Zur Fashion Week: Fußballer, die den Swag aufdrehen



»Geht der Typ angeln?«


2015 gründete Donnie O’Sullivan die Facebook-Seite »Fußballer, die den Swag aufdrehen«. Zur Fashion Week haben wir bei ihm nachgefragt: Wo sind die Schuhe mit Flügeln hin? Und was macht eigentlich Mitchell Weiser?

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Donnie O’Sullivan, seit vier Jahren machen Sie die Welt mit ihrer Facebook-Seite auf Fußballer aufmerksam, die den Swag aufdrehen. In welchem Team ist die Swag-Dichte traditionell am höchsten?
In Deutschland muss man Hertha auf dem Zettel haben. Die Stadt wurde schließlich von einem der Größten überhaupt geprägt: Mitchell Weiser. Der hat hier über Jahre hinweg seine Duftmarke hinterlassen, was nachhaltigen Einfluss auf die nachfolgende Generation hat. Ansonsten sollte man auch stets ein Auge auf den FC Bayern werfen. Da steckt schließlich am meisten Kohle hinter. David Alaba, Jêrome Boateng, Franck Ribéry, sie alle liefern regelmäßig ab. Selbst Robert Lewandowski trägt mittlerweile abgefahrene Pullover. Da geht also immer was. International: Manchester City. Leroy Sané hat sich selber auf den Rücken tätowiert. Damit hat er die Swag-Sache eigentlich für alle Ewigkeit durchgespielt. 



Sie sprechen Mitchell Weiser an, um den es outfitmäßig etwas ruhiger geworden ist. Was ist da los?

Der Mann hat jahrelang alles rausgehauen und sich total verausgabt. Nur logisch also, dass er sich jetzt etwas zurückgezogen hat. Dass er nicht mehr so oft bei mir auf der Seite auftaucht, hat aber noch einen anderen Grund: Es gibt Newcomer, die eindeutig besser in Form sind.


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Zum Beispiel?

Memphis Depay von Olympique Lyon. Der Kerl macht derzeit wirklich Spaß. Neulich präsentierte er sich mit rot-goldenem Stierkämpfer-Sakko. Dazu noch das gigantisches Löwenkopf-Tattoo auf dem Rücken…


Apropos Rücken: Wo sind die Rucksäcke mit Glitzer-Steinen hin?
Die gibt’s noch. Aber die Fußballer haben, glaube ich, die Marke gewechselt. MCM ist out, mittlerweile sind die Strass-Rucksäcke von Louis Vuitton. Viel angesagter sind allerdings diese Beutel aus den Achtzigern.

Bauchtaschen?

Genau! Bauchtaschen. Die aber nicht um die Hüften, sondern diagonal über den Oberkörper gewickelt werden. Und die mindestens 700 Euro kosten müssen. 



Ebenfalls verschwunden sind die Flügel von den Schuhen. Warum?
Schwer zu sagen. Aber sehr schade, dass die weg sind. Langsam verschwinden leider auch die Mondschuhe. Mittlerweile tragen die Jungs ganz normale Sneaker, von Adidas oder Nike. Mit der einzigen Bedingung, dass Sie von irgendeinem Designer entworfen wurden. Raf Simons oder so. Damit sie 1000 Euro mehr kosten als die, die wir Normalos tragen. 



Marvin Ducksch mit blauen Schuhen und so etwas ähnlichem wie einer Hose. Bild: @facebook