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Harald Martenstein über die DFB-Elf - Die Angst des Stürmers
Gast (nicht überprüft)
... und hätte Kroos fünf Minuten vor Puyol den Ball mit dem Außenrist ins
linke Lattenkreuz genagelt anstatt diesen Rückpass auf Casillas zu spielen,
dann....
Heute sagen wir noch der spanische Sieg sei verdient gewesen, aber vielleicht
entwickelt sich Spanien auch zum neuen Angstgegner der Deutschen. Die alten
Angstgegner (Brasilien, Italien, sowie gewissermaßen Frankreich und die
Balkanländer) dazugerechnet, wird es schwer die nächsten Jahre ein Turnier
zu gewinnen!
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Die alten Angstgegner (Brasilien, Italien, sowie gewissermaßen Frankreich und die Balkanländer) dazugerechnet

...und gewissermassen die südamerikanischen, asiatischen und Concaf-Länder....

Wo sind den bitte Frankreich oder die Balkanländer ANGSTgegner von uns. Das sind Gegner, mehr nicht. Und Spanien muss für das Prädikat noch`n büschn stricken.
Octopus_Paul Offline
Dabei seit: 08.07.2010
also die "Balkanlaender" sind 100% Angstgegner, siehe Serbien2010, Kroatien 2008, 98, Bulgarien 94, als es noch die Jugos waren gabs auch schon Schlappen.
Ganna Offline
Dabei seit: 06.07.2009
Seltsame Theorie, die Sache mit der sozialen Gerechtigkeit im Zeitalter von Harz IV und Subventionen für Firmen, die ihre Arbeitsplätze zum Angstgegner verlagern?
AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008
Alles hat seinen Preis, und der Preis, den die Deutschen für ihren neuen Zauberfußball zahlen, scheint im partiellen Verlust einiger alter Tugenden zu bestehen.

Auch wenn ich nichts von halbfundierten "Standardstrukturproblemen" halte, so scheint der oben zitierte Satz eine gewisse Warheit zu besitzen.

Wann hat man je eine deutsche Mannschaft gehabt, die anfällig gegen Kopfbälle gewesen ist ? Man muss wohl länger zurückgehen, bis man ein Tunier findet, wo eine deutsche Mannschaft 3 davon erhalten hat.

Die Problematik, selber aus Standards Tore zu machen besteht spätestens seit der Zeit unter Rudi Völler. Noch genau erinnere ich mich, welch Seltenheitswert das Freistoßtor gegen die Niederlande 2004 besaß. Unter Löw scheint das (und da, lieber Paul, hättest du bei mir offene Türen eingetreteten) noch eine Stufe dazu gewonnen zu haben. Ein Bundestrainer, der dagegen wettet, dass seine Mannschaft per Standards ein Tor erzielt und diese offenkundig nur dann und wann gezielt üben lässt...

Last but not least - der "Kampfgeist". Man kann in die Köpfe dieser jungen Mannschaft nicht heingucken - aber offenkundig ist ein frühes Tor für sie von entscheidender Bedeutung für ihre Psyche. Gegen Spanien schliesslich, dabei bleibe ich, war der mentale Faktor ausschlaggebend.

Für alle diese Eigenschaft haben wir eine spielerisch auftrumpfende Nationalmannschaft bekommen, die den schönsten Fussball des turniers gespielt hat und damit auch in der Reihe ihrer Vorgänger so ziemlich einzigartig dasteht. Selbst 1990 oder 1972 wurden da, wenn auch nur teilweise, in den Schatten gestellt.

Es stellt sich die Frage, ob man diesem "Thimm Thaler-Deal", wie ein User dieses Phänomen nannte, wirklich zu begrüßen ist.
Früher jammerte man ob der 2:1-Siege, rumpelnder Deutsche, die nur mit schieren Willen den Ball ins Tor trieben, wie Matthias Sammer anno 1996. Nun wird gejammert, dass man mit so einem Fussball keine Titel gewinnt. Ist halt so ein bisschen wie mit dem Wetter.
Aber auch ich muss zugeben - als einmaliges Erlebnis war es schön. Aber dann reicht es auch. Es wäre nicht schlecht, wenn wieder ein wenig "altes" Deutschland wiederkommt.
King Lui Offline
Dabei seit: 08.06.2010
Die alten Angstgegner (Brasilien, Italien, sowie gewissermaßen Frankreich und die Balkanländer)

Nicht persönlich gemeint,aber: totaler Unsinn!

1.gegen Brasilien haben sie bisher nur 1x bei einer WM gespielt (2002).
2.Frankreich als Angstgegner?3x mal bei einer WM 82 und 86 im Halbfinale gewonnen und nur in grauer Vorzeit(58) das Spiel um Paltz 3 verloren.
3.Italien war auch nur 06 und 82.
4.Und die Balkanländer jetzt mal alle schnell zusammen in einen Topf werfen find ich auch nicht so passend.

In Bezug auf die aktuelle spanische Mannschaft kann das aber schon stimmen, dass der Respekt in den nächsten Jahren einigen Spieler wiedr die Hosen nass macht. Aber dann auch nur,wenn deren Leistung bis dahin so bleibt,wie sie ist.
prazzomoto Offline
Dabei seit: 19.03.2009
Der Artikel triffts recht gut.
Ich hab mir während der WM auch des öfteren gedacht, dass das spielerisch-leichte, dass die Mannschaft plötzlich auszeichnete, vielleicht auf Kosten der "deutschen Tugenden" gehen könnte.
Dann kam das Spiel gegen Ghana, wo eben diese das erste mal gefordert wurden. Mehr oder weniger befriedigend wurden diese dann abgerufen oder es hatte zumindest den Anschein. Wenn man aber nach dem Schlusspfiff den erschöpften Jubel der Spieler gesehen hatte, so war schnell klar, dass das nichts mehr mit dem Siegeswillen und der Kälte voriger deutscher Mannschaften zu tun hatte. Das war einfach ein Haufen Arbeit und danach ein Nichtangriffspakt.

Spätestens nach dem Ausscheiden gegen Spanien, diesem absolut unbefriedigenden, kaum erklärbar ängstlichen Auftritt, kam mir der Gedanke: Was wäre das für eine wahnsinnige Mannschaft, wenn ihr zu ihrer bisweilen aufgeblitzen Genialität auch noch dieser vermeintlich typisch deutscher Killerinstinkt und Siegeswillen hinzukäme?
Franz Beckenbauer hätte mit 20 Jahren Verspätung recht gehabt – diese deutsche Mannschaft wäre auf Jahre hinaus unschlagbar gewesen.
noorange Offline
Dabei seit: 12.04.2006
Italien ist definitiv ein Angstgegner. Wo sind denn die Siege bei einem wichtigen Turnier?