Wie haben Sie die Rangers geschlagen, Paolo Amodio?

»Die längsten 15 Minuten meines Lebens«

Paolo Amodio ist Trainer und Mann der Stunde in Luxemburg. Mit Progrès Niederkorn schaffte er gestern die Sensation und warf die Glasgow Rangers aus der Europa League. 

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Wie war die gestrige Nacht?

Anstrengend und kurz.

Und die Siegesfeier?

Wir sind vom Nationalstadion Luxemburgs zu unserer Spielstätte gefahren, wo wir von unseren Fans empfangen wurden. Zusammen mit den Spielern und dem Betreuerstab sind wir in die Kneipe weitergezogen. Die gehört unserem Stürmer Aleksandre Karapetian, also konnten wir’s dort richtig krachen lassen. Viel geschlafen haben wir jedenfalls nicht.


Haben Sie bereits realisiert, was Sie gestern geleistet haben?

Nein, das habe ich noch nicht. Die Verantwortlichen und ich lagen uns aber in den Armen, einige Tränen sind geflossen. Es war ein sehr emotionaler Moment. Wir haben uns eher gefragt, warum ausgerechnet wir diese Sensation geschafft haben.

Und?

(lacht) Eine Antwort darauf haben wir noch nicht gefunden.

Blicken wir auf die vergangene Woche zurück: Wie war das Erlebnis, vor 50.000 Leuten im fast ausverkauften Ibrox Stadium zu spielen?

Es war einfach geil. Ich weiß nicht, ob überhaupt noch einmal eine luxemburgische Mannschaft vor so einer Kulisse spielt. Vielleicht kommen wir sogar ins Guinness-Buch der Rekorde.

Warum?

Zum ersten Mal in der Geschichte eines europäischen Wettbewerbs kamen knapp 50.000 Zuschauer zu einem Erstrunden-Spiel der Qualifikation.

Zudem hat die Leistung Ihres Teams gestimmt.

Genau. Die Leistung der Mannschaft war großartig und mit einer knappen 0:1-Niederlage ist es uns gelungen, das Ergebnis für das Rückspiel offenzuhalten.

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