Jan-Ingwer Callsen-Bracker über Bayern und den Titelkampf

»...dann werden wir auch Meister«

Wenn wir bei Ihrer persönlichen Geschichte sind: Darf man Sie auf Ihren unglaublich langen Namen ansprechen?
Klar, wieso nicht?
 
Ok. Wurden Sie schon einmal am Flughafen ausgerufen?
(Lacht.) Nein, ich bin immer pünktlich.
 
Erleben Sie im Alltag kuriose Situationen?
Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass ich meinen Namen häufig wiederholen oder buchstabieren muss. Doch diejenigen, die sich den Namen einmal gemerkt haben, die vergessen ihn nicht mehr. Das einzige Problem gibt es bei Kindertrikots, die mit meinem Namen beflockt werden sollen. Da herrscht häufig Platzmangel.
 
Haben die Kollegen einen Spitznamen für Sie?
Ja, viele. Sie können schließlich auch zwischen vier Namen auswählen bei mir.
 
Zurück zum Fußball: Am Samstag geht es gegen die Bayern, die gerade in einer unglaublichen Form sind. Mit welchem Gefühl schaut man als Gegner derzeit deren Spiele?
Ich habe in letzter Zeit wenig internationale Spiele der Bayern geschaut, weil ich Vater geworden bin und immer etwas früher ins Bett gehe. Aber im Ernst: Wir können als Tabellendritter doch ganz entspannt sein. Eigentlich gibt es keine bessere Situation als die jetzige, um gegen die Bayern zu spielen. Höchstens wenn wir Zweiter wären. Aber Dritter ist schon ganz okay für Augsburg.
 
Wie geht das Spiel aus?
Ach, ich habe da kein bestimmtes Gefühl. Am Samstag kann alles passieren – auch ein Sieg für uns. Und Halil (Altintop, die Red.) hat ja schon gesagt, dass wir dann auch Meister werden. (lacht.) Der Junge hat so viel Erfahrung, dass ich ihm da voll und ganz vertraue.