Warum ist Pete Doherty MItglied beim KFC Uerdingen

»Pete singt sich mit KFC-Songs warm«

Seit kurzem ist Rockstar Pete Doherty Mitglied des KFC Uerdingen. Gerrit Starczewski, Fotograf und Kumpel von Doherty, verrät, was den Rockstar mit dem KFC verbindet.

Stephan Flad

Gerrit Starczewski, du bist Musikfotograf und hast Pete Doherty letztes Wochenende auf dem Lollapalooza-Festival einen XL-Mitgliedsausweis des KFC Uerdingen überreicht. Wie kam es dazu?
Pete hat letztes Jahr mehrere Monate in Hamburg gelebt, da habe ich ihn bei einem Freund im Tonstudio öfter getroffen und habe ihm ein Fotobuch von mir gegeben. Auf einem der Bilder war der Grotifant, das Maskottchen des KFC Uerdingen abgebildet. Als Pete das gesehen hat, war er hin und weg. Er  wollte dem Grotifanten unbedingt nochmal begegnen.

Nochmal?
Ja, von 1989 bis 1995 lebte er in Krefeld und war großer Fan vom KFC Uerdingen. Also sorgte ich dafür, dass der Grotifant bei einem Auftritt seiner Band mit auf der Bühne stand. Das kapierte natürlich im Publikum niemand aber Pete hat sich total gefreut. Neben der Mitgliedskarte habe ich ihm auch ein Trikot vom KFC Uerdingen gegeben. Später habe ich gesehen, dass er sich das Trikot noch im Van auf dem Weg zurück ins Hotel angezogen hat.

Ihr seid Freunde?
Wir sind einander gut bekannt, er schätzt meine Fotografie und Arbeit sehr. Er war auch in meinem Buch »Dancing Shoes« zu sehen, in dem Buch sind nur die Füße verschiedener Künstler abgebildet. Außerdem findet er viele meiner Fußballbilder sehr gut.

Dann habt ihr doch nach dem Auftritt bestimmt auf die neue Mitgliedschaft angestoßen, oder?
An dem Tag war das leider ein bisschen schwierig. Die Tage vorher ging es ihm gesundheitlich nicht sehr gut, er musste sogar Konzerte absagen. Wir haben uns nur ein, zwei Mal in den Arm genommen, dann ist er ziemlich schnell wieder ins Hotel gefahren.

Doherty ist Rockstar, Skandalnudel und und Ex-Freund von Kate Moss, seit 20 Jahren lebt er nicht mehr in Krefeld. Und es zieht ihn trotzdem noch zum KFC?
Er hat in keiner Stadt rechnerisch länger gelebt als in Krefeld. Dort hat er mit zehn Jahren seine ersten Spiele im Grotenburg-Stadion gesehen. Jedes Kind erinnert sich natürlich an die ersten Erlebnisse im Stadion. Außerdem hat er in dieser Zeit selbst angefangen Fußball zu spielen.