Wie Waldhof Mannheim mit Bier gegen den DFB protestiert

»Saufen gegen den DFB«

Die Fans von Waldhof Mannheim starten einen ganz eigenen Protest: »Saufen gegen den DFB«. Was es damit auf sich hat, erklärt Achim Schröder vom Fan-Dachverband PRO-Waldhof. 

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Viele Heimspiele des Regionalligisten Waldhof Mannheim werden als Hochsicherheits-Spiele eingestuft. Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, ruft man bei Waldhof Mannheim die Fans zum Bier-Trinken ein. Doch es geht nicht nur um den Rausch. Mit dem Erlös werden soziale Projekte unterstüzt. Und der Verein.

Herr Schröder, Sie haben mit »Sauf-Aktionen« für die Fans für Aufsehen gesorgt. Wie kam es überhaupt dazu?
In den letzten Jahren gab es zwischen rivalisierenden Fan-Szenen immer wieder Probleme. Insbesondere bei zwei Spielen gab es Ärger, weswegen politischer Druck aufkam. Wir mussten auf diese Auseinandersetzungen reagieren. Daraufhin haben wir die sogenannte Agenda 07 verabschiedet, um die Situation zu verbessern (Den Link zur Agenda findet ihr hier >>>).

Und dabei geht es um Alkohol?
Nicht in erster Linie. Wir haben uns überlegt, wie wir die Leute nach Heimspielen von sogenannten Hochsicherheits-Spielen von den Straßen fern halten können, um möglichen Auseinandersetzungen vorzubeugen. Als Fan-Szene haben wir uns daher eine Aktion ausgedacht. Dabei geht es auch um Bier.

Wie genau sieht diese Aktion aus? Und ist Bier dafür das richtige Mittel?
Nach Abpfiff schenken wir im Stadion weiter Bier aus. Hier soll über das Spiel oder den Fußball im Allgemeinen gefachsimpelt werden. Es geht aber nicht zwingend darum sich zuzuschütten. 

Was passiert mit den Einnahmen?
Die Erlöse des verkaufen Bieres spenden wir für gemeinnützige Zwecke. Mit der »Aktion Saufen für die Jugend« haben wir beispielsweise den Förderkreis der Walhof-Jugend unterstützt. Die Aktion »Saufen gegen Krebs« versteht sich glaube ich von selbst.