Warum folgt Didier Drogba Ihnen bei Instagram, Patrick Ebert?

»Mein Ziel ist der Aufstieg«

Nach Jahren im Ausland und einem Intermezzo bei Ingolstadt will Patrick Ebert in Dresden wieder durchstarten. Der gebürtige Potsdamer über seine Ziele mit Dynamo und seine Freundschaft zu Didier Drogba und Ashley Cole.


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Patrick Ebert, was wussten Sie vor Ihrem Wechsel zu Dynamo Dresden über den Verein?

Dass er im Osten spielt. Und ich bin ja selber Ossi!

Das war alles?

Nein, natürlich nicht. Dynamo steht für super Fans, die die Mannschaft pushen – die aber auch mal stinkig sein können, wenn es nicht so läuft. Ich denke, wenn das Stadion voll ist, brennt hier die Hütte. Diese Art von Stimmung ist genau das, was mir gut tut und was mich anspornt. 


War das etwas, das Ihnen in der vergangenen Rückrunde in Ingolstadt fehlte?
Natürlich. Es ist schöner, wenn das Stadion voll ist, wenn auch etwas Druck da ist. In Ingolstadt kamen vielleicht 6 000 Leute zu den Heimspielen. Und, wie soll ich das formulieren? Mich macht es schon geil, wenn es 30 000 oder 40 000 Zuschauer sind. Das bringt einfach mehr Spaß beim Zocken. Ich habe in Moskau vor 50 000 Zuschauern gespielt, wenn Berlin ausverkauft war, kamen über 76 000. Ich bin auch aus Spanien große Kulissen gewohnt. Vor so vielen Zuschauern macht es einfach mehr Spaß.

Als Ihr Wechsel nach Dresden verkündet wurde, war der erste Eindruck bei vielen: Ebert und Dynamo? Das passt. Wieso ist das so?

Geht man von der Zeit in Berlin aus, ist es ja so: Ich war immer anerkannt bei den Fans. Durch meine Einstellung, durch meinen Kampfgeist, dadurch, dass ich nicht verlieren kann. Ich denke, diese Art Spielertypen wollen auch die Leute in Dresden sehen.



Sie sind außerdem der bisher letzte Hertha-Spieler, für den die Fans einen eigenen Song erfunden haben. Sie sangen von Ihnen als »Alter Rowdy«, der Spiegel abtreten und Roller umwerfen würde. Mochten Sie die Gesänge oder ging Ihnen der Text auf die Nerven?

Nein, Quatsch. Ist doch schön, wenn man einen eigenen Song hat. Das gibt’s in Deutschland nicht so oft. Und es zeigt auch, dass mir die Fans manche Dinge nicht so übel genommen haben wie die Medien. Sie haben sich einen Spaß daraus gemacht. War ein lustiger Song. Manchmal schreiben mir noch Leute bei Instagram die Textzeilen. Da muss ich immer schmunzeln.