Zehn Dinge über die deutschen Europa-League-Gegner

Totengräber und Trainerküken

Paartanz in der Kabine, ein Tabak-Milliardär und eine Verflossene von Lothar Matthäus. Wir stellen die deutschen Euro-League-Gegner vor.

imago

FC Augsburg – FK Partizan Belgrad

1.
Der FC Augsburg bekommt es am zweiten Spieltag mit einer Ex von Lothar Matthäus zu tun. Zwischen 2002 und 2003 leitete Loddar als Trainer die Geschicke von Partizan Belgrad und hatte dabei sogar a little bit lucky. Er führte die Serben zum Meistertitel und in die CL-Qualifikation. Es heißt, sein Serbisch sei besser als sein Englisch.

2.
Eine große Überraschung ist Lothars Meistertitel aber nicht. Denn in der höchsten serbischen Spielklasse stehen die Chancen auf den Titel traditionell 50:50. Zumindest solange man Teil Partizans oder des Hauptstadt-Rivalen Roter Stern Belgrad ist. Die beiden Klubs machen seit Jahren die serbische Meisterschaft unter sich aus.

3.
Die militante und etwas einschüchternde Aura umgibt das Kind jugoslawischer Partisanen nicht allein wegen des Vereinsnamens. Wenn die parni valjak (Dampfwalze) ihre Gegner zermalmt, ist die Arbeit der grobori (Totengräber), wie sich die Ultras nicht weniger liebevoll nennen, zwar gut gemeint, aber eigentlich obsolet. 

FC Schalke 04 – Asteras Tripolis

4.
Als Ex-Mainzer ist Schalkes Johannes Geis ausgewiesener Asteras-Experte. In der vergangenen Saison scheiterte er mit dem FSV in Tripoli (3:1) und verpasste so die Euro-League-Qualifikation.

5.
In eben jenem Spiel brachte ein gewisser Pablo De Blasis die Griechen sehenswert in Führung. Ob der Treffer eine misslungene Flanke oder ein virtuoser Kunstschuss war, könnt Ihr selbst beurteilen. Die Mainzer lockten den Argentinier jedenfalls umgehend nach Rheinland-Pfalz, wo seitdem Ähnliches von ihm erwartet wird.



6.
Auch wenn Geografie-Experten hinter Schalkes Gegner zunächst eine Auswahl der libyschen Hauptstadt vermuten, handelt es sich bei Asteras Tripolis in Wahrheit um den aktuell Fünftplatzierten der griechischen Superleague und bei Tripolis um Tripoli, die Hauptstadt der peloponnesischen Halbinsel. Das »S« ist stumm.