Trochowski über den FCA in Europa

»Es herrscht ein bisschen Nervosität«

Der FC Augsburg steht vor der Premiere auf der internationalen Fußballbühne. Wie ist die Stimmung, Piotr Trochowski?

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Der FC Augsburg steht vor seinem Debüt auf der internationalen Fußballbühne. Wie ist die Stimmung, Piotr Trochowski?
Bis Dienstag war die Stimmung nicht so toll – die Mannschaft ist gegen Bayern durch eine falsche Elfmeterentscheidung um den Lohn ihrer Arbeit gebracht worden. Aber jetzt ist das abgehakt. Es steht eine neue Aufgabe bevor. Bei allen Beteiligten ist nun eine Riesenvorfreude zu spüren, wir wollen alles aufsaugen.

Und wie ist das für Sie persönlich, fühlt es sich anderes an, mit dem FCA als mit dem FC Sevilla in der Europa League anzutreten?
Eigentlich nicht. Beim FC Sevilla hatte man vielleicht das Gefühl, dass dort die ganzen Abläufe bekannt sind. Hier in Augsburg herrscht doch ein bisschen mehr Nervosität. Aber am Ende geht es um Fußball und nichts anderes.

»Uns kennt keine Sau« – unter diesem Motto steht das Europa League-Abenteuer des FC Augsburg. Haben sich bei Ihnen denn schon spanische Journalisten über diesen No-Name-Klub aus Deutschland informiert?
Nein, da hat sich keiner bei mir gemeldet.

Und was hätten Sie gesagt, wenn doch ein Kollege aus Spanien Auskunft erbeten hätte?
Dass der FC Augsburg ein kleiner Klub ist, der es sich verdient hat in der Europa League zu spielen und auch in Zukunft für Furore sorgen will. Dafür ist hier sehr viel Arbeit investiert worden.

Umgekehrt: Was erwartet aus Sicht des Spanienkenners den FCA in Bilbao?
Es wird ein schweres Spiel. Athletic Bilbao ist sehr heimstark, setzt mit seinem hohen Pressing den Gegner richtig unter Druck und kann an einem guten Tag jede Mannschaft der Welt schlagen. Erst kürzlich hat Athletic Bilbao den FC Barcelona im spanischen Supercup 4:0 besiegt – das sagt eigentlich alles. Aber dann gibt es auch wieder Spiele wie vor zwei Wochen gegen Außenseiter Eibar, das Bilbao 0:2 verloren hat.