Zungenbrecher für Arminen-Fans

Listen and say: Siyabonga Nkosi!

"Masjosthusmann's Heinrich", "Settertobulte's Getrud" oder "Hermjohannknecht's Horst-Kevin" geht dem gemeinen Ostwestfalen ja vergleichsweise leicht über die Lippen. Entsprechend problemlos verlief jahrzentelang das Einpeitschen und
Skandieren von Spielernamen, als diese eben noch Gerd Roggensack,
Norbert Eilenfeldt und Helmut Schröder hießen. Da wurden selbst seltene sprachliche Farbtupfer á la Kazuo Ozaki und Pasi Rautiainen ziemlich gelassen weggesteckt.

Spätestens seit dem Bosman-Urteil ist jedoch zunehmende Zungenakrobatik vonnöten, um im Stadion eine gute Figur abzugeben. Der Fußball ist längst treibendes Instrument der Völkerverständigung geworden.

Seitdem Arminia's Kicker nicht mehr alle Heiner Backhaus heißen, sondern im aktiven Wortschatz längst anfängliche Zungenbrecher wie Sibusiso Zuma, Abdelaziz Ahanfouf, Mamadou-Lamine Diabang, Geirmund Brendesaether, Isaac Boakye ("Gesundheit"), Leonidas Kampantais und Marcel Ndjeng erfolgreich untergebracht wurden, bestellt beispielsweise auch der Durchschnitts-Stieghorster in El Arenal sein San Miguel mit einem lässigen "Una cerveza, por favor!" statt mit dem früheren unorthodox-verschüchterten "Unős Bierős, s'il vous plaît".

Der Titel der aktuellen Lektion "Internationales Ostwestfalen" lautet nun also: Siyabonga Nkosi. Und statt wie aktuell noch vorsichtig vom "schwarzen Ballack" zu sprechen, wird die ganze Alm in nur wenigen Wochen in akzentfreiem Afrikaans "Siyabonga Nkosi!" skandieren - genauso locker als würde gerade Stefan Studtrucker eingewechselt.