Zum 30. Geburtstag von Gerard Piqué

Piquenbauer

Mit Gerard Piqués Rückkehr zum FC Barcelona begann 2008 eine Zeit voller Titel und Triumphe. An seinem 30. Geburtstag wird klar, dass die La-Masía-Ära bald ihr Ende finden wird.

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Eine »dunkle, von Heimweh bestimme Epoche« endete für Gerard Piqué im Sommer 2008 am Flughafen von Barcelona. Vier Jahre zuvor hatte diese Epoche an eben jener Stelle begonnen, als Piqué als Juniorenspieler zu Manchester United gewechselt war. Ein Affront für Barcelonas Präsident Joan Laporta, der bei Bekanntgabe des Wechsels rasend vor Wut gewesen sein soll.

Keine Beachtung von Sir Alex

Vier Jahre später holte er Piqué trotzdem zurück. Der Innenverteidiger, ausgebildet in La Masía und zusammen mit Lionel Messi und Cesc Fabregas ein Teil der erfolgreichsten U16-Mannschaft aller Zeiten, hatte sich den letzten Schliff in Großbritannien eingeholt. Sir Alex Ferguson hatte ihn höchstpersönlich nicht beachtet, auf der Bank schmoren lassen und zeitweise an Real Saragossa verliehen.

Während seine Teamkollegen 2007 in Moskau im Elfmeterschießen gegen Chelsea die Champions League gewannen, war Piqué nicht einmal im Kader. Sein Highlight: Der montägliche Pokerabend mit Wayne Rooney, Nemanja Vidic, Rio Ferdinand und Wes Brown.

Von Rijkard zu Guardiola

2008 - als Frank Rijkard und eine Reihe greiser Stars wie Ronaldinho oder Deco entlassen wurde zugunsten von Pep Guardiola und einer hungrigen Mannschaft, kam auch Piqué zurück. Laporta selbst hatte sich bei Mutter Montserrat um den Zustand ihres Jungen erkundigt. Die Antwort: Er gierte nach einer Rückkehr. – Deal.