Studenten planen Turnier der Superlative

»Warum ist der Kerl eigentlich kein Deutscher?«

Neuer im Tor, Ronaldo und Ibrahimovic im Sturm – klingt nach dem FIFA-Ultimate-Team-Modus auf der Konsole. Oder nach der Idee der beiden Studenten Christoph Czauderna und Ben Mayer.

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Beim Continental Football Cup sollen die besten Spieler der sechs FIFA-Kontinentalverbände (Afrika, Asien, Europa, Mittel- und Nordamerika, Ozeanien und Südamerika) in zwei Gruppen a drei Mannschaften gegeneinander antreten. Mit den beiden Halbfinals und dem Finale käme man auf insgesamt neun Partien. Wir sprachen mit Christoph Czauderna, einem der Initiatoren.

Christoph Czauderna, wie sind Sie auf die Idee eines solchen Turniers gekommen?
Anfang Dezember haben Ben Mayer und ich das Spiel Bayern gegen ZSKA Moskau geschaut, David Alaba hat ein Riesenspiel gemacht. Da dachten wir uns: »Warum ist der Kerl eigentlich kein Deutscher?« Wir haben uns in den Gedanken reingesteigert und überlegt, wen wir aus Europa noch auswählen würden – die Idee des »CFC« war geboren.

Auf Ihrer Homepage heißt es, man könne Botschafter für den CFC werden. Was muss man dafür tun?
Unsere Idee ist, dass Leute Botschafter werden, indem sie unsere Facebook-Seite liken. Marketing-technisch sind wir jedoch absolute Anfänger beziehungsweise Idioten. Eigentlich war das viel zu wenig für so etwas. Das hatten wir uns einfacher vorgestellt.

Haben Sie trotzdem einen gewissen Zuspruch durch die Facebook-Seite erlangt, vielleicht sogar aus verschiedenen Ländern?
Ja, haben wir tatsächlich. Wir haben Botschafter aus Syrien, Argentinien, Kanada und komischerweise relativ viele aus den USA. Auch Peruaner sind dabei, da wir Carlos Zambrano von der Frankfurter Eintracht in unser Südamerika-Dreamteam gesteckt haben. Der hat uns dann retweetet. Allerdings wollen die Leute unterhalten werden, dafür braucht man Content. Mit bislang 278 Likes stehen wir noch am Anfang.

Sie haben gerade vom Südamerika-Dreamteam gesprochen. Das ist auf Ihrer Website in der Kategorie »100 Gründe für den Cup« zu finden. Was für eine Idee steckt dahinter?
Unser Ansatz ist, dass wir uns abends zusammensetzen, weitere Argumente für den Cup sammeln und diese posten. Die Liste ist also unvollständig und soll ergänzt werden bis wir auf die 100 kommen. Schön wäre natürlich auch Input von den Botschaftern. Wenn jemand Argumente für den CFC hat, kann er die in den sozialen Netzwerken äußern.

Größtenteils nutzen Sie soziale Netzwerke zur Verbreitung Ihrer Idee. Gibt es noch andere Ansätze, den CFC an die Öffentlichkeit zu bringen?
Für den Fall, dass es so richtig losgeht und ein gewisser Bekanntheitsgrad erreicht ist, haben wir uns schon die lustigsten Sachen überlegt, beispielsweise den »virtuellen CFC«. Dabei würden die besten FIFA-Zocker der verschiedenen Kontinente auf der Konsole gegeneinander antreten. Dort ist es ja kein Problem, sich die passenden Teams zusammenzustellen und im Finale den virtuellen Koninentalmeister zu ermitteln.