Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Eher um drei Punkte als um den Fair-Play-Pokal, ma sag'n.
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Noch mal: wann in den letzten 5 ,6 Jahren sollte denn der HSV in sowas wie ein Halbfinale vorgedrungen sein?
Ist mein Gedächtnis derart brüchig?
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Ähm, 2008/09 wars doch mit den zigtausend Derbyspielen zw. Werder und dem HSV binnen weniger Wochen. Liga, UEFA-Cup und Pokal binnen 24 (?) Tagen, oder so.
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Na ja, das Ding mit der Papierkugel jedenfalls.
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Ja, muss 2008/09 gewesen, denn da war ich zum Finale zum Public Viewing in Bremen, weil ich da eh gerade da war. Deutsch-deutsches und ein innerukrainisches Halbfinale mit Kiew vs. Donezk.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
Ist mein Gedächtnis derart brüchig?

ja.
2008/2009 und 2009/2010 jeweils halbfinale
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern...
saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004
SCHEISS HSV!
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Dasmafakt!
noorange Offline
Dabei seit: 12.04.2006
Becherwerfen kann St. Pauli schon besser als der HSV!

Bald nur noch die Nummer 3 im Norden?
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
18.02.2012 23:57:31 von Haensgen vom Deich
Eher um drei Punkte als um den Fair-Play-Pokal, ma sag'n.

Gutes Thema, das Fragen offen lässt. In der Tat werden bekanntermaßen Fair-Play-Wertungen geführt, sowohl von der UEFA als auch von der DFL. Die besten drei Landesverbände der UEFA-Wertung am Ende der Saison erhalten einen zusätzlichen Startplatz für die EL-Qualifikationsrunde. Sollte Deutschland zu den besten drei gehören, erhält der beste der DFL-Wertung, der sich nicht über die Abschlussplatzierung für einen internationalen Wettbewerb qualifizierte, jenen Startplatz.

Zum Ende eines Kalenderjahres veröffentlicht die UEFA jeweils das (http://kassiesa.home.xs4all.nl/bert/uefa/news-template.html?120116aktuelle Ranking ) der laufenden Saison. Die Wertung der DFL, die einsehbar ist, wird nur bezüglich eines kleinen Teils der Kriterien, der gelben und roten Karten, geführt, ist daher zu vernachlässigen. Die wirkliche Wertung ist nicht öffentlich.

Die Kriterien, die in (http://de.wikipedia.org/wiki/Fair-Play-Wertungdiesem Artikel ) nachlesbar sind, sind vielfältig. Warum wird die Ausgestaltung der Kriterien, die Bewertung der einzelnen Spiele sowie das laufende Ranking nicht transparent und öffentlich gehalten? Wer hat hier etwas zu verbergen?

Wäre es nicht sinnvoll, spätestens in Zeiten der beginnenden Diskussionen über zunehmende Gewalt in Stadion, die sich in der Außenwirkung viel zu oft auf die Thematik Pyro ja/nein reduziert, insbesondere die Bewertungskriterien "Positives Spiel", "Respekt", "Fan-Verhalten" durch Transparenz und die dadurch sicherlich folgende Diskussion über einzelne Bewertungen ins Bewusstsein zu rufen und komplett zu kommunizieren?

Wäre es nicht sinnvoll, seitens der DFL das wichtige Thema "Fair-Play" anders zu prämieren, als mit der mehr als vagen Hoffnung auf einen EL-Qualifikationsplatz? Warum wird hier nicht ein Prämientopf ausgespielt, der abgestuft die ersten Plätze des Rankings belohnt? Geld genug wäre vorhanden, zudem wäre es hierfür sicher möglich, Sponsoren zu finden. Und die Clubs könnten ein Agreement eingehen, daß diese Prämien in Gänze eigenen Fan-Projekten zu Gute kommen könnten.

Man würde sicher nicht Gewalt , auch nicht jeden Becherwerfer, komplett verhindern, doch die Auseinandersetzung mit diesem Thema wäre durch Transparenz und Kommunikation der Fair-Play-Wertungen wesentlich breiter und damit sinnvoll.

Ok, waren nur ein paar Gedanken.

Ein anderer Gedanke führt uns zum Freitagabend, und damit zu den Gladbacher Fohlen. Was bleibt anderes, als vom Gladbacher Fussball in dieser Saison überwiegend begeistert zu sein. In der Tat erinnert das fast schon arrogante, im positiven Sinne, Selbstverständnis in die eigene Stärke auf dem Spielfeld, wie etwa gegen Schalke, phasenweise an dieses große Wort, Barcelona. Wohin führt der Weg? Für den deutschen Fussball mag man hoffen, dass dieses Team diese Stärke wird konservieren und im nächsten Jahr international wird einbringen können. Und dass der überragende Baumeister, Lucien Favre, seine, in meiner Wahrnehmung, einzige Schwäche, seine Unruhe, sofern er sich ohne eigenes Verschulden schlecht behandelt fühlt, zum Beispiel beim Abgang einiger Akteure, wird abstellen können. Denn gerade, weil die Stärke die homogene Teamleistung darstellt, wäre es doch möglich, einzelne Bausteine des Teams zu ersetzen. Viel Glück dabei.

Und nun kommt der HSV. Mit Chancen? Selbstverständlich. Wann hat der HSV zuletzt ein Auswärtsspiel verloren? Wer kann sich daran erinnern? In Bremen war es, am fünften Spieltag, seitdem vier Siege und drei Remis. Eine hochinteressante Konstellation, mit der Fragestellung, ob der HSV beim Versuch, auch dieses Spiel dominant zu gestalten, die nötige Aggressivität abruft, um die Gladbacher in der Defensive zu gefährden, und gleichzeitig konzentriert bleibt, um einfache Fehler in der Vorwärtsbewegung zu vermeiden.

Hätten wir uns diese Frage an einem Freitagabend im Herbst 1995 gestellt, genauer gesagt am 17.11.95, so hätten wir sie bejahen müssen. Denn als damals nach dem 13. Spieltag die Gladbacher sich an der Spitze hinter Dortmund und Bayern balgten und sich der HSV nach einem Trainerwechsel, Magath für Möhlmann, vom 17. auf den 8. Platz empor gearbeitet hatten, war jenes Match auf dem Bökelberg zu sehen:

14.Spieltag 95/96
Gladbach - HSV 1:2

Gladbach: Kamps, Hoersen (71. Wolf), Klinkert, Andersson, Neun, Hochstätter, Pflipsen, Effenberg, Wynhoff (46. Pettersson), Sternkopf, Dahlin, Coach: Bernd Krauss

HSV: Golz, Hartmann, Hubtchev, Kovacevic, Fischer, Spörl, Kmetsch, Schnoor, Albertz, Copado (85. Lüttkenhaus), Jährig (60. Ordenewitz), Coach: Felix Magath

0:1 Spörl (1.), 0:2 Spörl (25.), 1:2 Dahlin (66.)

Der Franke Lumpi Spörl, viel zu stark um jemals für den Club aufzulaufen, erlebte sein bestes von 14 HSV-Jahren, erzielte in jener Saison 14 Treffer und verpasste sogar die Torjägerkanone nur knapp, die Bobic für 17 Tore bekam. Warum der, außerhalb der HSV-Familie, viel zu sehr unterschätze Spieler nie Nationalspieler wurde, kann nur Berti Vogts beantworten. Ali Albertz hingegen kam auf drei Einsätze unter Vogts, der dritte im September 98 beim 1:1 gegen Rumänien auf Malta, dem letzten Spiel vor Erich Ribbeck, als The Hammer längst bei den Glasgow Rangers aktiv war, dort in seiner Zeit neben Stefan Klos, Paul Gascoigne, Gattuso und der Legende Ally McCoist spielte und half, drei der insgesamt 54 Meisterschaften einzufahren.

Auch diesmal werden wir die Fohlen überraschen und den Sieg einfahren.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
extra für Deinen Bericht wach geblieben, zwar etwas rudimentär, aber die nicht vertraglich definierten Ansprüche bedient, DANKE.
Jetzt kann ich beruhigt ins Bett.
Und alles Gute für den Spieltag, wir wollen ja nicht , dass es langweilig wird an der Spitze...
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Gestern 00:22:32 von alterzabo
extra für Deinen Bericht wach geblieben

Mach mir keine Sorgen.

Aber eines ist sicher, auch die Club-Fans werden am gestrigen Abend, ob nun in (http://www.abendzeitung-muenchen.de/media.media.101522b2-f14b-452a-afdc-...) oder im (http://www.youtube.com/watch?v=BOlcFCPZtIsBorussia-Park) , angetan gewesen sein von der Leistung des HSV in der zweiten Hälfte. Und die Gladbacher werden sich in dieser Saison an der Spitze sputen müssen, denn in der nächsten Saison werden sie dort mit dem HSV einen weiteren Konkurrenten erleben.

Erlaubt ist die Frage, warum der HSV wieder erst nach dem Rückstand diese aggressive Entschlossenheit, die ein wenig an das Happelsche Pressing erinnert, zeigen konnte. Aber was wäre ein Team in der Entwicklung, wenn es nicht noch Entwicklungspotential geben würde.

So war es in der ersten Hälfte ein Spiel, dass bei aller Spannung zwei Mannschaften sah, die kaum Fehler machten und dem Gegner wenig Möglichkeiten boten, zudem erstickte das Schiedsrichtergespann durch kleinliche Spielführung Einiges an Dynamik. Dass die Gladbacher Führung durch einen fragwürdigen Freistoss und aus Abseitsstellung fiel, geschenkt. Die Freistossvariante an sich war sehenswert, frontal auf einen mit dem Rücken zum Tor stehenden Kopfballspieler, der so auch die Gegenspieler abschirmt, und in der Lage ist, den Ball auf das Tor zu bringen. Wäre dieses Tor nicht gefallen, hätten wir womöglich in der zweiten Halbzeit die Fortsetzung des bisherigen Spiels gesehen, was hätte 0:0 ausgehen können.

So war dann aber auffällig, dass es auch dem Gladbacher Spiel nicht behagt, wenn sie hoch und aggressiv attackiert werden, die Überlegenheit des HSV wurde erdrückend, der Ausgleich eine logische Folge. Dass kein weiteres Tor fiel, lag an der weitestgehend fehlerlosen Vorstellung beider Defensiv-Reihen.

Die nächsten Gegner für den HSV werden leichter, noch ist vieles möglich.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Soweit ist es schon gekommen. Die Spielchen der bayern-nahen Medien sind bekannt, die gerne Wechselabsichten von Leistungsträgern der direkten Konkurrenz in die Welt setzen. Aber Drobny zu den Bayern? Also wird der HSV als direkter Konkurrent angesehen? Da würde mir Nils Petersen zum HSV schon sinnvoller erscheinen und auch gut gefallen. Ein solches Talent sollte nicht auf der Bank sitzen, was er bei den Bayern ohne Zweifel weiterhin tun würde, an Gomez wird er nicht vorbeikommen, auch nicht an einem fitten Olic. Beim HSV könnte er Petric ersetzen, der, wie schon im Grunde die ganze Saison, quasi auf Bewährung spielt. Seine Zwischenbilanz nach dem 23. Spieltag: 16 Spiele, sechs Tore, zwei Assists. Zu wenig. Immerhin zeigte er sich zuletzt laufstärker.

Anders sieht es bei Jarolim aus. Ich würde mir wünschen, dass er dem HSV noch länger erhalten bleibt, auch wenn er dann vielleicht nicht immer spielt. Bringen kann man ihn immer, auch nach seiner längeren Nicht-Berücksichtigung in dieser Saison stellte er sich wieder auf den Platz und spielte zuverlässig sein Spiel.

Das wird er auch gegen den VfB tun, und hoffentlich auch Ilicevic, der beginnen wird, erst zum drittenmal. Ihm wünsche ich jetzt mal das Vertrauen für ein paar Spiele, um sein Potential zeigen zu können. Gefordert wird er aber sein, denn Sala, der nicht enttäuschte, Töre, der wieder trainiert und auch Arslan, der diese Position spielen kann, sitzen im Nacken. Alternativen sind also da, damit auch die Konkurrenz, das beruhigt.

Ruhig bin ich auch vor dem Spiel gegen den VfB. Die spielen eine merkwürdige Saison, wirkt das Team doch von der Zusammensetzung her eigentlich stark und gut fußballspielen könnten sie auch, aber dann gibt es teilweise erschreckende Niederlagen, für mich wenig greifbar.

Anders als zu Zeiten des (http://www.hefleswetzkick.de/VFB/20_Personen/06_Geschichten/image/Sunder...) , der den VfB vom elften Platz in der zweiten Liga abholte und 1977 zurück in die Bundesliga führte. Dies mit dem sachlichen Helmut Roleder im Tor, mit den ganz jungen Karlheinz Förster und Hansi Müller, den Haudegen-Anwärtern Hermann Ohlicher und Erwin Hadewicz, mit dem 52-maligen jugoslawischen Nationalspieler Dragan Holcer, mit Dieter Hoeneß und (http://www.vfb.de/fileadmin/REDAKTION/News/2011-2012/Personen/Hitzfeld_V...) Vollblut-Stürmer aus Lörrach, der 22 der insgesamt 100 Tore in jener Saison erzielte. Zum Torschützenkönig reichte es für Hitzfeld nicht, dies wurde, man mag es kaum glauben, der mit der linken Klebe, der damals 35-jährige Emma, mit 24 Treffern für den FV Würzburg 04. Allerdings schaffte Hitzfeld das Kunststück, drei Monate bevor Dieter Müller den bis heute gültigen Bundesligarekord, sechs Treffer in einem Spiel beim 7:2 gegen, wen sonst, Werder Bremen, aufstellte, beim 8:0 gegen Jahn Regensburg sechsmal einzunetzen. Dies ist bis heute Zweitliga-Rekord, trotz eines Horst Hrubesch, der 77/78 42 Treffer erzielte und trotz eines Frank Mill, der 80/81 40mal traf, beide für Rot-Weiss Essen.

Und während (http://pictures.media.tvinfo.de/pictures/f5/1c/a4/06/8f/cb/e1/c7/59/33/e... Frau ) längst Geschichte schrieb, marschierte der VfB nach dem Aufstieg, ergänzt um Walter Kelsch und den Österreicher Roland Hattenberger, auf den vierten Platz in der Bundesliga, mit einem für damalige Verhältnisse unfassbaren Zuschauerschnitt von 54.000 im Neckarstadion.

In jener euphorischen Saison gab es nur einen Gegner, gegen den der VfB zweimal verlor, wen? Natürlich den HSV. Zum Beispiel am 21.01.78, wie wir uns erinnern.

22. Spieltag 77/78
HSV - VfB Stuttgart 2:0

HSV: Kargus, Kaltz, Buljan, Nogly, Ripp, Zaczyk (82. Reimann), Magath, Memering, Keller, Steffenhagen, Volkert, Coach: Arkoc Özcan

VfB: Roleder, Martin, Holcer, Förster, Elmer, Jank, Ohlicher, Müller (81. Schmider), Hadewicz, Hitzfeld (69. Kelsch), Hoeneß, Coach: Jürgen Sundermann

1:0 Memering (36.), 2:0 Zaczyk (79.)

Der ehemalige HSV-Keeper Arkoc Özcan löste nach dem 12. Spieltag Rudi Gutendorf als Coach ab und führte den Europacup-Sieger auf Platz zehn im Jahr vor der Meisterschaft mit Branco Zebec.

Torschütze (http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/w/images/thumb/b/b1/Memering.j... Memering) , mit 303 Spielen auf Platz sieben der ewigen HSV-Bundesligaspieler-Liste, stand bei seinem Länderspieldebüt, von dreien, 1979, neben den VfBlern Kh.Förster, Müller, Hoeneß und Kelsch. Hinzu kam noch Bernd Förster, fünf Stuttgarter, wahrscheinlich einmalig. Trotzdem 3:1 in Irland.

Der zweite Torschütze, Klaus Zaczyk, 262 Bundesligaspiele für den HSV, bestritt auch ein Länderspiel und traf sogar beim 5:1 gegen Marokko 1967. Da spielte er noch für den KSC, dies seit Gründung der Bundesliga, als jüngster gemeldeter Spieler der Auftaktsaison. Nach dem Abstieg des KSC ´68 wechselte (http://www.cluberer69.de/AKundSK/AKundSK_Bilder/19681969/O%20Klaus%20Zac...) zum Meister, zum Club, für den er alle Saisonspiele bestritt, und wieder abstieg. Nach diesem Trauma schwor er sich, nie wieder abzusteigen und so blieb ihm nur eine Wahl, der HSV.

Am Samstag bleibt auch nur eine Wahl, nämlich auf den HSV zu setzen.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Es gibt Spielverläufe, die rein gar nicht brauchbar sind. Wobei sich in diesem Fall der HSV den Spielverlauf selbst zuschreiben muss und der VfB wohl nie wieder so leicht 4:0 auswärts gewinnen wird.

Es ist nicht erklärbar, wie man nach einer starken zweiten Hälfte bei den Gladbachern, als man den Champions-League-Anwärter quasi an die Wand spielte, nun, wie fast schon gewöhnlich in den Heimspielen, mit Ausnahme gegen die Bayern, ohne Dynamik und Entschlossenheit in das Spiel gehen konnte. Es ist an der Zeit, dieses grundsätzliche Problem zu lösen.

Ähnlich zurückhaltend wirkten die Mainzer in der ersten Hälfte in Dortmund, nachdem es zuletzt aussah, als wollten sie die Gegner überrennen. Tuchel hing es an seine Fahne und korrigierte die Marschroute für die zweite Hälfte in Dortmund. Beim HSV muss auch korrigiert werden. Dass sie anders spielen können, haben sie bewiesen. Dann bitte künftig mit dem Anpfiff.

Zwar war es unglücklich, dass ein HSV-Angriff durch falsches Abseitswinken unterbrochen wurde, aber dies passiert häufiger in der Liga und so darf es keine Erklärung sein, dass im Gegenzug dem VfB der Führungstreffer leicht gemacht wurde. Nach der zweiten der beiden engen Elfmeter-Entscheidungen war das Spiel gelaufen. Diesmal wäre allerdings auch ohne die Elfmeter der Glaube an eine Wende schwer gefallen, auch wenn es möglich gewesen wäre. Tja, und Guerrero? Mensch Paolo, so geht das nicht.

Werder verloren, Hannover nur remis. Plötzlich hat der VfB, der nicht überragend spielen musste und auch nicht tat, den Anschluß an die Plätze sechs und sieben hergestellt. Der HSV verspielte hierfür nun die nächste Chance und es wäre überraschend, würde es noch eine weitere geben. Müssen wir noch einmal nach unten gucken? Nein, nicht wirklich.

Denn nach drei heftigen Heim-Klatschen in diesem Jahr, spielen wir zum Glück nächste Woche wieder auswärts. Dann gewinnen wir wieder.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Bewegung im Sturm. Nun gut, unser (http://www.youtube.com/watch?v=dmGqzx_ifO0Südländer) hat jetzt erst mal wieder frei, wobei nichts anderes behauptet werden dürfte, als dass die lange Sperre, singulär gesehen, berechtigt ist. Dass die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist, muss die Gerichtsbarkeit mit sich ausmachen. Was sie natürlich ebenso wenig interessieren wird, wie der Verdacht, dass ein boulevardeskes Image der Foulspieler mit in die Urteilsfindungen einfliesst.

Guerrero sollte nun die Zeit nutzen, um aus dem unsinnigen Tritt zu lernen und auch um sich zu überlegen, ob er noch einmal bereit ist, gegen die öffentliche Meinung an- und sich mit guten Leistungen auf dem Feld zurückzukämpfen. Macht er es, wird eine Zukunft beim HSV haben, ein guter Fussballer ist er zweifelsfrei.

Das Kapitel Petric neigt sich nun dem Ende zu, was aus bekannten Gründen eine richtige Entscheidung ist. Dafür kommt Maximilian Beister wieder nach Hause, eine wichtige Vertragsverlängerung. Ihn würde ich schon jetzt gerne im HSV-Trikot sehen wollen, doch gönnen wir der Fortuna, dass der WM-Teilnehmer 2014 sie noch in die erste Liga schießt.

Was macht eigentlich Heung Min Son? Letzte und diese Saison noch in der Vorbereitung für Furore gesorgt, dann durch Verletzungen zurückgeworfen und nicht wirklich zurückgekommen. Wenn er in dieser Saison Einsatzzeiten bekam, dann zumeist aussen im Mittelfeld. Er ist ein Vollstrecker, sollte jetzt mal die Chance als Spitze bekommen, und um hin herum der bewegliche Arslan. Aber natürlich wird Petric wieder spielen, vielleicht explodiert er noch mal, beim Versuch sich für einen gut dotierten Vertrag irgendwo zu empfehlen.

Und besonders auf Schalke wird Petric spielen, nachdem mit Jarolim, fünfte Gelbe, mit dem verletzten Aogo und Guerrero drei Erfahrene fehlen werden. Wer ersetzt Jarolim? Neben Rincon, der nach seiner Gelbsperre inklusive des 0:5-Länderspiels in Spanien völlig von der Rolle scheint, wird wohl der zuletzt indisponierte Kacar spielen. Gute Aussichten. Obwohl. So wie ich den Sala bisher gesehen habe, traue ich ihm einen guten Sechser zu. Zumindest mittelfristig könnte er sich dort wiederfinden. Aber lassen wir Fink die Aufstellung machen.

Wahrscheinlich ist es auch egal, wer am Sonntag spielt, die Punkte sollten sicher sein.

Schalke. Mit dem (http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.977869.1296038548!/image/im...önig) kehrten sie `91 zum letzten Mal in die Bundesliga zurück, dümpelten dann die Jahre im zweistelligen Tabellenbereich, bis, ja bis Jörg Berger sie `96 auf den dritten Platz führte und damit auch in den UEFA-Cup. Im folgenden Herbst war dann Schluss für Berger, Platz zwölf reichte dem neuen Anspruch nicht mehr aus, Huub übernahm und Schalke wurde am Ende Zwölfter. In der Liga. Mit der stehenden Null wurde dann aber sensationell der UEFA-Cup gewonnen, unter anderem mit einem außergewöhnlichen Spieler, der für Schalke-Fans in keiner Traum-Elf fehlen dürfte, (http://www.peterbmeier.de/Schalke/Mannschaft/Kader2001/team_nemec.jpgJiri Nemec) .

Warum aber wurde Schalke nie Meister in der Bundesliga? Sie waren dicht dran, vor allem 2001. Es gab nur einen Gegner in jener Saison, gegen den beide Spiele verloren wurden. Der Meister-Verhinderer war, klar, der HSV.

Denn am 04.03.2001 hätten die Knappen Tabellenführer werden können und wären mit solchem Schwung im Rücken wohl nicht mehr einzuholen gewesen. Es war genau jenes Wochenende, an dem die Bayern 2:3 in Rostock verloren, als (http://www.youtube.com/watch?v=PBQAjBL2wsYKahn) in der letzten Minute den Ball ins Tor boxte und Gelbrot sah.

Und natürlich war es auch das Wochenende, als der Club in der zweiten Liga mit Auge Arminia Bielefeld 2:1 schlug und als Tabellenführer 15 Punkte vor einem Nicht-Aufstiegsplatz lag, dies eine Woche später mit einem 1:1 beim ärgsten Verfolger aus Gladbach bestätigte, dann aber mit vier Niederlagen aus den nächsten fünf Spielen, davon drei im Frankenstadion, es noch einmal spannend machte.

Also, es war ein Sonntag, es schlug 17:30 Uhr, als Schalke in diesem Spiel die Meisterschaft verlor:

24. Spieltag 00/01:
Schalke 04 - HSV 0:1

Schalke: Reck, Hajto, Waldoch, Happe, Kmetsch, Büskens (87. Mikolajczak), Böhme, Möller, Asamoah (80. Latal), Sand (83. Mulder), Mpenza, Coach: Huub Stevens

HSV: Butt, Fischer, Hoogma (46. Kientz), Ujfalusi, Hollerbach, Kovac, Töfting, Cardoso (82. Heinz), Mahdavikia (90. Yilmaz), Barbarez, Meijer, Coach: Frank Pagelsdorf

0:1 Meijer (87.)

Mit seinem Kumpel, dem einmaligen Schalker Bundesligaspieler Ali Karimi, spielt der nach Manni Kaltz in der HSV-Geschichte zweitbeste Mann der rechten Seite, (http://www.teammelli.com/Gallery/pics/mahdavikia3.jpgMehdi Mahdavikia) , zur Zeit noch in seiner iranischen Heimat, bei Persepolis Teheran. Mit 111 Länderspielen ist er der erfahrenste Internationale, der jemals das Trikot vom VfL Bochum trug.

International wünschen wir den Königsblauen noch die Wende gegen Twente, am Sonntag gibt es für sie nichts zu holen.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Warum sitzt der Pukki in Schalke eigentlich die meiste Zeit auf der Bank? Ist er dort eigentlich noch zufrieden? Möchte er nicht viel lieber zu einem Club voller Perspektiven? Zu einem, wie so häufig gehört, schlafenden Riesen? Wir hätten Verwendung für ihn, im Sturmzentrum, umfassende Einsatzzeit garantiert.

Stattdessen müssen wir noch bis Saisonende mit Petric vorlieb nehmen, dessen Leistung, bei allen Verdiensten, einfach nicht mehr reicht. Er teilt sich seine Laufarbeit schon genau so ein, dass er 90 Minuten durchhalten kann. Und in einem Spiel, dass die meiste Zeit Richtung Schalke-Tor lief, und sogar mit vielen Szenen am und im Strafraum, nur auf 23 Ballkontakte zu kommen, ist auch bezeichnend.

Was solls, in der ersten Hälfte war das HSV-Spiel offensiv ganz gut anzusehen, besonders Sala und Arslan begannen sehr präsent, auch Kacar konnte überzeugen, aber was nützt es, sich den Gegner zurecht zu stellen, aber den Punch nicht auszuführen, stattdessen die Deckung zu vernachlässigen und selber genau zwischen den Augen getroffen zu werden. Wobei Deckung vernachlässigen, noch harmlos wäre. Die Riesen, die es gar nicht sind, haben einfach geschlafen. Jansen und Ilicevic sowie die Innenverteidiger beim 0:1 und Jansen beim 0:2. Waren die Elfer gegen Stuttgart noch grenzwertig, so war es diesmal vor dem 0:3 keiner, auch wenn Westermann sich geschickter hätte verhalten können. Auffällig auch, dass wieder eine Fülle von Ecken und Freistössen aus dem Halbfeld nichts einbrachten.

Daher war wieder ein Spiel quasi schon zur Halbzeit unnötigerweise entschieden, die Hoffnung nach dem 1:3 begrenzt. Denn wenn man schon 40 Minuten einem Rückstand hinterherläuft, ist dieser Aufwand gegen einen Gegner, der zunehmend sicherer wird, nicht mehr durchzuhalten.

Schalke reichte es dann, ein Spiel, dass Pukki und Huntelaar bereits gewonnen hatten, relativ souverän stillzulegen.

Die wichtigste Personalie für die nächste Saison ist ein Mittelstürmer. Fink wird dem Son dort wohl keine Chance geben, zumindest nicht in dieser Saison, Arslan, Beister und auch Guerrero sind eher hängende Spitzen. Sala könnte spielerische Impulse im Zentrum liefern, sofern er dort eingesetzt wird. Ob noch ein Innenverteidiger benötigt wird, muss abgewartet werden. Ich denke aber, dass die Defensivschwächen am Verhalten der gesamten Mannschaft begründet liegen, die noch zu schnell die defensive Grundordnung verliert bzw. nach offensiven Aktionen nicht zu dieser zurückfindet.

So bleibt es bei Ansätzen in dieser Saison, die wir jetzt irgendwie zu Ende bekommen müssen. Nächste Woche wird es noch mal spannend, wenn auch anders, als in den letzten Wochen erhofft.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Es gab Zeiten, da nahm man beim SC Freiburg (http://ais.badische-zeitung.de/piece/02/a9/18/05/44636165-h-450.jpgAuswärtssiege) zwar zufrieden, aber doch gelassen hin. Genau zu jenen Zeiten, als man nicht umhin kam, den Sportclub mit seinem erfrischenden Fussball und seinem (http://ais.badische-zeitung.de/piece/02/a9/18/41/44636225-h-450.jpgeigen...) Coach sympathisch zu finden. Doch Zeiten ändern sich, manche normalisieren sich.

04/05 erlebten wir die letzte Bundesligasaison der Breisgauer mit Finke, der nach zwei vierten Plätzen in den beiden Zweitligajahren danach seine Ära beenden musste. Im Abstiegsjahr war es der HSV, der am 27.10.04 eine Serie von sieben Niederlagen am Stück einleitete und damit die Rückkehr ins Unterhaus einleitete.

10. Spieltag 04/05:

HSV - SC Freiburg 4:0

HSV: Pieckenhagen, Schlicke, Boulahrouz, van Buyten, Klingbeil, Wicky (81. Benjamin), Jarolim, Beinlich (62. Mahdavikia), Barbarez (70. Romeo), Mpenza, Takahara, Coach: Thomas Doll

Freiburg: Golz, Schumann, Mohamad, Diarra, Willi, Kruppke, Riether (70. Aogo), Cairo, Coulibaly, Tanko (46. Müller), Sanou (46. Dorn), Coach: Volker Finke

1:0 Mpenza (5.), 2:0 Barbarez (28.), 3:0 Barbarez (52.), 4:0 Barbarez (57.)

Der damals 17-jährige Dennis Aogo absolvierte sein erstes Bundesligaspiel, David Jarolim sein 96. insgesamt und 35. für den HSV. Am Samstag wird er zum (http://www.mopo.de/image/view/2012/1/29/11737246,9622251,highRes,maxh,48.... Mal ) für den HSV im Mittelfeld die Bälle erobern. Einst jubelte ihm AntiMöller zu, als er 1999 nur 45 Tage vor Barcelona für die Bayern neben Fink, Babbel, Basler und Ali Daei sein Debüt in der Bundesliga gab. Später dann alterzabo, als er von 2000 bis zum letzten Tag der Wechselfrist 2003 für den (http://www.glubberer.de/j/jarolim__david/jarolim.jpgClub) spielte und, wie so viele andere auch, auf- und abstieg.

Am Samstag werden Westermann, Aogo und Sala fehlen, der angeschlagene Jansen wohl nicht. Es sollte egal sein, wer auf dem Platz steht, es gilt einzig von der ersten Minute an mit Aggessivität und Zug zum Tor aufzutreten und endlich mal wieder 1:0 in Führung zu gehen. Ein Geheimtipp für die Restsaison könnte der 19-jährige Ghanaer George Kelbel werden, der im Regionalliga-Team einen Lauf hat und zuletzt in drei Spielen sechsmal traf. Ihn vorne hineinzuwerfen, dürfte kein Risiko sein.

Wie auch immer, Töre ist zurück, alles wird gut.
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Wenn das Ding in die Hose gehen sollte, dann kommt man in Hamburg aber auch nicht mehr umhin, den Blick endgültig wieder nach unten zu richten statt sich mit dem Resthirn noch ans internationale Geschäft zu klammern.
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Bin übrigens großer Fan deiner Berichte!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
ein tor von mpenza???!!! eigentlich müsste ich mich daran erinnern, es kam ja nicht so oft vor...
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Gesehen, erkannt, gedanklich archiviert.
Recht so.
Danke.

Wußte gar nicht mehr, daß Jarolim von Bayern kam, dachte der wäre, wie so viele Tschechen und Slowaken direkt vom Club über den Böhmer- und Bayernwald gezogen worden.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Gestern 07:12:22 von Hotte80
ein tor von mpenza???!!! eigentlich müsste ich mich daran erinnern, es kam ja nicht so oft vor...

Fünfmal traf er in eineinhalb Jahren. Richtig, Spuren hinterließ er nicht.


Gestern 00:39:19 von bsg
Wenn das Ding in die Hose gehen sollte

Ich musste mich noch einmal vergewissern, aber es ist in der Tat so. Auf der HSV-Bank sitzt zur Zeit Thorsten Fink, und nicht Michael Oenning.

Irgendetwas funktioniert nicht. Entweder er vermittelt nicht richtig oder die Mannschaft kann nicht richtig aufnehmen. Jetzt muss Fink allerdings beweisen, dass er nicht nur eine Mannschaft entwickeln möchte und kann, er muss jetzt mit der Mannschaft Punkte holen in den letzten acht Spielen.

Nicht nur, dass die Mannschaft nicht wie erhofft, nun endlich von der ersten Minute an mit Biss und Leidenschaft in ein Spiel geht, wie es häufig nur nach Rückständen zu sehen war, nein, den Freiburgern gelang es, mit ganz einfachen Mitteln das HSV-Spiel lahm zulegen. Der sich zwischen die Innenverteidiger fallenlassende Sechser, der bei Ballbesitz das Spiel eröffnen soll, wurde stets so attackiert, dass ihm der Spielaufbau schwer fiel, zudem wurden die üblichen Passwege, nämlich von dort auf die offensiv werdenden Aussenspieler, durch massives Zustellen auf den Aussenpositionen verhindert. Und hierfür gab es dann keine Lösungen im HSV-Spiel. Jarolim, der erstmals die Rolle des fallenden Sechsers übernahm, hatte kaum Anspielstationen, es war keine Bewegung im Spiel und kein Arbeiten an dieser Situation. Jeder wartete auf den langen Pass nach aussen, der nicht möglich war. Und Tesche, der sich als zweiter Sechser zuerst hätte engagieren müssen, um andere Spielsituationen zu schaffen, fand nicht statt. So blieb es statisch, berechenbar und im verunsicherten Eifer der zweiten Hälfte zerfahren. Ich setze jetzt aber einfach mal voraus, dass im Training nicht nur die Finksche Spieleröffnung behandelt wird, sondern auch weitergehende Lösungen, sofern der Gegner sich darauf einstellt.

Ebenso setzte ich voraus, dass offensive und defensive Standards ständig trainiert werden. Warum nur sind seit Wochen die offensiven so harmlos und führen die defensiven so häufig zu Gegentoren? Was funktioniert da nicht? Eine solch feine Freistoß-Variante, wie beim Freiburger 3:0, würde ich gerne mal beim HSV sehen.

Zwar scheint Hertha noch deutlich schwächer zu sein und der Abstand auf Lauten noch groß, doch zum ersten Mal in dieser Saison ist die Lage wirklich ernst und nun darf keine Rücksicht mehr auf Namen genommen werden. Es macht keinen Sinn, für die letzten acht Spiele das Spielsystem zu ändern, zum Beispiel sich defensiv auszurichten und mit Kontern zu agieren, nein, im Grunde gefällt mir das System von Fink. Aber nur, wenn es wirklich konsequent gespielt wird.

Dafür muss Petric jetzt seinen Platz räumen. Bezeichnend auch, wie er gegen Freiburg seine Riesenchance in der zweiten Minute, als er den Ball in den Lauf bekam und frei hätte auf das Tor zulaufen können, vertändelte. Auch Tesche und Berg. Traber gehören auf die Rennbahn, in dieser Saison nicht mehr im HSV-Trikot auf den Platz. In die Sturmspitze gehört jetzt Son. Nicht ins Mittelfeld, nicht aussen. Es ist nicht seine Qualität, Pässe zu spielen oder in der eigenen Hälfte Zweikämpfe zu gewinnen, er wird zwanzig Meter vor dem Tor gefährlich, da soll er sich verausgaben und den Gegner attackieren. Auf der Sechs neben Jarolim sollte jetzt Sala spielen, der in der Lage ist, durch seine Technik und sein Spielverständnis zentral aufzubauen, nachzurücken, sowie auch schnell offensiv und defensiv umzuschalten. Für Aussen gäbe es mehrere Alternativen, ob nun Ilicevic, Töre, Jansen, Lam, oder auch Arslan und Rincon. Wichtig ist nur, dass spielt, wer am fittesten ist, damit neunzig Minuten marschiert werden kann. Töre war gegen Freiburg noch gar nicht fit, jetzt ist er wieder angeschlagen. Warum nicht der offensivstarke Diekmeier im Mittelfeld und der zweikampfstarke Rincon Rechtsverteidiger?

Und Jarolim sollte für jeden als Vorbild dienen. Werden sämtlich gestellte Aufgaben im Spiel stets mit der Einsatzbereitschaft eines David Jarolim angegangen, werden wir die akuten Probleme gelöst bekommen.

Jetzt folgen nach einer Woche Unruhe und hoffentlich harter Arbeit zwei Auswärtsspiele, was aber kein Nachteil ist.
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Das Gewese von Fink gestern nach dem Spiel war aber auch schon eine Ausgeburt der Planlosigkeit. Der hat doch mehrere Minuten Interview damit zugebracht geschätzte 587 Fußballphrasen zu dreschen.
Ich kann mit dem Typ einfach nichts anfangen. Im Winter schon wieder großspurig die Worten "internationales Geschäft" und "Champions League in 2-3 Jahren" in den Mund nehmen und jetzt abkacken. Manchmal ist Fresse halten einfach die beste aller Möglichkeiten.
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Treffende Analyse, trifon.

Der HSV hat den Anspruch, auf dem Platz die Initiative zu übernehmen und das Spiel zu machen, dafür fehlen ihm aber fußballerisch die Mittel.
Letzte Woche in Gelsenkirchen war deutlich zu erkennen, dass diese HSV-Mannschaft nicht die Passsicherheit und Passgenauigkeit hat, ein Spiel zu kontrollieren. Taktisch hatte es Schalke sehr leicht, sich die Bemühungen des HSV anzusehen, um dann bei einem "logischen" Fehler im Spielaufbau zuzuschlagen. Da hat Stevens Fink eine Lehrstunde in Sachen Taktik erteilt, meine ich.
Zu fehlerhaft der Spielaufbau (und das kann bei dem Personal auch nicht besser werden) aus der Abwehr, zu wenig dynamisch und kreativ das Spiel auf den Positionen im defensiven Mittelfeld, zu berechenbar das Spiel über Außen (auch weil ein Spiel durch die Mitte gar nicht stattfindet), zu schlafmützig das Abwehrverhalten. Und beschissene Flanken - wenn jetzt schon Aogo vermisst wird, spricht es Bände.
Ob Son die richtige Wahl ist, die Sturmsorgen zu beheben, wage ich zu bezweifeln - der ist m. E. für die 1. Liga noch zu leicht.
Petric ist ein Schatten früherer Tage, Guerrero kann man für diese Saison abhaken - es wird eng werden. Als Strafraumspieler wäre Berg vorzuziehen, er kann auch mal seinen Körper einsetzen und Bälle behaupten.

5 Auswärtsspiele gegenüber 3 Heimspielen sind paradoxerweise ein Vorteil für den HSV.
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
was macht man eigentlich mit dieser bundesliga-uhr im falle eines abstiegs?
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
die wird dann nach schalke geschickt, ein paar jahre weitergestellt. und dann werden die jahre angezeigt seit... du weisst schon
Karpfenluder Offline
Dabei seit: 10.12.2009
Höhö.........
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
es kam genau die antwort die ich erwartet hatte. problem: die hat doch keine 3-stellige anzeige, oder?

ihr steigt eh nicht ab. das sag ich jetzt mal so. aus zwei überzeugungen:

1. spielen kaiserslautern und berlin beteutend schlechter und relegation sollte kein problem sein.

2. abstiegsangst lässt sich prima vermarkten, wie ich gestern auf dem betze sehen konnte: sondertrikot, t-shirts, alle zusammen, hände zu himmel, jippie! nur wenn jeder jetzt möglichst 50 euro oder mehr im fanshop lässt ist der abstieg noch zu vermeiden!

ruhig bleiben, hamburg bleibt drin! champions league wird halt jetzt schwer, aber abstieg ist auch nicht drin. das sagt mein bauch, mein urin und meine einschätzung.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Heute 11:27:50 von gelsenkirchen
was macht man eigentlich mit dieser bundesliga-uhr im falle eines abstiegs?
erst (http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroschrottso) , dann weiter nach Afrika oder Indien.

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