Jim Panse Offline
Dabei seit: 22.10.2010
Der schlafende Riese erwacht irgendwann, ungenutzter Potential ist mehr als genug da. Geiles Stadion, geile Fans, geile Stadt ...
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Heute 00:10:48 von Jim Panse
Der schlafende Riese erwacht irgendwann, ungenutzter Potential ist mehr als genug da. Geiles Stadion, geile Fans, geile Stadt ...

Jim Panse wartet auch darauf, jede Woche. Er tippt zumindest jede Woche für den HSV, sowas fällt mir auf.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Über die Zahl des Tages muss man natürlich nicht lange nachdenken. Die drei. Denn der Nimbus der Unbesiegbarkeit von Thorsten Fink bleibt auch nach seinem drittem Spiel bestehen.

Trotzdem gelingt es dem HSV im Moment nicht, Schritte nach vorne zu machen. Weder in der Tabelle, wenn man aussen vor lässt, dass ein Platz geklettert wurde, noch in der Entwicklung auf dem Platz.

Im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel waren die identischen Stärken und Schwächen zu beobachten, der grosse Wille und die mangelnde spielerische Qualität. Zudem war das Team zum dritten mal unter Fink nicht von der ersten Minute an wach und entschlossen.

Man sollte auch nicht lange über die strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen nachdenken. Ich halte sie nicht für ergebnis-entscheidend. Rot für Rajkovic halte ich für etwas überzogen, sein Versuch, den Ball abzuschirmen und den Gegner aufzuhalten allerdings ungeschickt. So wie gepfiffen wird, muss er damit rechnen, dass Rot gezückt wird, wenn er den Gegner falsch trifft. Das fliessende Blut war für den Schiedsrichter sicher letztlich urteilbildend. Ob bei elf gegen elf am Ende ein besseres Ergebnis gestanden hätte, darf man, gemessen am Verlauf bis dahin, nicht behaupten.

Der zurück gepfiffene Guerrero-Treffer war ein korrektes Tor. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Oberarm, der direkt am Körper angelegt war, den Ball leicht touchiert hat. Jedoch glaube ich nicht, wäre dieser Treffer anerkannt worden, der Ausgleich also einige Minuten früher gefallen wäre, dass dies das Endergebnis letztlich verändert hätte.

Überragend war wieder der Wille, dieses Spiel nicht zu verlieren, trotz der langen Unterzahl, die nie auffiel, und trotz des nicht gegebenen Treffers. Nach dem Ausgleich fehlte zum Endes etwas die Kraft und Lautern hielt wieder energischer dagegen, sodass das 1:1 auch leistungsgerecht war.

Zwei Punkte aus den Heimspielen gegen Wolfsburg und Lautern, zu wenig. Trotzdem geben wir nicht auf und wissen genau, bei Guerrero ist jetzt der Knoten geplatzt.

Eins noch: Schön zu sehen war, dass Pierre de Wit offenbar den Anschluss wieder gefunden hat. Von seiner Schußstärke, die mir bei ihm in Osnabrück erstmals auffiel, scheint er nach mehreren Kreuzbandrissen nichts eingebüsst zu haben.
mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010
Ich finde es schön, hier einen User zu treffen, der mit so viel Herzblut dabei ist. Ne ihr steigt nicht ab. Der Fink macht einen guten Job und ihr werdet trotz anfänglicher Schwierigkeiten im "gesunden Mittelfeld" landen. Nur möcht ich den ganz gern als Nachfolger fürn Heynckes. Dauert aber noch a bissal. Einverstanden?
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
30.10.2011 23:50:19 von mehmetwirdankendir
Ich finde es schön, hier einen User zu treffen, der mit so viel Herzblut dabei ist.

Vielleicht ist es auch nur ein wenig Beklopptheit, die aber jeder auf seine Art und Weise mitbringt. Und dies, liebe Dortmunder, soll nun keine Anspielung auf euren Übungsleiter sein. Aber zum BVB später.

Der Fink...Nur möcht ich den ganz gern als Nachfolger fürn Heynckes. Dauert aber noch a bissal. Einverstanden?

Legen wir auf Wiedervorlage für den Spätherbst. Mangels Sympathie-Punkte wird er von mir einzig am Erfolg gemessen.

Aber er hat bisher gute Arbeit gemacht. Vor allem eine Überzeugung ins HSV-Spiel zurückgebracht, und die eigentlich selbstverständliche Idee, jedes Spiel gewinnen zu wollen und auch entsprechend aufzutreten. Und mit offensiverer Spielweise den Ball viel häufiger vom eigenen Tor ferngehalten. Sechs Gegentore in acht Spielen, nach zuvor 21 in neun Spielen, sind eine klare Aussage. Wer hatte in diesem Zeitraum weniger Gegentreffer? Die Bayern zumindest, die mit ihrem Manu schon träumten, mit einer Eins hinten die Schale hochzuhalten, hatten deutlich mehr.
Und der Nimbus in der Liga besteht. Hatten wir auch nicht dran gezweifelt. Acht Spiele unter Fink, plus Freiburg-Spiel zuvor, bis zum Sonntag 112 Tage ungeschlagen. Ende nicht in Sicht.

Trotzdem. Wenn wir die Chronologie fortführen bzw. kurz nachholen, bleibt nicht verborgen, dass trotz des Starts viel mehr möglich gewesen wäre, der zweite und dritte Punkt zu oft liegen blieb, sodass, nein, das Schielen auf Platz sechs heute noch unrealistisch bleibt. Letztlich lieferte das Team ab, was es kann, der Mittelfeldplatz ist angemessen.

Schon im Ulrich Haberland erlebten wir ein Spiegelbild der Saison. Wobei wir zunächst nicht die Gelegenheit versäumen sollten, uns an einen besonderen Spieler zu erinnern. Den vielleicht feinsten Linksfuss der Bundesliga-Geschichte, der leider viel zu kurz im Volkspark spielte und später nur wegen fehlender Lobby auf der Tribüne Weltmeister wurde und nicht auf dem Rasen. Es war nicht der einzige Sieg, den Uwe Bein einleitete, am 26.11.88:

16. Spieltag 88/89
Bayer Leverkusen - HSV 1:2

Leverkusen: Vollborn, Hörster, Seckler, Hinterberger (50. Waas), Cha, Schreier, Rolff, Reinhardt, Falkenmeyer, Kastl, Lesniak, Coach: Rinus Michels

HSV: Golz, Jakobs, Kober, Moser, Beiersdorfer, Kaltz, Jensen, von Heesen, (66. Klaus), Bein, Spörl, Furtok (81. Bierhoff), Coach: Willi Reimann

0:1 Bein (6.), 0:2 Spörl (56.), 1:2 Lesniak (60.)

Und so wusste natürlich die heutige HSV-Generation, dass der Gegner schlagbar ist, ließ sich vom pomadigen Start und 0:2 nach zwanzig Minuten keineswegs aus der Bahn werfen, auch nicht vom unverständlicherweise aberkannten Ausgleich, sodass das starke Comeback nur für HSV-Gegner überraschend kam. Zum Sieg reichte es allerdings trotz guter Chancen nicht mehr.

Dass ein solcher nun folgen musste, wusste auch unser ehemaliger Krieger aus Kombemtinga in der fernen Bretagne. Seinen Verlust in dieser Saison konnten wir gut verkraften, seinem jetzigen Club fehlt er in den nächsten Wochen nach 19 Hinrundeneinsätzen wegen des Afrika-Cups. Aber wer hat es nicht mehr vor Augen, wie er am 04.04.09 zum Tor des Tages eiskalt vollstreckte.

26. Spieltag 08/09
HSV - Hoffenheim 1:0

HSV: Rost, Benjamin (46. Boateng), Gravgaard, Mathijsen, Aogo, Jarolim, Tavares, Pitroipa (87. Rincon), Jansen, Guerrero (13. Trochowski), Olic, Coach: Martin Jol

Hoffenheim: Hildebrand, Beck, Nilsson, Compper, Janker (84.. Fabricio), Teber (77. Terrazino), Salihovic, Eduardo, Obasi, Sanogo (68. Wellington), Ba, Coach: Ralf Rangnick

1:0 Pitroipa (28.)

Mit dem sicheren 2:0 gegen Stanis Hoffenheim im Rücken beschäftigten wir uns kurz mit dem nächsten Gegner, vor allem mit der zweifelsfrei berechtigten Frage, ob ein Sturmduo Gregor Grillemeier / Siggi Reich uns heute mehr Sorgen bereiten würde als Jan Schlaudraff / Mo Abdellaoue. Weil wir nur kurz darüber nachdachten, fanden wir keine Antwort, konnten letztlich nur feststellen, dass damals, am 13.08.88, dem 3. Spieltag 88/89, als sich folgende Mannschaften begegneten,

Hannover 96 - HSV 2:3

96: Raps, Hellberg, Geils, Willmer, Zechel (60. Palasz), Kuhlmay (46. Kohn), Drews, Dammeier, Surmann, Grillemeier, Reich, Coach: Jürgen Wähling

HSV: Koitka, Moser, Beiersdorfer (40. Kober), Jusufi, Kaltz, Möhlmann, Jensen, Spörl, Bein (73. Homp), von Heesen, Labbadia, Coach: Willi Reimann

0:1 Bein (37.), 0:2 Bein (67.), 0:3 von Heesen (73.), 1:3 Grillemeier (78.), 2:3 Grillemeier (80.),

der Sieg locker eingefahren, und er diesmal, einmal mehr, hergeschenkt wurde, weil im dominanten Spiel der Ball nur einmal über die Linie wollte, und ausgerechnet Schlaudraff vergaß, dass am Samstag gespielt wurde.

Trotz dieser Enttäuschung konnten wir uns dann locker zurücklehnen, denn der Club, nun ja, ist eben der Club. Da bestand keine Gefahr. Selbst gegen eine, wie ich meine, hochinteressante Club-Elf mit unserem Rudi (musste es wirklich so weit kommen?), dem Manni und dem Abi, einem künftigen Vize-Weltmeister und einem aktuellen Titelträger mit der U20, mit Hintermaier, Dieter Lieberwirth und Werner Heck, konnte Happel am 26.11.83 sogar Kai Steffen und Dieter Brefort aufbieten, ohne einen Kantersieg zu gefährden.

15. Spieltag 83/84:
HSV - 1.FC Nürnberg 4:0

HSV: Stein, Wehmeyer, Schröder, Groh, Steffen, Hartwig (50. Brefort), Rolff, Magath, Wuttke, Schatzschneider, von Heesen, Coach: Ernst Happel

Club: Kargus, J. Täuber, Eder, Giske, Habiger, Lieberwirth (46. Abramczik), Hintermaier, Heidenreich, Burgsmüller, Heck, Brunner, Coach: Rudi Kröner

1:0 Schatzschneider (8.), 2:0 Schröder (34.), 3:0 Rolff (47.), 4:0 Brefort (59.)

Und auch wenn der Sieg jetzt nur halb so hoch ausfiel, so sehr wir uns bemühten und überall hinliefen. Wir konnten nichts mehr hören. Die Lästerer waren weg. Und wir wussten: Wir sind wieder da.

In Mainz durften wir natürlich nicht gewinnen. Nicht wie am 10.09.05, dem 4. Spieltag 05/06:

Mainz 05 - HSV 1:3

Mainz: Wache, Abel, Friedrich, Noveski, Weigelt (71. Geißler), Gerber, Babbatz, da Silva, Addo (61. Ruman), Thurk (61. Romulo) Zidan, Coach: Jürgen Klopp

HSV: Wächter, Demel, van Buyten, Boularouz, Atouba, Mahdavikia, Jarolim (89. Trochowski), Wicke (71. Klingbeil), van der Vaart, Lauth (73. Ziegler), Barbarez, Coach: Thomas Doll

0:1 Wicky (43.), 0:2 Mahdavikia (56.), 1:2 Ruman (69.), 1:3 van der Vaart (71.)

Denn die alte Weisheit ist in Stein gemeisselt: Gewinnste immer zuhause und holste auswärts immer einen Punkt, wirste Meister. So passte das packende 0:0 zur Weisheit und in die Serie, lediglich der Spielplan passte nicht, begann die Saison doch zum falschen Zeitpunkt.

Was dann allerdings ebenso überhaupt nicht passte, das war der letzte Hinrunden-Gegner. Wir konnten uns an keinem historischen Sieg orientieren. Es gab keinen, es gab kein Spiel. Zwar im Pokal, am 24.10.86, auf dem Weg zum Titel, als schon damals Armin Veh am HSV scheiterte, unter FCA-Ikone Heiner Schuhmann, dessen unmittelbare Nachfolger als Coach im übrigen Helmut Haller, Jimmy Hartwig und Dieter Schatzschneider hießen. Und als Heinz Gründel im HSV-Tor vom Bayernligisten nur durch Elfmeter zu bezwingen war, in zwanzig Minuten nach Roter Karte für Uli Stein.

86/87, 2. Runde DFB-Pokal
FC Augsburg - HSV 1:2

FCA: Burkhart, Higl, Holzer, Bunte, Wiest (88. Schroll), Veh, Tripbacher, Jalocha, Bahl, Antic (74. Seitz), Wrobel, Coach: Heiner Schuhmann

HSV: Stein, Kaltz, Plessers, Jakobs, Homp, von Heesen (63. Beiersdorfer), Jusufi, Kroth, Gründel, Schöller (46. Dittmer), Okonski, Coach: Ernst Happel

0:1 Jakobs (5.), 1:1 Wrobel (70., Elfmeter), 1:2 Jusufi (85.)

Doch Pokal ist nicht Liga, und so kam es wie es kommen musste. Mit dem unnötigen 1:1 im Heimspiel stehen wir sieben Punkte unter Platz sechs.

Tja, und nun?

Vieles ist anders in diesem Winter, wie mir nicht nur der Blick auf die noch unbenutzte neueste Errungenschaft, den Porsche unter den Schneeschiebern, verrät, doch manches bleibt immer gleich. Zumindest die Vorfreude auf die Rückrunde. Und damit wären wir wieder beim BVB.

Wissen unsere Dortmunder Freunde eigentlich, dass sie ihren Champions-League-Sieg ´97 nur dem HSV zu verdanken haben? Gerade vier Tage vor dem Finale trat der BVB im Volkspark an, vor sämtlicher Juve-Prominenz als Scouts auf der Tribüne, die bei Erwähnung der HSV-Akteure sich zunächst beim falschen Spiel wähnten. Ralf Schehr? Sven Wittfot? Horst-Uwe wer? Ein HSV, der nach 0:4 gegen Köln und 0:5 in Leverkusen gerade Coach Magath entlassen hatte, und nur knapp über dem Strich stand. Nur bei einem Dortmunder 6:0 hätten die Italiener ihren Finalgegner ernst genommen, doch nicht nur unser Horst-Uwe wuchs über sich hinaus und erzielte am 24.05.97 Zweidrittel seiner gesamten Bundesligatore.

33.Spieltag 96/97:
HSV - Borussia Dortmund 2:1

HSV: Golz, Fischer, Kmetsch, Wittfot, Homp, Salihamidzic, Schopp, Spörl (4. Breitenreiter), Kovacevic (79. Rose), Cardoso, Weetendorf, Coach: Ralf Schehr

BVB: Klos, Reuter, Sammer, Kohler (46. Tretschok), Kree, Sousa (70. Lambert), Zorc, Ricken, Heinrich, Herrlich, Chapuisat (70. Tanko), Coach: Ottmar Hitzfeld

1:0 Weetendorf (45.), 1:1 Herrlich (52.), 2:1 Weetendorf (73.)

Nein, sie wissen es natürlich nicht, die BVB-Legenden. Ebenso wenig wissen deren Söhne, dass es für sie in den nächsten zweieinhalb Wochen während der beiden Ausflüge in den hohen Norden gar nichts zu holen geben wird.

Auf gehts.
Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007
Ich drück dem HSV die Daumen am Sonntag.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Trifon: Interesssante Theorien, sehr viel altes Fachwissen.Werner Heck, stimmt, da wunderte ich mich damals auch, dass er nach der Saison nicht mehr so gut war, hätte vlt nicht verlängern sollen.
Zum letzten HSV-Club-Spiel: So klar war dieser 2-0-Sieg nicht, der HSV hatte viel Glück, dass in der 1.HZ die Cluberer ihre Chancen so leichtfertig vertändelt hatten.
Heute hat Dortmund aufgezeigt, wie schnell der HSV ins Schwimmen kommt, wenn der Gegner konsequent die gegnerischen Fehler ausnutzt und schnell nach vorne kommt. Einzig Aogo hat sich in HZ1 noch gewehrt. Ich will den HSV noch lange nicht abschreiben, aber da hat Fink noch reichlich Arbeit vor sich.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Nun gut, verlieren wir noch einige wenige Worte über das 1:5. Der HSV ist durchaus in der Lage, in dieser Saison eine solche Leistung und ein solches Ergebnis abzurufen. Wenn der Wille nicht die altbekannten spielerischen Mängel, vor allem im zentralen Mittelfeld, ausgleicht, zudem über Aussen mit Töre und seinem Ersatz Ilicevic die Kreativität ausfällt und Guerrero die Chance zum Ausgleich und damit einer möglichen Richtungsänderung im Spiel nicht nutzt, steigt die Wahrscheinlichkeit. Warum der Wille fehlte, können allerdings nur Mannschaft und Trainer beantworten.

Leider darf man nicht jede Parallele ziehen, und so ist die Tatsache, dass der gleiche BVB in der vorletzten Saison auch ein Heimspiel 1:5 gegen einen Meisterschaftsfavoriten verlor, noch kein eindeutiges Indiz dafür, dass der Meister 2013 im Volkspark beheimatet sein wird.

Widmen wir uns also lieber zunächst noch dem nächsten Gegner. Und beim Stichwort “hoher Auswärtssieg” denken wir auch an unser Gemüt, wenn wir 32 Jahre zurückblicken, an den 05.04.80:

21. Spieltag 79/80
Hertha BSC - HSV 0:6

Hertha: Kleff, Rasmussen, Kliemann (62. Timme), Diefenbach, Sidka, Baake (53. Krämer), Brück, Toppel, Remark, Plücken, Agerbeck, Coach: Fiffi Kronsbein

HSV: Kargus, Kaltz, Jakobs, Hieronymus (46. Nogly), Hidien, Hartwig, Magath, Keegan, Reimann, Hrubesch, Milewski, Coach: Branko Zebec

0:1 Hieronymus (7.), 0:2 Reimann (22.), 0:3 Reimann (60.), 0:4 Jakobs (84.), 0:5 Keegan (86.), 0:6 Milewski (87.)

Ein ungleiches Duell des Letzten gegen den Ersten, und womöglich eines der bittersten Ligaspiele für eine Hertha-Legende, Uwe Kliemann, war der Abstieg doch nun längst vorgezeichnet. Ich habe ihn gemocht, den Funkturm.

Noch bitterer mag für ihn einzig das verlorene Pokalfinale der Vorsaison gewesen sein, als er mit dem 22 Jahre lang folgenreichsten (http://www.sportschau.de/sp/tor_des_monats/html/video.php5?url=rtsp://ra...ückpass) der deutschen Fussballgeschichte kurz vor Ende der Verlängerung gegen Fortuna Düsseldorf das entscheidende Gegentor von Wolfgang Seel einleitete. In seiner Verzweiflung sprach er nach dem Finale über ein weiteres Leben im buddhistischen Kloster. Was nur noch zu steigern war durch den Abstieg `79/80, denn danach entschied er sich für ein weiteres Leben bei Arminia Bielefeld.

Wolfgang Seel hingegen, der im übrigen gemeinsam mit Kliemann bei dessen einzigem Länderspieleinsatz, `75 beim 1:1 gegen die Niederlande, in der Startelf stand, ist mit jenem Treffer bis heute einer von nur sechs stolzen Fortunen mit Besitz der Tor-des-Monats-Medaille.

22.01.2012 18:24:10 von alterzabo
Trifon: Interesssante Theorien

Es ist so eine Sache mit den Theorien. Zumindest führen sie mich zu der Prognose, dass das Ergebnis gegen Dortmund ein Ausrutscher war und die Berliner, unter Skibbe immer noch ohne Tor und Punkt, am Wochenende ohne Chance bleiben.

Hertha wird geschlagen, keine Frage.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Wann ist eigentlich das Pokalfinale?, fragt man sich zur Zeit im Lager der Berliner Hertha. Nein, nicht, weil man tatsächlich glaubt, erstmals ein Final-Heimspiel bestreiten zu können, man sorgt sich um den Greenkeeper.

Und wenn wir nun einen Blick auf den Rahmenterminkalender werfen, müssen wir diese Sorge teilen, denn nur einen Tag nach dem Pokalfinale am 12. Mai ist das immer wahrscheinlicher werdende Relegationsheimspiel im Berliner Olympiastadion angesetzt.

Man muss der Wahrheit ins Auge sehen, mit einer Leistung wie am letzten Samstag mausert sich die Hertha, unter Skibbe ohne Punkt aber immerhin nunmehr mit Tor, zum Favoriten auf Platz 16. Oder, liebe Hertha-Fans, wollt ihr etwa behaupten, dass der HSV so überragend agierte? Nein, das darf man nicht behaupten. Es war eine lange Zeit solide Leistung, die ausreichte, Ball und Gegner zu beherrschen, man aber versäumte, konzentriert und entschlossen zu bleiben und mit dem dritten Tor frühzeitig das Spiel zu entscheiden. Die einschleichende Lässigkeit hätte am Ende fast noch zwei Punkte gekostet. Positiv war, dass der reaktivierte Jarolim sofort wieder mit seiner Ballsicherheit überzeugte, der talentierte Jacopo Sala bewies, dass er mithalten kann und Diekmeier mit seinen ersten beiden Scorerpunkten der Saison überraschte und nun hoffentlich Selbstvertrauen für eine gute Rückrunde bekam.

So, und nun kommt es also zum großen Duell zwischen den in der Rückrunde punktgleichen HSV und Bayern.

Allzu viel Fantasie müssen wir nicht bemühen, um uns auszumalen, dass der HSV gewinnt. Auch nicht die umfangreiche Statistik, nur soviel: Die letzte Niederlage gegen die Bayern im Volkspark erlitt der zehntletzte HSV-Coach, das muss vor Dekaden gewesen sein. Und die schwächelnden Bayern, ja, in der Tat verloren sie drei von den letzten fünf Liga-Auswärtsspielen.

Ok, unsere Elf sollte gar nicht erst versuchen, das Gladbacher Spiel zu kopieren, aus der Kompaktheit heraus mit sicheren und schnellen Kontern zu vollstrecken, das hat sie nicht drauf. Auch nicht zu weit zurückziehen, und den Bayern das Spiel überlassen, vielmehr mutig das eigene Spiel durchdrücken, das auch auf Ballbesitz ausgerichtet ist, das Zentrum schliessen, über aussen die Lücken reissen und wenig Torchancen auslassen. Klingt irgendwie einfach. Riecht nach offenem Spiel mit einigen Toren.

Eine ähnliche Konstellation erlebten wir vor 19 Jahren, am 28.03.93, als der unangefochtene Tabellenführer aus München zum Tabellenzehnten in den Volkspark kam, sich vom engagierten HSV überraschen ließ und die erst zweite Saisonniederlage letztlich den Weg ebnete, die Meisterschaft zu verlieren.

22. Spieltag 92/93:

HSV - Bayern München 3:1

HSV: Golz, Babbel, Rohde, Kober, Hartmann, Bäron (86. Bode), Letchkov, Eck, Weichert (33. Matysik), Furtok, von Heesen, Coach: Benno Möhlmann

Bayern: Aumann, Jorginho, Kreuzer (34. Münch), Helmer, Ziege, Schupp, Wouters, Matthäus, Thon, Labbadia (62. Scholl), Wohlfahrt, Coach: Erich Ribbeck

1:0 von Heesen (23.), 2:0 Furtok (70.), 3:0 Eck (80.), 3:1 Jorginho (86.)

Jan Furtok, der fünf Jahre das HSV-Spiel bereicherte, erzielte sein 50. und vorletztes Tor für den HSV, für Mladen Petric stehen zur Zeit 49 Bundesliga-Treffer zu Buche. Also wird er treffen, zweifellos.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Ok, Petric traf nicht gegen die Bayern. Trotzdem war er ein wesentlicher Faktor im Spiel, denn so laufstark wie in der ersten halben Stunde hat er sich selten gezeigt und machte somit das hohe und aggressive Attackieren des HSV möglich, was den Bayern gar nicht gefällt und der Erfolgsweg sein muss, sofern man sich nicht darauf verlassen möchte, dass sie mit uninspiriertem Ballgeschiebe den Weg zum Tor nicht finden.

Als er dann früh relativ platt wirkte und tiefer stand, verlagerte er damit auch das gesamte HSV-Spiel mehr in die Defensive, wodurch erst dann eine Bayern-Überlegenheit erkennbar wurde. Dass bei solchem Spielverlauf irgendwann ein Ball über die Linie eiert, ist immer im Bereich des Möglichen. Ausgerechnet du, Ivica.

Ein lohnenswertes Ziel muss also sein, dass der HSV ein solch aufwendiges Spiel neunzig Minuten durchhält. Aber insgesamt sah es phasenweise richtig gut aus. Und man muss feststellen, dass mit Sala, der fast die komplette Hinrunde durch Verletzung ausfiel und Rajkovic, der neben seiner Präsenz fussballerisch deutliche Fortschritte gemacht zu haben scheint, nach Töre und Bruma nun vier ehemalige Chelsea-Akteure deutliche Duftmarken gesetzt haben.

Tja, seit gestern scheint es sehr wahrscheinlich, dass Platz sieben für die Euro League reichen wird. Es würde schon etwas weh tun, bei einer solchen Chance nicht doch noch mitmischen zu können, zumal Leverkusen schwächelt und ich von Hannover, bei allem Respekt für die auch in dieser Saison gute Leistung, noch nicht überzeugt bin. Die 96er könnten sich ja auch als Achter und EL-Sieger erneut qualifizieren.

Also müssen jetzt Punkte her, nichts mehr verschenken. Da kommt die Reise nach Müngersdorf zur richtigen Zeit.

Auch der FC hatte gute Teams, doch nach der Meisterschaft ´78 reichte es nicht mehr zum ganz großen Erfolg. Auch nicht 80/81, mitten in der großen Ära des HSV, der innerhalb von sechs Jahren dreimal Meister und dreimal Vize wurde. Wer erinnert sich noch an Rene Botteron, einen der ersten Schweizer in der Bundesliga? Oder Tony Woodcock, nach Keegan und Dave Watson der dritte Engländer, der in jener Zeit Spuren in der Liga hinterließ? Beide spielten am 03.09.80 zusammen mit Bernd Schuster, der sein letztes Heimspiel für die Kölner bestritt und natürlich chancenlos verlor:

04. Spieltag 80/81:
1.FC Köln - HSV 0:3

Köln: Schumacher, Prestin (46. Kerscher), Strack, Gerber, Cullmann (68. Littbarski), Kroth, Schuster, Botteron, Bonhof, Müller, Woodcock, Coach: Karl-Heinz Heddergott

HSV: Koitka, Kaltz (85. Hartwig), Jakobs, Buljan, Hieronymus, Groh, Magath, Memering, Reimann, Hrubesch, Dreßel, Coach: Branko Zebec

0:1 Kaltz (43., Elfmeter), 0:2 Groh (65.), 0:3 Hrubesch (68.)

Und was fällt uns zu Werner Dreßel ein, der nach nur etwas mehr als einem Jahr beim HSV nach Nürnberg zurückkehrte? Natürlich eine (http://www.youtube.com/watch?v=E8ptMw8GkzgSzene) , an die sich die Clubberer gerne erinnern und die Schwaben längst vergessen haben.

Nun gut, auch wenn der zuletzt sehr wertvolle Rincon gesperrt ausfällt, denken wir an den noch nicht abgeschriebenen Platz sieben und an drei Punkte aus Köln.
saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004
trifon, bei der ueberschrift musste ich sofort an dich denken:


(http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,814871,00.htmlSpitzenreiter im Schönrechnen)
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Trifon, gerne weiter so ne ollen Kamellen mit Clubbezug, Du gräbst immer wieder schöne Sachen aus.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
14.02.2012 08:21:23 von saloth sar

trifon, bei der ueberschrift musste ich sofort an dich denken:
Spitzenreiter im Schönrechnen

Spitzenreiter. Das ist natürlich die einzig richtige Assoziation. Danke.

Nun gut. Der Artikel selbst verliert durch seine Überschrift, und damit durch sein Leitmotiv, an Qualität. Denn Schönrechnen muss man nichts, wenn 13 Spieltage vor Ende der Rückstand auf Platz sechs gerade mal fünf Punkte beträgt, auch ohne zusätzlich den aktuellen Trend zu berücksichtigen. Der eine oder andere richtige Aspekt verliert dadurch die Wirkung, das Thema Petric wird zum Beispiel gut beschrieben. Insgesamt kann ich allerdings schwerlich nachvollziehen, warum der Versuch verwerflich sein soll, mit dem aktuellen Team, dass sowohl in der Entwicklung als Mannschaft als auch in der Entwicklung des Spielsystems erkennbare Fortschritte macht, die bestmögliche Platzierung zu erreichen. Und wenn sich in dieser Saison die Chance bietet, dass womöglich Platz sieben für Europa reicht, wozu der HSV durch seine Halbfinalteilnahmen in den letzten Jahren selbst erheblich beitrug, und der Anschluss ist, gemessen am Saisonstart, unerwartet schnell hergestellt, ja, dann mal los. Sollen doch die anderen den achten oder zwölften Platz als Ziel ausgeben.

Und es kommt ja noch besser. In Köln war die Dominanz im Ballbesitz für ein Auswärtsspiel eklatant. Wegen der bekannten kreativen Schwäche müssen dann, trotz aller Überlegenheit, auch mal wenige klare Torchancen zum Sieg reichen. Dieser Sieg wurde unbedingt gewollt, am Ende das Tor erzwungen, was genauso dem Spielverlauf entsprach, wie es wichtig war für den HSV.

Das bietet jetzt die ganz große Chance, am nächsten Spieltag sich dem aktuell Fünftplatzierten auf vier Punkte anzunähern. Das wissen wir. Ohne Schönrechnen.

Ich bin der festen Überzeugung, das die Spielweise der Bremer dem aktuellen HSV entgegenkommt. Das Spiel wird offener als in Köln und wird mehr Lücken und Torchancen bieten, zudem wirkt Wiese im Moment nicht immer überzeugend.

Werder Bremen. Erst nach dem Abstieg 79/80 und dem folgenden Wiederaufstieg konnte Werder sich dauerhaft in der Liga-Spitze etablieren. Die Jahre zuvor dümpelten sie im unteren Mittelfeld, vermieden manchmal nur mühsam den Abstieg. Garant für den Liga-Erhalt war in jener Zeit in erster Linie der dänische Innenverteidiger Per Roentved, erst dessen Weggang besiegelte dann ein Jahr Zweitklassigkeit.

Auch 74/75 beendete Werder die Saison nur auf dem rettenden 15. Platz. Edeltechniker Uwe Bracht, Linksaussen Werner Görts und Fernschütze Jürgen Röber standen seinerzeit neben Roentved im Team. Und natürlich (http://www.stickerfreak.de/Grafiken/Bergmann/Bergmann%20Alben/Bundesliga...) junge Mann. Alles Gute, Rudi. Gecoacht wurden sie von dem damals 35-jährigen Sepp Piontek, der später als dänischer Nationalcoach das überragende Team um Lerby, Laudrup, Elkjaer-Larsen und, ja, Frank Arnesen baute und zurecht als Vater des Danish Dynamite gelten darf. Die Niederlage beim in jener Saison viertplatzierten HSV konnte auch er indes nicht verhindern.

33. Spieltag 74/75
HSV - Werder Bremen 2:0

HSV: Kargus, Kaltz, Nogly, Krobbach, Hidien, Björnmose, Zaczyk, Memering, Spärlich (81. Eigl), Reimann, Volkert, Coach: Kuno Klötzer

Werder: Burdenski, Kamp, Roentved, Assauer, Kontny, Hiller, Röber, Bracht, Thygesen, Weist (59. Ohling), Görts, Coach: Sepp Piontek

1:0 Björnmose (33.), 2:0 Reimann (37.)


14.02.2012 13:17:54 von alterzabo
Trifon, gerne weiter so ne ollen Kamellen mit Clubbezug

In der Aufstellung lesen wir Schorsch Volkert. Der (http://www.11freunde.de/geschichtsstunde/115518eigenwillige) , und deshalb sympathische, Linksaussen, ein echter Franke. Er schien vor der ganz grossen Karriere zu stehen, als er in der Flügelzange mit Zick Zack Cebinac wesentlichen Anteil an der Meisterschaft der Clubberer 67/68 hatte und im gleichen Jahr in seinem ersten Länderspiel in Belgien gerade zwanzig Minuten für zwei Tore benötigte. Aber mit dem Club verschwand auch er zunächst in der Versenkung. Bis, ja, bis der HSV ihn in Zürich fand und zu Vertragsverhandlungen nach Helgoland entführte, damit ihn auf keinen Fall ein möglicher Konkurrent wird entdecken können. Es folgten sieben Jahre als Stammspieler in Hamburg, 1977 dann traf er zum Europacupsieg im Finale gegen Anderlecht und auch der Lange holte ihn sogar nochmal ins Nationalteam zurück.

Jetzt konzentrieren wir uns aber zunächst auf die Grün-Weissen, und, sorry Sally, wir werden auch Werder schlagen und in der Tabelle weiter klettern. Das haben wir schon ausgerechnet.
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Und wenn sich in dieser Saison die Chance bietet, dass womöglich Platz sieben für Europa reicht, wozu der HSV durch seine Halbfinalteilnahmen in den letzten Jahren selbst erheblich beitrug

@Trifon: hilf mir doch mal zwischendurch bitte auf die Sprünge. Sprichst Du von der 5-Jahresregel, UEFA, Europa und so? Wir haben dem HSV ERHEBLICH den zusätzlichen Startplatz in der CL zu verdanken?
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Danke, Trifon.
Man sieht, Herrn Pawlowsch' Beschreibung funktioniert auch im Guten, weiter so!!!
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Kuno Klötzer war übrigens 30 Jahre ein Spitzentrainer vor dem Herrn, was die Vereine in seiner makellosen Karriere angeht! Und der HSV war sein Meisterwerk.
Völlig zu Unrecht vergessen, der Mann. Ich glaube, er kollidierte dann mit der Neuzeit/Zeitmaschine namens Dr. Peter Krohn. Hätten die beiden zusammengefunden, der HSV wäre auf Jahre.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
anti, dem ironischen unterton deiner frage zum trotz:
in der tat hat der HSV zahlreiche punkte für die 5-jahreswertung geholt. ich glaube, in den beiden jahren mit dem jeweiligen vorstoss bis ins halbfinale waren es sogar die meisten punkte aller deutschen teilnehmer. ob man das nun als erheblichen beitrag beurteilen möchte, sei jedem selbst überlassen. sicher aber war der beitrag für das vorrücken in der 5-jahreswertung nicht UNERHEBLICH.
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Quatsch. Das Vorrücken in der 5-jahreswertung haben wir nur Beiern zu verdanken. Die holen die Kohlen aus dem Feuer, alle anderen Vereine dienen nur als Divisor!
einrudithömmes Offline
Dabei seit: 18.04.2005
Weil- oder Cartier-Divisor?
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Weil natürlich. Der macht ja auch viel geilere Uhren (nicht so prollig wie Cartier);-)
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Heute 00:34:00 von AntiMöller

Heute 08:09:07 von Hotte80

Heute 10:02:31 von Redondo7 1


Da habt ihr mir jetzt keine Ruhe gelassen, das musste ich mir mal genauer ansehen.
Wer hat denn nun welchen Beitrag geleistet für die 5-Jahreswertung?

Zum Ende der letzten Saison und zum aktuellen Stand lässt sich das recht schnell ermitteln. Die Club-Koeffizienten, (http://www.5-jahres-wertung.de/APD/Online/TKA.phpEnde letzter Saison) und (http://www.5-jahres-wertung.de/APD/Online/TKN.phpaktuell) , von denen der für die Jahre jeweilige Länderkoeffizient abzuziehen ist, wäre zwar noch gegen den Divisor der jeweils teilnehmenden deutschen Mannschaften laufen zu lassen, um die bereinigte Punktzahl pro Club zu haben, die in die Wertung einfloss, ist jedoch für die Verhältnisrechnung zu vernachlässigen, da dies für jeden deutschen Club pro Jahr identisch war.

Zum Ende der letzten Saison trugen mit ihren Leistungen bei (in Prozent):

1. Bayern 24,03
2. Werder 18,08
3. HSV 13,96
4. Schalke 10,98
5. Leverkusen 9,38
6. Stuttgart 9,15
7. Wolfsburg 5,95
8. Hertha 3,20
9. BVB 2,06
10. Nürnberg 1,83
11. Frankfurt 1,38


Und aktuell:

1. Bayern 24,31
2. Werder 13,30
3. Schalke 13,07
4. HSV 12,84
5. Leverkusen 10,32
6. Stuttgart 9,17
7. Wolfsburg 5,96
8. BVB 3,67
9. Hertha 2,98
10. Hannover 2,29
11. Nürnberg 1,83
12. Mainz 0,23

Woraus sich ergibt, dass der Einwand von AntiMöller nicht unberechtigt erscheint, das "erheblich" ist durchaus streichbar. Ebenso ist allerdings erkennbar, dass die Großkopferten ohne die anderen in diesem Jahr nicht in der CL spielen würden.


Heute 01:02:35 von AntiMöller
Kuno Klötzer war übrigens 30 Jahre ein Spitzentrainer vor dem Herrn

Völlig richtig.

Völlig zu Unrecht vergessen, der Mann

Nein, ich vergesse ihn nicht.
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Stopp mal da im Mittelteil büdde.

Wann hat der einzigartige Hamburger Sportverein, die Heimat solcher Größen wie Seeler, Hrubesch, Kaltz, Maggert, Keegan, Salihamidzic, Stein und Bernd Hollerbach, in den letzten 5 Jahren international was gerissen (und nicht den Divisor runtergerissen)?
Mr_Wulf Offline
Dabei seit: 31.03.2010
Die letzten 2 Jahre waren die Männer in den roten Hosen Zuschauer
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Naja, der Wert der letzten 5 Jahre bleibt ja bestehen, deshalb hat z.B. das Überstehen der Gruppenphase des Club Strahlkraft bis in die kommende Saison.
Aberich gebe zu, ich starre auf die verlinkte Liste wie ein Mormone auf die Bumsflatrateliste.
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Aberich gebe zu, ich starre auf die verlinkte Liste wie ein Mormone auf die Bumsflatrateliste.

Amish! *Zeigefinger*
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
WIESE! WIESE! WIESE! WIESE! WIESE!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
TRYBULL! TRYBULL! TRYBULL TRYBULL! TRYBULL!

wegen comunio...

verdient gewonnen, da effektiver.
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Und auch sexier!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Chance verpasst. Aber nur diese, es werden weitere folgen.

Es war eine Frechheit von Thomas Schaaf, trotz 4-4-2 mit Raute, derart defensiv und abwartend auf Konter im Volkspark agieren zu lassen. Damit hat er zumindest mich überrascht. Und auch Wiese hielt gut und damit sich nicht an das, was ich mir von ihm versprochen hatte.

So war es doch ein Spiel, was in der ersten Hälfte, gemessen am Ballbesitz, genauso verlief wie in Köln, leider aber mit mehr Fehlern, die die Bremer eiskalt ausnutzen. Fehler Rincon, Konter, Tor. Doppelfehler Jansen, Konter, Ecke, Tor. Wobei auch die Ecke zu verteidigen war.

In der zweiten Hälfte kam zur Ballbesitzüberlegenheit mehr Mut und Aggressivität in die offensiven HSV-Aktionen, es reichte dann aber nicht mehr. Auch nicht trotz der gefühlten 20 Freistöße in Strafraumnähe. Der Slapstick am Ende tat nichts mehr zur Sache, die Niederlage geht in Ordnung.

Ballbesitz schön und gut. Kreativität, Aggressivität und Mut muss ebenso ausreichend vorhanden sein, die Bayern könnten darüber Geschichten erzählen. Sehen wir davon zuwenig, geht es mal gut, wie in Köln, mal ist ein Spiel, wie heute, schon zur Halbzeit quasi verloren. Dass der HSV es auch anders kann, zeigte er in der ersten halben Stunde vom Bayern-Spiel, was nach wie vor der Maßstab sein sollte.

Wir werden sehen. Nächste Woche geht es wieder um drei Punkte.

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