Kunstausstellung Millerntor Gallery

»Der kleine HSV«

Musste er sich noch einem peniblen Aufwärmprogramm unterziehen?
Nein, das Motiv ist innerhalb von zehn Minuten entstanden. Trotz seiner enormen Rückenschmerzen hat der Coach alles gegeben und den Daumen gar nicht erst runtergenommen. Sein Grinsen ist dann aber wohl eher dem Auf-die-Zähne-Beißen geschuldet. Echter St.Pauli–Spirit eben.

Auch Okan Kurt, Robin Himmelmann und Philipp Ziereis haben sich zwischen das rote Mehl geworfen. Wie wichtig sind die Fußballer für die Millerntor–Gallery?
Na klar, die Jungs weisen in den sozialen Netzwerken darauf hin und helfen uns allein dadurch enorm. SIe haben sich in diesem Jahr auch wieder richtig ins Zeug gelegt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass sich die Gallery seit ihrer Gründung 2010 vom Fußball etwas wegbewegt. Die Kunst tritt an diesem Wochenende in den Vordergrund. Auch wenn das Millerntor einfach eine einzigartige Atmosphäre für die Künstler und Gäste bietet.

Dürften sich auch die Spieler des Hamburger SV engagieren?
Gute Frage. Meine Fotos bleiben St. Pauli, aber wenn sich der HSV engagieren will, bekommen wir das hin. Ich frage mich nur, ob die Jungs ins Stadion kommen. Obschon! Auf dem Foto von Okan Kurt ist der Hamburger SV zu sehen.


Bild: Thomas Koch

Ach ja?
Irgendjemand hatte auf den Ball geschrieben »Der kleine HSV«. Das haben wir dann mal so stehen gelassen.

Was passiert nun mit den Fotos auf heiligem Rasen?
Die gibt es natürlich zu kaufen. In fünffacher Auflage. Das erste Foto von Ewald Lienen ist bereits am Auktionstag für eine schöne Summe über den Tisch gegangen. 30 Prozent behält der Künstler, aber 70 Prozent – und die sind entscheidend – gehen an Viva con Agua und den guten Zweck. Also: hingehen.

Mehr Informationen auf www.millerntorgallery.org