Gladbach

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BVB

Gladbach gegen Dortmund im Liveticker

Matschday

Ein Platz wie in der Kreisliga, ein Spiel zum Verlieben: Dortmund schlägt Gladbach dank Marco Reus mit 1:0. Suchte 90 Minuten im Schuppen nach dem Vertikutierer: Der Liveticker.

19:59 Uhr

Und das war's, Dortmund gewinnt 1:0 in Gladbach, die so langsam aber sicher in einer veritablen Krise versinken. Wenn sie nicht zuvor schon im Treibsand des Gladbacher Stadionrasens versinken. Peter Stöger unterdessen schon auf dem Weg in den Fanshop, um BVB-Partyzubehör zu kaufen, um den Sieg zu feiern. Wir belassen es dabei und machen schnell den Receiver aus, bevor das nächste mal diese fürchterliche Tipico-Werbung kommt und uns Schläge androht. In diesem Sinne, schönen Abend noch.

94.

30 Sekunden noch, Freistoß Gladbach, Zeit für ein langes Ding. Aber schnell den Ron-Jeremy-Film ausmachen, sonst verpasse ich hier noch was.

93.

Komisch eigentlich, dass Bürki mitspielt, aber so gar nichts gegen den Lochfraß im Rasen unternimmt.

91.

Nächste Ecke Gladbach. Bislang haben sie bewiesen, was ich schon immer gesagt habe: Das Rheinland hat einfach keine schönen Ecken.

88.

Apropos Luboja, der ist neuer HSV-Sportdirektor. Ha. Kleiner Gag. Also vielleicht. Ich weiß es wirklich nicht.

87.

Auch auf dem Platz mittlerweile: Patrick Herrmann. Bobadilla mittlerweile raus. Seine Frisur schon wieder auf dem Weg zurück in ein Fotoalbum von Daniel Luboja.

84.

Batsuahyi heute ürigens ziemlich ungücklich. Aber: Der Mann wird von den Gladbachern auch ordentlich zugestellt.

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83.

Reus jetzt runter, dafür Dahoud auf dem Platz. Reus 'n Dahoud, quasi. Wenn Stöger jetzt noch Ice Cube oder Cuba Gooding Jr. bringt, hat er zumindest eine gute Chance auf den Oscar für die beste adaptierte Einwechslung.

79.

Heute irgendwo gelesen, dass Bürki bereits achtmal zu Null gespielt hat. Ist ja drauf und dran, die neunte weiße Weste folgen zu lassen. Und das, obwohl der Mann ein Drittel der Saison unter Peter Bosz gespielt hat. Das ist, als würde man zwanzig Kilo abnehmen, obwohl man morgens zum Frühstück erstmal eine Dose Gulaschkanone trinkt.

76.

Roman Bürki macht ein Riesenspiel, sagt Fuss. Allerdings probieren es die Gladbacher auch immer mit Schüssen auf die falsche Ecke. Nämlich auf die lange. 

75.

Götze geht, was wir zum Anlass nehmen müssen, um ein paar Dinge und Menschen aufzuzählen, mit denen in Zukunft zwingend zu rechnen sein wird, jetzt, wo selbst Götze und Schürrle wieder in Form zu kommen scheinen:
- die Guano Apes
- Frufoo von Onken
- Markus Maria Profitlich
- viel zu fette Schnürsenkel (aka Phat-Laces)
- Srdjan Lakic
- die SPD

73.

Was viele ja nicht wissen: Julian Weigl und Lars Stindl wurde vom gleichen Schuft das Dehnungs-E geklaut. 

71.

Und kurz nachdem Elvedi Bürki zur nächsten Parade zwingt, geht uns der Puls hoch. Denn tatsächlich liegt da Reus nach einem Foul von diesem Elvedi auf dem Boden und hält sich die Wade oder das Schienbein oder den Knöchel. Was er sich sicherlich alles schon mal gebrochen hat. Weswegen wir jetzt einfach hoffen, dass alles in Ordnung ist. Keine Pointe. 

70.

Kürzlich beschwerte sich meine Freundin (mit einem Lächeln, sie ist ja kein Unmensch!), dass ich jeden Tag als allerzweites, also gleich, nachdem ich die Augen öffne, mit der Verlässlichkeit einer nagelneuen Swatch-Armbanduhr rülpsen würde. Die nagelneue Swatch-Armbanduhr habe ich zwar dazu gedichtet, um der Geschichte mehr Wucht zu verleihen, und die Sache mit dem Rülpsen hat mit dem Spiel an sich nicht viel zu tun, allerdings hat das, was Gonzalo Castro gerade in der eigenen Hälfte veranstaltet, ja auch nicht sonderlich große Gemeinsamkeit mit dem, was man sich landläufig unter Fußball vorstellt. Deswegen Gelb. Für uns beide. 

69.

Gladbach hat Chancen, Gladbach kämpft, Gladbach versucht sogar, Fußball zu spielen. Aber: Gladbach steckt langsam wirklich tief im, nun ja, Schlam(m)assel.

66.

BREAKING: Idee für Gladbacher Heimtrikot beim Gang über innerstädtischen Zebrastreifen entstanden.

65.

Der hier angeschlagen zu sein scheint. Vielleicht auch besser so, denn wenn Michy Batshuayi heute tatsächlich wieder trifft, ist er nächstes Jahr bei den Bayern nachher noch mehr als nur eine Alternative zu Robert Lewandowski. Was ja keiner wollen kann. 

62.

Geht in dem ganzen Trubel ein bisschen unter, aber: Torkrise bei Batshuayi! 

61.

Raketenabschluss von Reus, aber der Schweizer Keeper im Gladbacher Tor fährt die Pranken aus und stellt mal eben die Uhr um: Sommerzeit im Borussia-Park. 

59.

Langsam muss sich Gladbach belohnen! Könnte man jetzt sagen, wenn man den Mund nicht voll mit Brät hätte. So können wir also nicht erzählen, dass Hazard die nächste gute Chance vergibt. Sorry. 

57.

Eieiei, nächste Riesenchance Gladbach, Schuss Stindl. Abpraller Bürki, anschließend mehr Gewurschtl im Sechzehner als bei unserem Teambuilding-Event am Wochenende beim Selber-Wursten-Seminar. Und dann, äh, was wollte ich noch sagen? Kann mich nicht mehr konzentrieren, jetzt wo das Wort »Wurst« gefallen ist.

54.

Nächste Chance Gladbach. Die werden doch jetzt hier nicht anfangen, Fußball zu spielen? Wissen die nicht, dass man das nicht macht, wenn man in der Bundesliga hinter Rang Drei liegt?

51.

Gladbach jetzt irgendwie ein wenig präsenter. Ecke Hazard, Kopfball Vestergaard, allerdings in die Arme von Bürki. Und dennoch: Es scheint, als habe Hecking die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Zum Beispiel: »Männer, legt bitte die Winterreifen an.«

47.

Aber genug vom HSV, wir wollten uns hier ja schließlich mit Fußball beschäftigen.

46.

Wichtigste Nachricht der Halbzeitpause ist übrigens, dass der neue HSV-Präsident Bernd Hoffmann heißt. Kapitän Lumpi Spörl gab sich erfreut: »Der Bernd ist genau der richtige Mann hier. Da wird die AOL-Arena wieder brennen.« Auch Trainer Ernst Happel ist positiv: »Mit Hoffmann und den anderthalb Millionen Mark aus dem Sponsoring-Deal mit Campari sind wir gut aufgestellt. Ich bin sicher, dass uns die Seeler-Brüder zur Norddeutschen Gau-Meisterschaft schießen werden.«

19:02 Uhr

Ach, vielleicht sollte Sky einfach auch auf die Tipico-Halbzeitanalyse verzichten und stattdessen haben Kool Savas und Azad je sieben Minuten in der Cypher, um das Spielgeschehen nachzurappen. Wer die meisten Reime auf »Platzverhältnisse« und »Borussia Mönchengladbach« findet, bekommt in der nächsten Tipico-Werbung, die von einer Schießerei in einem Neuköllner Wettbüro handeln wird, eine Gastrolle.

18:53 Uhr

Werbung. Heute konsequenterweise nur für Maulwurf-Ex und Kunstrasen. Vielleicht.

45.+3

Der Teufelsdreier sorgt für mehr Wirbel als ein untalentierter Friseur. Am Ende will Reus es aber zu schön und es bleibt beim 0:1. Halbzeit. 

45.

Die ganze dicke Möglichkeit zum Ausgleich: Hazard pflügt durch den Dortmunder Strafraum, hat ganz viel Platz und schließt ab. Aber, am Ende doch alles wie eine Hauskatze: halb so wild. Beziehungsweise vorbei. 

43.

Jetzt haben wir es herausgefunden. #GoetzeSchuerrleReus führt noch immer mit 1:0 in Gladbach.

41.

TOOOOR Gladbach! Oder KEEEEEEEIIIIINNN Tor Gladbach???? Wir wissen es nicht. Denn an wen bei dem ganzen Videobeweis-Schlamassel mal wieder keiner denkt, sind wir armen Teufel am Liveticker-Balken. Nie – beziehungsweise viel zu spät – haben wir Gewissheit, ob das Tor nun zählt oder nicht oder ob Vestergaard die falsche Unterhose trägt oder, oder, oder. Weswegen ich mir von nun an vornehme, eventuelle Tore möglichst vage bis verwirrend zu beschreiben. Also in etwa so: Abschluss von Vestergaard, der den Ball aus dem Getümmel über die Linie drückt. Vielleicht ein tolles Tor, vielleicht stand aber im Hintergrund, irgendwo zwischen dem Fünfmeter-Raum und der örtlichen Voltigier-Arena, auch ein angreifender Mitspieler im Sichtfeld des gegnerischen Torwarttrainers, der Roman Bürki deswegen nicht mit einem heiseren Schrei und den darin enthaltenen, vollkommen aus der Mode geratenen Worten »Hab Acht« warnen konnte. Wie es steht, entnehmen Sie also bitte dem »kicker«. Das machen wir ja schließlich auch.

38.

Dagegen nicht im Bild: Peter Stöger, der grade mit einem Dortmunder-Fanartikel-Verkäufer um den Preis für eine originale BVB-Klofußumpuschelung feilscht. 

37.

Großaufnahme Hecking. Der so glücklich aussieht wie ein achtjähriger Blockflötenspieler, der die richtigen Löcher nicht findet und stattdessen immer den gleichen, natürlich spätestens beim zweiten Anpuster sagenhaft falschen Ton herauspresst und der statt Blockflöte ohnehin viel lieber weiter fangen gespielt hätte. Mit anderen Worten: Dieter Hecking sieht sehr unglücklich aus.

35.

Galdbach liegt zurück und schafft es derzeit einfach nicht, ausreichend viele Verteidiger zu überspielen. Anders ausgedrückt: Die Fohlenelf bisher mit miserablen Hecking-Werten. 

32.

TOOOOOOOOOOR!!! Und was für eins. Und was für eine Geschichte noch dazu. Götze per Diagonalball auf Kumpel Schürrle, der in den Rücken der Abwehr auf Kumpel Reus. Und der? Nun ja. Der wuchtet den Ball auf so merkwürdige Art und Weise ins Tor, wie nur er das kann, erzielt mit Hilfe der Latte das 0:1 und macht die drei Kumpels damit zum tollsten Traum-Trio seit den Hansons. Mindestens.

29.

Das Spiel derweil nach wie vor zerfahren. Der Ball hoppelt so unkontrollierbar, es ist, als wäre der Boden Jürgen Klinsmann, der krampfthaft versucht, den Ball anzunehmen.

27.

Naja gut, aber wenn Hecking Bobadilla bei dem Rasen nicht bringt, wann denn dann? In einem Paralleluniversum ist Bobadilla ein Jeep-Modell, designt, um Feldwege kaputtzumachen.

25.

»Es gehört zum Repertoire von Bobadilla, ab und zu mal »Buh« zu machen«, so Fuss nach einem astreinen Foul des Argentiniers, der aber eigentlich ja ein urugayischer Vorstopper aus der Saison 1978/79 ist. Ich würde, während sich Bürki vor Schmerzen krümmt, fast sagen: »Buh« ist neben »Aua« und »Ohmeingott, was ist mit meinem Bein???« mit das einzige, was Bobadilla wirklich kann.

23.

Naja, Gladbach macht das ganz gut. Auch wenn ich unsicher bin, was »das« ist. »Das letzte Drittel bespielen«, blökt Fuss. Meint er damit die anscheinend geplante Dreifelderwirtschaft, die die Borussia hier im Stadion vorbereitet? Wann gibt es die erste Kartoffelernte? Sind wir zum Erntedankfest eingeladen? Und warum hat Bobadilla keinen Pflug um den Hals?

19.

Aber mal ehrlich: Der Platz besteht aus einer löchrigen Rasenfläche, die wie ein Teppich auf den Boden gelegt wurde. Ein Ölteppich, wohlgemerkt, weswegen der Bewegungsablauf der Spieler stark an den letzten Redaktions-Auflug zur Schlittschuh-Disko erinnert. Wenn jetzt gleich »Hot Chocolate« kommt und mir irgendwer einen heißen Apfelkorn mit Sahne bringt, könnte das hier doch noch ein richtig toller Abend werden.

18.

Finde, die Teams machen es angesichts der Platzverhältnisse eigentlich ganz gut.

15.

Gladbach macht jetzt Druck. Man muss sich also fragen: Wann trifft Christoph Kramer endlich zum erlösenden 1:0 für Dortmund?

13.

Und in dem Moment, wo ich es schreibe, schnappt sich Stindl den Ball im Mittelfeld, peitscht ihn gemeinsam mit Hofmann nach vorne und hat die große Chance zur Führung. Und wäre Lars Stindl nicht so ein großartiger Fußballer, es gäbe jetzt das passende Verb für diese Art vergebener Großchance: Verstindln. 

11.

Wenn Lars Stindl noch mal so ungestüm in einen Zweikampf geht wie grade, kann er sich demnächst mit Hamburgs Douglas Santos zusammentun und sie organisieren eine Podiumsdiskussion zum Thema »Wie stelle ich mich möglichst ungeschickt im Zweikampf an«. Nach der Veranstaltung können sie sich beim kumpelhaften Abschieds-Handshake aus Versehen gegenseitig in die Augen piksen und gemeinsam tapsen sie dann vorsichtig zum Augenarzt, der ihnen eine Augenklappe aus Watte verpasst, gleichzeitig aber Entwarnung gibt, schließlich sei die Netzhaut nur leicht verletzt. Was uns bei Betrachtung des Spiels im Übrigen auch droht, wenn nicht bald etwas passiert.

7.

Und beim ersten Konter der Gladbacher lässt sich sofort ein Blick auf Raul Bobadilla erhaschen. Der mit einer Streifenhörnchen-Abbildung zum Friseur seiner Wahl stolziert sein muss, mit dem Zeigefinger auf diese tippte und sagte: »So und nicht anders.« Selbstvertrauen hat er also noch. 

6.

Aber apropos Greenkeeper und um für den der Gladbacher mal eine Lanze zu brechen: Ich finde ja, dass er den Rasen ausreichend grün gehalten hat. Meine Meinung. 

4.

Fuss bespricht das erste Mal den Rasen mit sich selbst. Und ich überlege: Ist es Zufall oder Fügung, dass gerade ich (Dinkelaker) dieses Spiel heute tickere? Frage für einen befreundeten Greenkeeper.  

3.

Gladbach heute übrigens wieder ohne Raffael. Sehr bitter. Zumal Donatello, Michelangelo und Leonardo ebenfalls ausfallen. Bebop und Rocksteady gefällt das. 

1.

Anstoß. Beziehungsweise: Endlich hoppelt der Ball.

17:59 Uhr

Jetzt Wolf Fuss im Bild. Hinter ihm ein Bildschirm, auf dem Wolf Fuss live übertragen wird. Der natürlich wieder einen Bildschirm im Bild hat, auf dem Wolf Fuss übertragen wird. Und immer so weiter. Der ewige Wolf Fuss, quasi. Und am Ende dieser Bild-in-Bild-in-Bild-Kette modiertiert Fuss bestimmt die letzte Ziffer von Pi.

17:56 Uhr

Dann Werbung. Und die Frage, wer eigentlich die Tipico-Werbung eingesprochen hat. Haftbefehl? Schnell die Frage an Hip-Hop-Native Dinkelaker. »Das ist Alpa Gun, du Lauch. Und nimm gefällligst den Rucksack ab, wenn ich mit dir rede.« Schon gut, schon gut.

17:52 Uhr

Dieter Hecking dazu nur: »Ach, wenn ich mich damit auch noch beschäftigen muss...« Toll. Mein Standardsatz, wenn der Chef irgendwas will.

17:51 Uhr

Wow, was ein Acker in Gladbach. Sieht aus, als hätten da Thomas Kastenmaier und Stefan Effenberg gestern noch ein Monster-Truck-Rennen veranstaltet. Ohne Autos, nur mit Grätschen und Tätlichkeiten.

17:47 Uhr

Unterdessen Peter Stöger im Interview. »Wo spielt Götze?«, will die Moderatorin wissen. »Ja gut, irgendwo vorne halt. Aber wussten Sie, dass wir gerade ganz tolle Angebote im Fanshop haben? Hier, nehmen Sie ein paar Coupons, ich werden in denen bezahlt.«

17:45 Uhr

Freunde, herzlich willkommen zum Liveticker, live von der Reichschen Couch. Früher hätten wir uns das Ding in der Kneipe reingezogen, heute sitze ich hier, mache mir einen Magentee, habe eine Strickjacke drüber und ärgere mich über die bunten Schuhe der Spieler beim Warmmachen. Früher hätte die Frage gelautet: Trinke ich mich von vorne oder von hinten durch die Karte. Heute ist die Frage: Ist Granufink eigentlich magenverträglich. Aber genug von meiner Verrentnerung, es muss ja auch noch ein bisschen was für die Abwehrreihen der beiden Vereine übrige bleiben. In diesem Sinne...