Embolo raus, McKennie und di Santo rein. Tedesco setzt also ein Zeichen. Dieses hier: ?

49.

Sakai mit einer Schuss-Chance. Knapp am Pfosten vorbei. Also der Schuss.

52.

L E C K M I C H A M L E W I S ! ! ! Holtby mit dem 2:1. Nach Ito Dribbling über links, nach Hackenversuch, der noch geklärt wird, und dann irgendwie, wie ein Köpper ohne Wasser, wie eine Kopfnuss ohne Kopf, will Holtby diesen Ball ins Netz. Und der Ball gehorcht. Hamburg lebt. Also: Ist immer noch ein scheiß Leben. Aber ein Leben. Womit der HSV ab sofort mein neuer Lieblingsverein ist. Wegen der Ähnlichkeiten.

55.

Kollege Dinkelaker findet »Holtby irgendwie geil«. JETZT PLÖTZLICH! Der lausigste Erfolgsfan der Welt. Meine Meinung.

56.

Nastasic mit bösem Foul gegen Hunt. Fünfte gelbe Karte für den Schalker. Dumm, unmotiviert, übertrieben. Einer für den HSV?

57.

+++BREAKING NEWS: Hamburg in der »Hamburg gegen Schalke am 29. Spieltag«-Tabelle jetzt auf dem ersten Platz.

59.

Gut. Gut. Gut. Ganz ehrlich, Freunde. Das macht Bock jetzt. Hamburg geiler als der Fanclub »Freunde dämlicher Junggesellen-Abschiede auf der Reeperbahn e.V.«. Rennt, grätscht, feuert sich an. Was wieder sehr an mein Liebesleben erinnert. Und dann Hunt mit dem Schuss, Fährmann blockt nach vorne ab, Waldschmidt drüber. Was wieder sehr an mein...lassen wir das.

61.

Dass der HSV führt, ist irgendwie komisch. Denn bislang spielte Schalke unter Tedesco doch wie Axel Schulz: Unattraktiv, aber erfolgreich.


63.

Dinge, die Christian Titz hätte retten können:
- die Titanic
- Griechenland
- 1860 München

64.

Dinge, die Christian Titz nicht retten kann:
- den HSV
2:2, Burgstaller.

65.

Immer, wenn Guido Burgstaller trifft, falten sich irgendwo in Kanada zwei Holzfällerhemden aus Respekt von selber zusammen.

65.

Burgstaller sieht Gelb. Oder wie sie in Freiburg sagen: Scheiß drauf.

68.

Der Ticker ist viel zu oft viel zu negativ. Und gerade auf dem HSV hacken wir andauernd rum. Daher jetzt mal ein Kompliment. Für einen Hobbyfußballer spielt Aaron Hunt wirklich hervorragend.

69.

Goretzka versucht es bei einem Konter ohne Not und etwas frech per Lupfer. Wäre das hier die Kreisliga, wäre er grade einen Kasten losgeworden.

71.

Flanke von Ito aus dem Halbfeld – und mitten ins Nichts. Kein Wunder, dass ihn Winfried Schäfer seit Jahren nicht mehr für die kamerunische Nationalmannschaft nominiert.

73.

Jetzt eine gelbe Karte für Steinmann. Der sich lieber auf das konzentrieren sollte, was er kann: 

74.

2:2, mit dem Rücken zur Wand, mit mehr als einem Bein in der Zweiten Liga. Logisch, dass Titz jetzt Albin Ekdal bringt.

77.

Wobei man Titz ja auch fragen muss: Wann wechselt er endlich Pierre-Michel Lasogga ein?

80.

Arp kommt für Waldtschmidt. Und mir fällt nix ein dazu. Meine Parallelen zum HSV werden immer frappierender.

83.

Wenn ich euch jetzt hier schreiben würde, was Kollege Dinkelaker von Jatta hält, wäre Polen offen. Aber der Mann denkt auch, es heißt »Baumfällerhemd«, nicht Holzfällerhemd.

85.

Und dann. Dann. D A N N ! ! ! WIR HABEN ES JA IMMER GEWUSST: AARON HUNT mit einer Mittelstreckenrakete aus Bremen Süd, mitten in den Knick. Ein Bolzenschuss für Fährmann, ein Bolzenschuss für Schalke, eine einzige Konfetti-Kanone für den HSV. Wenn ich Erfolgsfan wäre, würde ich mir jetzt eine HSV-Raute auf die fünf noch funktionierenden Synapsen tattöwieren. Hat aber grad kein Tattöwierer mehr offen. Bitter.

88.

Sakai jetzt schon mit dem dritten Trick in diesem Spiel. Was die Gesamtzahl seiner Karriere-Tricks auf drei schraubt.

89.

Finde den Fehler: »Hunt zieht den Sprint an«. Aber der Mann hat schließlich eine Rakete im linken Fuß. Was soll der Mann noch schneller laufen als die Sonne wandert? Eben.

90.

Vier Minuten Nachspielzeit. Die Zuschauer pfeifen. Verständlich. Normalerweise sind sie um diese Zeit schon längst enttäuscht auf dem Heimweg.

90.+2

Der HSV behält der Nerven und die Spielkontrolle. Schalke bleibt erschreckend ideenlos und ungenau. Der HSV der Herzen.

90.+4

Ein letztes, mächtiges Flackern noch der Schalker Grubenkerze. Naldo nach langem Holz mitten im Strafraum und frei zum Kopfball, doch Pollersbeck fährt die Blondierung aus und klärt den Ball. Und dann ist es vorbei. Hamburg jubelt. 17. Platz in der Bundesliga. Läuft.

20.25 Uhr

Und das war es dann. Der HSV gewinnt mit 3:2 gegen Schalke, Christian Titz wird nachträglich zum Hamburger des Jahres gekürt, Neugeborene der Hansestadt werden per Dekret ab sofort nur noch Aaron genannt. Nur noch 20 Punkte bis auf Platz sieben! Lässt die Kirche im Dorf: der Liveticker. Gute Nacht.

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