Schlagen heute Abend zwei Herzen in Ihrer Brust, Peter Neustädter?

»Es wird viel erzählt, aber nur wenig direkt erledigt«

Zu Ihrer Zeit in Koblenz haben Sie mal gesagt, Sie seien ein »Erlediger-Typ«. Können Sie das erklären?
Ganz einfach: Wenn ich etwas angefangen habe, dann muss ich das erledigen. Genau das ist auch ein Problem in Aserbaidschan. Es wird viel erzählt, aber nur wenig direkt erledigt.
 
Ist der Fußball auch deswegen nur auf mäßigem Niveau?
Einige Mannschaften spielen auch auf sehr hohem Niveau. Die momentan beste Mannschaft ist Karabakh. Sie sind in der Europa-League-Qualifikation gegen Tottenham ausgeschieden, haben aber ein sehr gutes Spiel gemacht. Mit Inter Baku haben wir im Trainingslager zweimal gegen Bremen gespielt und zweimal 0:1 verloren. Aber wir hatten sehr gute Phasen in den Spielen - auch wenn das natürlich nur Vorbereitungsspiele waren.

Peter Neustädter, lassen Sie uns abschließend nochmal kurz über das heutige Spiel sprechen. Wo werden Sie sitzen?
Ich weiß noch nicht, welche Karten Roman besorgt hat. Mir ist auch egal, wo ich sitze. Letztens stand ich im Schalker Fanblock, das macht mir gar nichts aus. Die Hauptsache ist, dass ich Roman beim Spielen sehe und er ein gutes Spiel macht.

Wie geht es aus?
Ich tippe nicht.

Warum das denn?
(Lacht.) Ich weiß ja nicht, was die beiden Trainer planen. Deswegen ist das schwer. Aber ich bin immer ein bisschen früher im Stadion und schaue mir schon das Warmmachen an. Auch morgen werde ich schon um 19.30 Uhr da sein. Dann sehe ich, was im Spiel auf mich zukommt.

Wie ziehen Sie Ihre Schlüsse?
Ich achte auf die Körpersprache der Spieler, auf die Konzentration. Und ich schaue mir die Übungen genau an. Zum Beispiel, ob sie den Ball richtig treffen. Aber natürlich wird das Spiel in den 90 Minuten entschieden.