Sensation im italienischen Pokal

»Der Weltfußballer räumte mich sauber ab«

Sie blieben ein Jahr. Warum reichte es nicht zum ganz großen Wurf?
Ganz offensichtlich war ich nicht gut genug. Auch wenn ich mit Juves Nachwuchsmannschaft den prestigeträchtigen Torneo di Viareggio gewinnen konnte (im Finale wurde Fischnaller nach 71 Minuten für einen gewissen Ciro Immobile eingewechselt, d. Red.). Die Erfahrungen aus diesem einem Jahr bei Juve kann mir trotzdem niemand nehmen.

Zum Beispiel?
Als Jugendspieler durfte ich ab und an mit der ersten Mannschaft mit trainieren. Zu meiner ersten Übungseinheit kam ich zu spät, weil die Vereinsfotografen bei den offiziellen Bildern getrödelt hatten. Als ich auf den Platz kam, stand die Mannschaft schon im Kreis. Ich entschuldigte mich vielmals. Trainer Ciro Ferrara stellte mich vor: »Das ist Manuel Fisch…Fischna…« Er konnte meinen Namen einfach nicht aussprechen. Wir starteten mit einer ersten einfachen Zweikampf-Übung: zwei Spieler stehen sich gegenüber und kämpfen um den Ball. Meine erster Gegenspieler war Fabio Cannavaro. Weltmeister und Weltfußballer.

Und? Haben Sie ihn nass gemacht?
Von wegen, der hat mich sauber abgeräumt (lacht).

Herr Fischnaller, wo in welchem System werden wir Sie in den Spielen gegen Milan sehen?
In unserem 4-3-3 bin ich nominell der linke Außenstürmer, gegen Milan werde ich also voraussichtlich auf Mattia De Sciglio oder Ignazio Abate treffen.

Aufmerksame Fifa-Spieler werden Abate als wieselflinken Außenverteidiger kennen. Jedenfalls auf der Konsole. Ist der noch so schnell?
Der Mann spielt beim AC Mailand. So langsam wird der nicht sein. Warten wir es ab.

Der AS Bari schied 1983/84 übrigens im Halbfinale gegen Hellas Verona aus. Wir wünschen Ihnen mehr Erfolg.
Vielen Dank! Vielleicht kann ich Ihnen nach dem Spiel ja dann neue Jubel-Videos zuschicken.