Kiels Trainer Markus Anfang im Interview

»Man darf sich selbst nicht zu wichtig nehmen«

Als Trainer ist Markus Anfang noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Nach einem starken Start in der zweiten Liga steht er mit dem Aufsteiger Holstein Kiel auf Platz zwei. Doch wie hat er es mit den »Störchen« eigentlich so weit gebracht?

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Nach elf Spieltagen steht ihre Mannschaft auf Platz zwei - wohlgemerkt als Liga-Neuling. Profitierten Sie immer noch von der Aufstiegs-Euphorie?
Davon halte ich generell nichts, das würde ja zwangsläufig bedeuten, der MSV Duisburg und Jahn Regensburg wären nicht euphorisch. Meine Mannschaft macht gute Spiele und belohnt sich dafür. Wir konzentrieren uns immer darauf, uns auf jeden Gegner perfekt vorzubereiten und unsere Spielidee umzusetzen. Und wenn dann noch das Ergebnis stimmt, ist es umso schöner.

Was macht Ihren Erfolg aus? Inwiefern unterscheidet sich Ihr Spiel von dem Ihrer Konkurrenten?
Dafür müsste ich ja erst analysieren wie die anderen spielen, das liegt mir aber fern. Wir sind davon überzeugt, dass wir gute Fußballer in unseren Reihen haben. Und wir mit ihnen unsere Idee , die Spiele zu dominieren, umsetzen können. Seit Beginn der Saison wollen wir jedes Spiel gewinnen und nicht nur eine Niederlage verhindern.

Insbesondere die Offensiv-Kräfte Marvin Ducksch und Dominick Drexler blühen unter Ihnen regelrecht auf. Machen Sie die Spieler besser?
Ich glaube es ist die grundlegende Aufgabe des Trainers, jeden Spieler zu verbessern, damit sich die gesamte Qualität der Mannschaft verbessert. Ob ich und mein Trainerteam diejenigen sind, die sie zu dem gemacht haben was sie jetzt sind, das will ich gar nicht beurteilen. Wir haben mit den Jungs gearbeitet und die haben ihre eigene Entwicklung genommen.