AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008
@Ivanow

Entscheidend ist nicht so sehr, ob der HSV gewinnt oder Pünktchen holt. Gegen Wolfsburg darf man schon mit einer Niederlage rechnen.

Entscheidend ist aber, mit wieviel Gegentoren man dann eventuell verliert und wie sie entstehen.
Spielt wieder Bruder Leichtfuß in der Defensive und kriegt der HSV die Hucke voll, ist das doch dann ein Zeichen dafür, dass manche Leute den Ernst der Lage nicht erkannt haben.

Denn für diese "Kann uns nicht passieren"-Attitüde und das Dinogehabe ist der HSV, wie auch schon zuvor gezeigt, leider nur zu anfällig.

In diesem Zusammenhang steht dann auch, ob die Aussage von wegen CL "verwerflich" oder "respektlos" ist.
Sie ist dann "verwerflich", nicht im Sinne von sittlich schlecht, sondern schlicht im Sinne von Selbstschädigend, wenn die Vereinsoffziellen den Spielern und dem gesamten Umfeld des Vereins Flausen in den Kopf setzen und man immer in den Himmel schaut, ohne zu ahnen, dass man in einem ziemlich lecken Boot sitzt und einem das Wasser bald bis zum Hals steht.

Dämlich ist sie übrigens alle mal, da dies mal wieder nach einem der von Urmel schon so oft kritisierten "5-Jahrespläne" riecht.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Gestern 17:38:39 von AbteilungAttacke
Spielt wieder Bruder Leichtfuß in der Defensive und kriegt der HSV die Hucke voll, ist das doch dann ein Zeichen dafür, dass manche Leute den Ernst der Lage nicht erkannt haben.

Richtig. Wobei es aber doch eigentlich egal sein sollte, ob um die Meisterschaft, gegen den Abstieg oder um Platz neun gespielt wird, die volle Einsatzbereitschaft und der Wille, drei Punkte einzufahren, sollte immer gegeben sein. Weil dies zuletzt nur in wenigen Phasen zu erkennen war, oder drastischer ausgedrückt, vorhanden war, liegt die Vermutung nahe, dass etwas nicht funktioniert, bei Spielern, in der Mannschaft oder in der Zusammenarbeit zwischen Trainer und Mannschaft.

Und so wirkt es ziemlich verzweifelt, wenn Fink, um die Konzentration und Willen bei Standards zu schärfen, diese symbolisch bestrafen oder belohnen möchte. Solche "Psycho-Tricks" halte ich für unsinnig, denn entweder zeigen sie, wie schlecht es um die Mannschaft zu Zeit bestellt ist oder den Übereifer eines Psychologen.

Das erinnert mich an die Nationalmannschaft, ich glaube zur WM 2006 mit Klinsmann, der seine Psychologen stets im Gepäck hatte, als allen Ernstes im Training Elfmeterschiessen dadurch geübt werden sollte, dass ein Fehlschütze sich vor den Mitspielern zum Affen machen musste. Im Glauben, dass man, zusätzlich losgelöst vom Fehlen der körperlichen Situation nach 120 Minuten Spiel, was sich auch auf die Konzentration auswirkt, so die Nervenbelastung simulieren könnte.

wenn die Vereinsoffziellen den Spielern und dem gesamten Umfeld des Vereins Flausen in den Kopf setzen

Wenn man den Spielern dadurch sagen möchte, dass sie Potential hätten und stark genug seien, sich Richtung Champions League zu entwickeln, darf man natürlich nicht vergessen, deutlich zu machen, dass zuvor richtig harte Arbeit angesagt ist.
Dem Umfeld wiederum kann man keine Flausen mehr in den Kopf setzen, diese Flausen sind bereits immerwährend da.

Dämlich ist sie übrigens alle mal, da dies mal wieder nach einem der von Urmel schon so oft kritisierten "5-Jahrespläne" riecht.

Am liebsten hätte Fink sicher gesagt, im nächsten Jahr wäre die Meisterschaft möglich. Hat er sich nicht getraut. Nein, er wollte ein Signal setzen, halte ich nach wie vor für in Ordnung. Aber natürlich wird es ihm bei Niederlagen um die Ohren gehauen.


Tja, nun geht’s nach Wolfsburg. An was muss man denken? Klar, 5:4, 4:4, 4:4. 1997 war es, als die Wolfsburger mit Coach Willi Reimann nach fünf Jahren Zugehörigkeit in der zweiten Liga am letzten Spieltag im direkten Duell gegen Verfolger Mainz 05 durch das legendäre 5:4 den Aufstieg perfekt machten. Jürgen Klopp erzielte für seine von Reinhard Saftig trainierten Mainzer das zwischenzeitliche 2:3, doch reichen sollte es nicht. Zusammen mit Hertha und Lautern, das am gleichen Spieltag den SV Meppen 7:6 bezwang, ging es für Wolfsburg eine Klasse höher, die bis heute gehalten werden konnte.

Willi Reimann wurde im nächsten Frühjahr von Wolfgang Wolf abgelöst und zog dann weiter zum Club. Noch heute zerbrechen sich die Club-Fans den Kopf, ob man nicht das Abstiegstrauma `99 hätte vermeiden können, wäre Willi nicht in jener Saison nach dem 15. Spieltag auf Platz 15 liegend entlassen worden.

Zweimal hintereinander hieß es dann 4:4 zwischen Wolfsburg und dem HSV im Jahr 2000 saisonübergreifend. Jeweils dreimal trafen die Wolfsburger Sebescen und Akpoborie sowie die Hamburger Mahdavikia und Cardoso.

Nur knapp entgingen die Wolfsburger 2006 dem Abstieg, als sie am letzten Spieltag ihren langjährigen Coach Wolfgang Wolf mit Lautern durch einen 2:2 in die zweite Liga schossen. Genau jenen Wolf, der zwischen Wolfsburg und Lautern den Club trainierte, und dabei, wie sollte es anders sein, ab- und aufstieg.

Der HSV wiederum hatte auch 2006 nichts mit dem Abstieg zu tun, im Gegenteil, wurde am Ende Dritter und nahm am 18.03.06 auch die Hürde in der VW-Heimat.

26. Spieltag 05/06
VfL Wolfsburg - HSV 0:1

Wolfsburg: Jentzsch, Quiroga, Hofland, van der Heyden, van der Leegte, Menseguez, Karhan, Thiam (57. Hristov), Sarpei, Hanke (17. Marlet (67. Klimowicz)), Hoogendorp, Coach: Klaus Augenthaler

HSV: Kirschstein, Mahdavikia, Boulahrouz, van Buyten, Atouba, de Jong, Jarolim, Trochowski (85. Reinhardt) van der Vaart (65. Wicky), Lauth (72. Ailton), Barbarez, Coach: Thomas Doll

0:1 Lauth (22.)

Der Benny Lauth. 10 Tore in zweieinhalb Jahren HSV brachte der fünfmalige Nationalspieler zustande, der bei seinem Länderspieldebüt 2003 als Sechziger unter Rudi Völler in einem Team mit Tobias Rau, Paul Freier, Hanno Balitsch und Jörg Böhme stand. In der Bundesliga traf er für den VfB dann noch einmal, für 96 gar nicht, ehe er bei 1860 seine Heimat und seine Liga wiederfand.

Einen Stürmer, einen treffsicheren, den bräuchten wir jetzt auch. Am Freitagabend werden sich wieder Petric und dazu Berg versuchen dürfen. Was soll schon schiefgehen?
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Und über Doll verlierst du kein Wort.
currygoi Offline
Dabei seit: 10.06.2011
De Jong spielte schon 05/06 in Hamburg? Hätte ich nicht geschätzt.
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Die fleischgewordene Phrase ist doch in Fink reinkarniert, jedoch als Upgrade, da Fink mit weltmännischem Selbstbewusstsein Auftritt.
Ungerecht finde ich übrigens, Böhme mit fußballerischen Flitzpiepen wie Freier und Rau zu nennen. Böhme verfügte wenigstens über ungewöhnliche Fähigkeiten.
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
außerdem war böhme ein she guter bundesligaspieler der auch titel geholt hat. und in seiner "hightime" anfang der 00er zurecht in der nationalmannschaft stand.
diese flanken! diese freistöße!
AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008
Dem Umfeld wiederum kann man keine Flausen mehr in den Kopf setzen, diese Flausen sind bereits immerwährend da.

Mag sein. Die Phrase "schlafender Riese" kann man in diesem Forum bei keinem anderen Verein so oft hören, wie im Zusammenhang mit dem HSV - Köln vielleicht mal ausgenommen.

Wenn aber schon wie Laien in diese Richtung denken, wie sehr viel stärker mag es dann im Umfeld vom Verein sein?
Mag sein, dass die Flausen schon vorher da waren.
Aber wenn das Haus voll mit glühender Kohle ist, hau ich nicht noch Brennspiritus 'rein. So oder so spricht das nicht für Fink.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Wieder Null Punkte. Und das, obwohl es ein Spiel war, dass doch anders verlief als die letzten. Denn erstmals seit langem traf der HSV auf einen Gegner, der nicht abwartend spielte, sondern selbst agierte. So war es über 90 Minuten ein offenes, mit leichten Vorteilen für Wolfsburg, aber auch ein sehr fehlerbehaftetes Spiel, indem der Einsatz und der Wille, der auch beim HSV diesmal bei allen Akteuren zu erkennen war, manchen Fehler überdeckte.

Man hätte im Verlauf ahnen können, dass der derjenige das Spiel gewinnt, der einen Fehler des Gegners mehr entscheidend ausnutzt. Und es war dann wieder ein Standard, der offensichtlich von Schäfer genau so geplant war, denn, wenn ich es richtig gesehen habe, legte er sich den Ball zum Freistoß noch zwei Meter vom Tatort weg, um einen besseren Winkel zu bekommen.

Der gezeigte Wille beim HSV macht deutlich, wie in der letzten Woche an dieser Situation gearbeitet wurde, doch gerade in der Offensivbewegung gegen aggressive Wolfsburger wurden insbesondere bei Petric, Ilicevic und Jansen die momentanen Grenzen deutlich. Petric als hängende Spitze trat etwas mehr in Erscheinung, blieb aber wie zuletzt wirkungslos. Und Berg, zwar mit wenigen Ballkontakten, aber doch sehr engagiert, traf. Und wie. Ein Weltklasse-Tor. Das muss ihm doch jetzt ein solches Selbstvertrauen geben, dass er dies zum Anlass nimmt, eine richtige Tor-Serie zu starten.

Weiter hart arbeiten, Nerven behalten, dann wird alles gut. Und sieht man sich den Spielplan an, bleibt für mich Hoffenheim der Favorit, der am Ende neben Lautern und Hertha auf den letzten drei Plätzen landen wird.

Gestern 09:24:53 von Redondo7 1
Ungerecht finde ich übrigens, Böhme mit fußballerischen Flitzpiepen wie Freier und Rau zu nennen.

Gestern 09:29:23 von gelsenkirchen
außerdem war böhme ein sehr guter bundesligaspieler

Akzeptiert, weil korrekt.
Und ein Querverweis darf nicht fehlen. Böhme war von `93 bis `95 für den Club aktiv, 94/95 in der ersten Mannschaft. Und was es besonders macht: Er stieg nicht ab. Aus der zweiten Liga. Denn weil Zwickau am letzten Spieltag bei Fortuna Köln nicht gewann, wurde der Club 15., vor dem FSV Zwickau, und vor dem FC Homburg und dem FSV Frankfurt.
currygoi Offline
Dabei seit: 10.06.2011
Wenn Fink in den nächsten 4 Spielen nicht mindestens 4 Punkte holt, fliegt er. Wer geht mit?
Emiliano Zapata Offline
Dabei seit: 20.02.2010
4 Punkte in 4 Spielen sind aber sogar eher noch zu wenig für den HSV...
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Mh, ich orakel mal, daß man bei ner etwaigen Niederlage in K'lautern schon den Kopf fordern dürfte . . .

Tja, immerhin sollte ja jetzt Geld in der Mannschaftskasse sein. Drobny wollte das so.
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
21.03.2012 16:17:29 von balabala
Einmal erwischt es jeden Dino. Wenn´s den HSV endlich diese Saison treffen sollte, sind die Bayern dann der nächste Dino. Das sind doch wirklich schöne Ausssichten. Denn einmal erwischt es ja jeden Dino.

Bayern sind aber ein Dino im Enzo Ferrarischen, weniger im zoologischen Sinn. Wie der HSV.

Was macht eigentlich Dr. Peter Krohn? Ob er Zeit hätte, schlafende Riesen zu wecken?
Der HSV braucht gerade jetzt eine Prise Zirkus!
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
24.03.2012 12:40:56 von Trifon Ivanow
...bleibt für mich Hoffenheim der Favorit, der am Ende neben Lautern und Hertha auf den letzten drei Plätzen landen wird.

Diese Idee hätte es eigentlich verdient, Realität zu werden. Nun war aber der Hoffenheimer Sieg in Gladbach nicht eingeplant, drum landet sie erst mal wieder in der Schublade. Wäre schön, sie vor dem letzten Spieltag noch einmal herausholen zu können.


25.03.2012 23:31:47 von AntiMöller
Was macht eigentlich Dr. Peter Krohn?

(http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00366/pokal2_HA_Lifestyle_36... Krohn) , er (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41483952.htmlblieb dann doch ) und ist bei (http://www.hsv.de/verein/meldungen/verein/2012/maerz/eine-runde-sache-dr...ürdigen ) Gelegenheiten immer noch dicht dran.

Bayern sind aber ein Dino im Enzo Ferrarischen, weniger im zoologischen Sinn. Wie der HSV.

Nein. In diesem, zwar richtigen Sinne, ist nur der HSV der Dino. Die Bayern wären es vielleicht gerne, in dieser Sparte werden sie den HSV jedoch nie erreichen. Die Bayern sind nur zugestiegen.

Als Zweitletzter verlor der 1.FC Köln `98 dieses Prädikat, zuvor `96 Eintracht Frankfurt und der 1.FC Kaiserslautern. Ohne den HSV gäbe es gar keinen Dino mehr. Aus bekannten Gründen wird dies jedoch nicht passieren.

So würde der Abstieg der Lauterer diesmal zwar wieder wehtun, sie gehören einfach in die erste Liga, doch müssen sie sich nicht mit der Dino-Problematik auseinandersetzen.

In Abstiegsnot standen die Roten Teufel auch im Frühjahr 1990, auf Platz 17, erinnerten sich dann aber an Kalli Feldkamp, mit dem von `78 bis `82 bereits zwei dritte und zweite vierte Plätze erreicht werden konnten. Sie holten ihn für Gerd Roggensack zurück, und natürlich war der erste Gegner am 03.03.90 noch übermächtig.

23. Spieltag 89/90
1. FC Kaiserslautern - HSV 1:3

Lautern: Serr, Lutz (74. Schachow), Stumpf, Stadler, Roos, Scherr, Dooley, Foda, Schupp, Hotic (82. Allievi), Labbadia, Coach: Kalli Feldkamp

HSV: Golz, Moser, Kober, Ballwanz, Schröder, Spörl, Jusufi, von Heesen (34. Bode), Eck, Nando, Furtok (82. Merkle), Coach: Gerd-Volker Schock

0:1 von Heesen (28.), 1:1 Foda (50.), 1:2 Furtok (77., Elfmeter), 1:3 Nando (90.)

In der Folge schaffte Lautern noch den Klassenerhalt. Nicht nur das. Der Pokal wurde geholt, für Kalli Feldkamp nach `85 mit Uerdingen und ´88 mit Frankfurt der dritte Cup in sechs Jahren. Und ein Jahr später waren sie plötzlich Meister. So ist... Wir wissen das.

Auf der HSV-Bank saß bei jenem Spiel ein echter Typ, ein solcher, den es heute, ohne Pathos zu bemühen, viel zu selten gibt. Der knurrig-kauzige und immer geradlinige Holsteiner Gerd-Volker Schock. Dies erst zum zweitenmal, nachdem er in der langen Winterpause Willi Reimann ablöste. Er wurde am Ende Elfter und führte den HSV im folgenden Jahr als Fünfter zurück nach Europa. Mit dem guten Sturmduo Jan Furtok und Nando. Dem Brasilianer, der seinerzeit im zweiten Einsatz zum dritten Mal traf.

Gerd-Volker Schock hatte selbst den Blick für das gegnerische Tor, wurde für den VfL Osnabrück dreimal Zweiter der Torschützenliste in der zweiten Liga Nord. In der Premierensaison 74/75 reichten 26 Treffer zum Runner Up hinter dem Bielefelder Volker Graul (29) und vor Landstrich-Kollege Sonny Wenzel (24), der bei Pauli erstmals Aufmerksamkeit erregte. Schock schoß am vorletzten Spieltag Olympia Wilhelmshaven mit zwei Toren in die Drittklassigkeit zurück, trotz Torwart-Legende Bernd Helmschrot, der danach von Wilhelmshaven nach Offenbach zurückkehrte, um mit den Kickers aus der ersten Liga abzusteigen. Neben Wilhelmshaven stiegen auch der VfL Wolfsburg und Barmbek-Uhlenhorst aus der zweiten Liga ab, während die SpVgg Erkenschwick, der 1.FC Mühlheim, Borussia Dortmund und Wacker 04 Berlin den Klassenerhalt schafften.

Zwei Jahre später traf nur der Paulianer Schlangen-Franz (27) öfter als Schock (23), während die ehemaligen Bayern-Spieler Cäsar Wunder (21) für 96 und Charly Mrosko (19) für Arminia Hannover ebenso nicht herankamen wie Jochen Abel (11) von Westfalia Herne und Hans-Günter Bruns (9) von Wattenscheid 09, die ihre beste Zeit noch vor sich hatten.

Wieder zwei Jahre später musste Schock sich lediglich Zweitliga-Legende Karl-Heinz Mödrath (28) von Fortuna Köln beugen, der mit insgesamt 150 Zweitliga-Toren in der All-Time-Tabelle hinter dem viermal öfter treffenden Dieter Schatzschneider auf Platz zwei liegt. Hier belegt Schock mit 116 Toren Platz sieben, auch deshalb, weil er zur nächsten Saison nach Bielefeld wechselte und 21mal traf. Womit er jedoch hinter Christian Sackewitz (35) und dem späteren Lauterer Norbert Eilenfeldt (30) nur drittbester Bielefelder Schütze in jener Saison war, die die Arminia mit 120 Toren und 66:10 Punkten als Meister vor Rot-Weiß Essen abschloss, mit Uli Stein im Tor und dem drahtigen Mittelfeld-Motor Frank Pagelsdorf. Es begann die beste Zeit auf der Alm mit vier Jahren Bundesliga und zwei achten Plätzen in Folge, dafür sorgten maßgeblich die Recken Karlheinz Geils und Dirk Hupe, Keeper Kneib sowie natürlich (http://www.youtube.com/watch?v=2OzuNCgUd5Adiese) unnachahmliche Unterstützung. Aber das nur am Rande. Gerd-Volker Schock kehrte unterdessen nach drei Bielefelder Jahren nach Osnabrück zum VfL zurück und ziert heute zurecht dessen Jahrhundert-Elf neben Neale Marmon, Lothar Gans und Joe Enochs. Für den Verein, der noch viel mehr als der Club in seiner Geschichte zwischen zwei Ligen pendelte.

Knurrig wird er sicher auch heute sein, bei Betrachtung der Tabellensituation des HSV, doch die Geradlinigkeit wird ihn beruhigen, da er genau weiß, dass in Lautern selbstverständlich drei Punkte eingefahren werden.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
sehr schön, hier immer wieder mal alte namen zu lesen. diesmal: Sascha Jusufi. juter mann, den hab ich immer gerne spielen sehen. leider musste er seine karriere wegen verletzungen früh beenden, da allerdings war er schon bei schalke unter vertrag. hat er eigentlich je für die gespielt? und: was hat damals die ärztliche abteilung vor vertragsunterschrift gemacht? oder gab es gar keine?
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Ne, nach seiner Rückkehr hat Jusufi leider kein Spiel mehr für Schalke machen können. Das war ein ganz feiner Techniker. Und eine medizinische Abteilung hatte Schalke wahrscheinlich nicht Anfang der 90er.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Sehr gekonnt, Herr Ivanow, wie da in der allerletzten Spielminute bei diesem hauptsächlich norddeutschen Thema doch noch der Clubbezug eingenetzt wurde.
Chapeau!!
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
und Charly Mrosko... war mal ein Arbeitskollege osä meines Vaters. Deshalb habe ich mal ein grottenschlecjtes Spiel Arminia Hannover gegen Uerdingen gesehen, so 1976/77 herum.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
Charly war Anfang der 80er trainer beim TSR Olympia Wilhelmshaven. war sogar ne richtig goile säsong dabei, als die Truppe mit könnern wie Andreas Loges und alten kämpen wie Willy Klinge lange zeit vom aufstieg inne zwoten liga träumen durfte. und das alles im alten stadion an der friedenstrasse.
*schneuz*
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Sehe gerade, HSV hat 1964 schon mal ganz ansehnlich gegen den FCK a´gewonnen, 7:3 allerdings in Hamburch.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
So, nur noch zehn Punkte auf Platz fünf. Wobei Platz sieben doch reichen würde für Europa und nun der sechste in den Volkspark kommt. Jaja, was wäre in dieser Saison möglich gewesen. Und was wäre in der nächsten Saison für die Fünf-Jahreswertung möglich.

Nein, aber es war ein gutes Fussballspiel in Lautern. Gut, weil es spannend war, spannend bis zur letzten Minute, weil es hart umkämpft war, weil jeder auf dem Platz alles gab, was momentan möglich ist. Und weil wir gewonnen haben.

Alles andere ist jetzt nicht wichtig.

Für Lautern wird es nach unten gehen, sie werden hoffentlich schnell wiederkommen. Und der Trend spricht nun gegen Köln und, ja, gegen den Club nach der vierten Niederlage in Folge.
einrudithömmes Offline
Dabei seit: 18.04.2005
Alles andere ist primär!

Oder war es gar... Ironie, der erste Abschnitt?

Also, seit der Fink mal fürn bisschen Abwechslung sorgt in der Kabine, isser zumindest das sich anbahnende Etikett der "neuen grauen Maus" los. Da der Kader wohl stark genug ist (oder stärker als zwei-drei Andere, was ja bekanntlich Jahr für Jahr reicht), bleibt der HSV. Aber aus eigener Kraft mehr erreichen sieht echt anders aus, oder? Sone richtige Weiterentwicklung oder Perspektive... da geht ja in Mainz mehr (und das meine ich ehrlich entsetzt!)... Petric und Guerrero wech, so lange es dafür noch Geld gibt... Berg gleich mit und um Jarolim ein neues Team aufbauen, nur so kann es gehen!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
ja nu wart doch mal ab! Beister kommt, der lettische torjäger da auch (vielleicht ja mal einer, der auch beim HSV die dinger reinmacht), adler. is doch schon mal nen anfang. und überhaupt musste jedem von anfang klar sein, dasses nen schweres jahr wird. also, dat ding jetzt durchziehen, mund abputzen und weiter. immer weiter, nech. und geduld.
wyntonia rufer Offline
Dabei seit: 03.02.2009
Herr Ivanow, da haben se in vielen Punkten recht, aber ich der Clubb, der steigt diese Saison nicht ab. Sich den Bayern 0:1 geschlagen geben zu müssen ist nun warhlich kein Krisenzeichen.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Völker der Welt - hört auf diese Frau!!!!
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Das schwere Jahr ist noch nicht vorbei. Ein gutes Fußballspiel war es am Samstag sicher nicht - es war Abstiegskampf, und es war wichtig, dass sich der HSV darauf eingelassen hat. 3 Punkte, die den HSV sich nicht in Sicherheit wiegen lassen sollte (was für eine unsinnige Redewendung, aber egal). Platz 16 ist nur eine Pleite entfernt. Und Köln und Hertha haben sich noch nicht aufgegeben.
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
wenn uns der club aber leider in den ganzen jahren eins demonstriert hat dann das, hervorragende ausgangspositionen leichtfertig zu verschleudern. und leider leider erkenne auch ich in nürnberg momentan eher eine tendenz nach unten, während sie in freiburg und mainz z.b. deutlich nach oben zeigt.
und beim hsv? irgendwie weigere ich mich, aus diesem sieg jetzt sowas wie ein aufbruchsignal rauszuhören. da ist noch viel arbeit zu tun! vorteil wird der sein dass die direkten absteiger in meinen augen fest stehen weil lautern und berlin diese plätze verstopfen und man nur noch um die relegation kickt.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Zum Club habe ich im Clubthread geantwortet, wir brauchen hier den Platz für Trifons ca-45-Zeilenanwort :)

Aber außer Lautern sehe ich das noch lange nicht entschieden, einzig Mainz ist wohl erst mal weg.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
30.03.2012 11:04:31 von alterzabo
Sehr gekonnt, Herr Ivanow, wie da in der allerletzten Spielminute bei diesem hauptsächlich norddeutschen Thema doch noch der Clubbezug eingenetzt wurde.

Bin nun mal in solchen Dingen altmodisch. Für mich gelten noch Handschlagvereinbarungen, auch imaginäre.


01.04.2012 22:33:31 von wyntonia rufer
Herr Ivanow, da haben se in vielen Punkten recht, aber ich der Clubb, der steigt diese Saison nicht ab. Sich den Bayern 0:1 geschlagen geben zu müssen ist nun warhlich kein Krisenzeichen.
02.04.2012 11:24:13 von alterzabo
Aber außer Lautern sehe ich das noch lange nicht entschieden, einzig Mainz ist wohl erst mal weg.

Natürlich ist es nicht entschieden. Und wieder einmal sehr spannend. Ich glaube auch nicht, dass der Club absteigt. Doch es ist ein Trend, wenn man mit vier Niederlagen am Stück in die entscheidende Phase einsteigt.

Wenn ich mich heute festlegen müsste, würde ich voraussagen:

16. Hertha
17. Augsburg
18. Lautern

Aber nur vage. Ich weiß es nicht. Kann auch anders kommen.


Und wir?

02.04.2012 10:36:12 von Redondo7 1
Das schwere Jahr ist noch nicht vorbei.

Richtig.

Doch die Antwort kann nur lauten:

01.04.2012 21:51:03 von Hotte80
also, dat ding jetzt durchziehen, mund abputzen und weiter. immer weiter, nech. und geduld.

Und jetzt erst mal Leverkusen wegputzen.

Wer erinnert sich noch an Markus Münch? Er sorgte `96 am letzten Spieltag mit seinem 1:1 acht Minuten vor dem Ende gegen Lautern dafür, dass Andi Brehme im Schoß von Rudi Völler seine Abstiegstränen vergoss und nicht umgekehrt. Obwohl. Hätte Rudi Völler geweint? Die Frage lassen wir jetzt einfach mal stehen und stellen stattdessen fest, dass Markus Münch ebenso dafür sorgte, dass die Werkself seit ihrem Aufstieg `79 noch nie abstieg.

Zusammen mit Bayer Uerdingen, die in der Relegation als Zweiter der Nordgruppe den Südzweiten SpVgg Bayreuth durch den entscheidenden Treffer des Ex-Wilhelmshaveners Willi Götz schlugen und dem Südmeister München 60 stieg Bayer Leverkusen mit Coach Willibert Kremer also in die erste Liga auf und wurde auf Anhieb Zwölfter. Man nahm einen Platz ein, den der Club mit seinem Abstieg räumte. Den zweiten Bundesliga-Abstieg, nachdem man nach neun Jahren Abstinenz im Vorjahr zurückkehrte, sich durch ein 4:2 gegen die Bayern am drittletzten Spieltag noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machte, letztlich den Rückstand auf Schalke jedoch nicht mehr aufholen konnte.

Es war auch das Jahr, in dem Westfalia Herne hinter Leverkusen Zweitliga-Fünfter wurde, die Lizenz aber wegen der (http://de.wikipedia.org/wiki/Goldin_(Unternehmen)Goldbach-Affäre ) zu Beginn der neuen Saison zurückgeben musste. Westfalia Herne ging nicht unter, kam aber auch nie wieder zurück.

Beim ersten Auftritt im Volkspark nach dem Aufstieg war die Werkself am 08.12.79 beim Deutschen Meister gegen ein großartiges Team natürlich völlig chancenlos, wie wir uns gerne erinnern:

16. Spieltag 79/80
HSV - Bayer Leverkusen 3:0

HSV: Kargus, Kaltz, Nogly, Jakobs, Hidien, Hartwig, Magath, Keegan, Reimann, Hrubesch, Milewski (72. Memering), Coach: Branco Zebec

Leverkusen: Bockholt, Posner, Gelsdorf, Demuth, Scheinert, Hörster, Bruckmann, Hermann, Eigl, Herzog, Szech, Coach: Willibert Kremer

1:0 Reimann (45.), 2:0 Hrubesch (75.), 3:0 Memering (82.)

Im Leverkusener Team der vielleicht unbekannteste 74er Weltmeister , obwohl er in der Zwischenrunde seinerzeit zweimal in der Startelf stand, der langjährige Düsseldorfer Fortune Dieter Herzog, ebenso Kurt Eigl, 66 Bundesligaspiele für den HSV und auch Wegbereiter des Viertelfinaleinzugs beim Europacupsieg `77 durch drei Treffer in den beiden Spielen gegen die Hearts of Midlothian. Wie auch Heynckes-Assistent Peter Hermann, `73 mit zwei Bundesligaeinsätzen für den HSV.

Aktuell kämpft das Team zusätzlich mit Verletzungen. Der Einsatz von Drobny ist offen, Ersatzmann Tom Mickel fällt bereits länger aus. Aber genau für einen solchen Fall wurde Sven Neuhaus verpflichtet. Also wird er, wenn es sein muss, in den Kasten gehen und seinen Job erfüllen. Rincon und Kacar können nicht spielen. Das wäre nun eigentlich die Chance, endlich Jacopo Sala auf der Sechs, seiner, meiner Meinung nach, idealen Position zu sehen, doch er meldete sich auch ab. Vielleicht kommt jetzt Skjelbred, auch gut auf der Sechs. Wir werden sehen, in welcher Verfassung er ist, nachdem er quasi die komplette Saison zusehen musste. Auch Diekmeier kann nicht spielen, wird wohl durch Bruma ersetzt.

Dass Leverkusen vielleicht nach dem Trainerwechsel noch mal explodiert, mag sein. Aber nicht am Sonntag.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Also wie erhofft ist die Werkself nach dem Trainerwechsel nicht explodiert. Dies konnte auch Ballack nicht ändern. Der mitspielte und nicht in Erscheinung trat. Eigentlich wie die gesamte Leverkusener Mannschaft nicht in Erscheinung trat. Sie konzentrierte sich auf die Defensivarbeit, geschuldet den letzten Niederlagen, wirkte offensiv sehr zurückhaltend, nein, schwach.

Warum hat es für uns trotzdem nicht zum Sieg gereicht? Finks Matchplan sah offensichtlich ähnlich aus wie der von Lewandowski/ Hyypiä. Das wesentliche Zeichen hierfür war bereits an der Aufstellung zu sehen, als bekannt wurde, dass der zweite Sechser Robert Tesche heißen sollte, also defensive Robustheit statt des Versuchs, spielerische Impulse zu bringen, mit Skjelbred oder vielleicht sogar Töre auf dieser Position. Aber nachvollziehbar, wenn man im Abstiegskampf hängt. Tesche fiel zwar nicht auf, machte aber auch kaum Fehler.

So kamen beide Teams nur schleppend in die Offensive, es herrschten die Defensivreihen, die konzentriert agierten und kaum Fehler produzierten. Eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Der HSV zwar feldüberlegen, wie fast immer, aber ohne Möglichkeiten, zwingend zu werden, Leverkusen mit zögerlichen und ungenauen Kontern, zweimal musste Drobny gut halten. Zwei Fehler sorgten dann für die Tore. Castro schenkte uns den Handelfmeter und wieder einmal ein Standard, in dessen Folge Westermann den ersten Kopfball verlor.

Wir können aber mit dem Punkt leben, bleiben bezüglich Klassenerhalt auf Kurs. Mehr ist momentan nicht möglich. Petric hat meiner Meinung nach für seine Verhältnisse ein gutes Spiel gemacht, nicht nur wegen des wichtigen Elfmetertores, er wirkte schon vorher engagiert wie schon länger nicht und hatte einige gute Aktionen. Gut gefallen hat mir auch Mancienne, der offensichtlich mehr an Sicherheit gewonnen hat, ein guter Job als Innenverteidiger.

Gemessen an der Situation darf man mit dieser engagierten und willensstarken Leistung zufrieden sein, die spielerische Entwicklung wird dann in der Vorbereitung auf die nächste Saison beginnen dürfen.

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