Fußballer fragen, Hans Meyer antwortet Teil II

Geh mal davon aus...

In der Spieler machen 11FREUNDE-Ausgabe durfte auch Hans Meyer nicht fehlen. Diesmal gefragt von den Profis selbst. Hier ein paar Auszüge aus den knallharten Fragen und Antworten – inklusive dem besten Fußballtennis-Spieler.

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Dominik Reinhardt, FC Augsburg: Hans Meyer, was ging Ihnen beim Abpfiff des Endspiels 2007 durch den Kopf, als wir mit Nürnberg den Pokal gewonnen hatten? 
Geh mal davon aus, das man sich in solchen Momenten natürlich nicht rational freut. Aber sicher war mir schon klar, dass wir als Team für uns und unseren Arbeitgeber etwas Bleibendes erreicht hatten. Ich möchte mich übrigens bei dir und den anderen Pokalhelden entschuldigen, Dominik, dass ich zuerst mit meinen Enkeln am Tribünenrand gefeiert habe, bevor ich mich erfolgreich dem Kampf gegen die Bierduschen-Unsitte stellen konnte.

Sebastian Schachten, FC St. Pauli: Ein wichtiger Bestandteil Ihres Trainings war Fußballtennis. Wer war für Sie der Beste am Netz?
Es war ein wichtiger Bestandteil meines Reha-Trainings, um genau zu sein. Dass es nicht für alle Spieler Erholung war, lag wohl mehr an ihrem gestörten Verhältnis zum Ball. Mein früherer Mitspieler und langjähriger Assistent Helmut Stein war der Beste, an den ich mich erinnern kann.

Timo Gebhart, 1. FC Nürnberg:Für mich ist der 1. FC Nürnberg ein großartiger und einzigartiger Verein. Sehen Sie das auch so? Und was war Ihr außergewöhnlichstes Erlebnis mit dem Club?
Auch für mich war der 1. FC Nürnberg ein sehr guter Arbeitgeber und ist mir durch die Spieler, sehr guten Mitarbeiter und eine Vielzahl an guten Fans ans Herz gewachsen. Unser 4:0-Sieg im Pokal-Halbfinale 2007 gegen Frankfurt hat für eine Stimmung im Stadion gesorgt, die darin gipfelte, dass die Mannschaft den leidgeprüften Präsidenten Michael A. Roth vor unseren Fans auf die Schultern gehoben hat. Wer in diesem Moment in das Gesicht von »ARO« geschaut hat, hat jegliche Kritik an seiner langjährigen Tätigkeit vergessen.

Julian Schieber, Hertha BSC: Wo würden Sie mich einsetzen, wenn Sie mein Trainer wären? Als vorderste Sturmspitze? Als hängende Spitze? Im linken Mittelfeld? Auf der Tribüne?
Bei mir hättest du trotz aller Fachdiskussionen immer in der zentralen Spitze gespielt, lieber Julian. Alternativen wären natürlich die ungeliebte Bank oder die Tribüne. Als dein Berater hätte ich, um dir die zwei letzten Möglichkeiten zu ersparen, zwei weitere Jahre in Nürnberg empfohlen. Deinem damaligen Leistungsvermögen hätte die Stammplatzgarantie sicher sehr gut getan. Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück bei deiner weiteren Karriere.