Zehn Dinge über den PSV Eindhoven

Der PSV auf der Rennstrecke

6.
Eine wahre Talentschmie(j)de: Mark van Bommel, Ruud Gullit, Philip Cocu, Ruud van Nistelrooy, Arjen Robben oder Romário. Allesamt Spieler denen der PSV den Weg zu einer Karriere als Weltstar geebnet hat. Jeder einzelne von ihnen hat zweifelsohne einen eigenen Abschnitt in dieser Liste verdient. Dennoch sticht einer selbst aus dieser hochkarätigen Riege heraus: Ronaldo. Der wohl beste Stürmer seiner Zeit, das «Fenomeno». Für den Brasilianer war der holländische Club die erste Station in Europa. Zwischen 1994 und 1996 erzielte er in 46 Spielen 42 Tore und ging für immer in die Geschichtsbücher des PSV Eindhoven ein, bevor er zum FC Barcelona wechselte.



7.
2011 wurde bekannt, dass der PSV Eindhoven in starken finanziellen Schwierigkeiten steckte und sich über die vorherigen Jahre hinweg ein ziemlich beachtlicher Schuldenberg angehäuft hatte. 48 Millionen Euro ließ die Stadt Eindhoven in Form eines Rettungsschirms daraufhin kurzerhand für Stadion und Trainingsgelände springen. Im Gegenzug erhält sie jährlich 2,3 Millionen Euro Miete vom Club.

8.
Aus der Kategorie «kann man so machen, hätte man aber auch anders lösen können»: Im Januar diesen Jahres gab PSV-Verteidiger Erik Pieters nach einjähriger Verletzungspause sein lang ersehntes Comeback. Beim 1:3 gegen PEC Zwolle sah der Niederländer dann gleich mal glatt Rot und flog vom Platz. Aus Wut über sich, seinen Gegenspieler und den Rest der menschlichen Zivilisation schlug er anschließend im Kabineneingang eine Glastür ein. Was folgte, war eine Not-Operation und eine erneute mehrmonatige Zwangspause. «Ich hatte einen schweren Blackout», entschuldigte sich der Pieters später kleinlaut. Tragisch: für die Glastür kam jede Hilfe zu spät.

9.
Der aktuelle Kader des PSV ist der jüngste der Vereinsgeschichte: 22,6 Jahre ist das Team im Schnitt alt. Damit ist man Ligaspitze in der Holländischen Erendivisie und auch in Europa ganz vorne mit dabei. Bei so viel jugendlicher Energie auf dem Feld, muss natürlich auch ein Umdenken im Fanlager stattfinden. Die ortsansässige Ultra-Szene hat nicht lange gefackelt und sich prompt an demographischen Wandel im Team angepasst. Hier ein Video des neuen Fanbeauftagten:



10.
Das wichtigste wie immer zum Schluss: Der PSV Eindhoven ist stolzes Mitglied der Superleague Formula. 2008 entstand die Idee, man könne doch mal international erfolgreiche Spitzenklubs auf der Rennstrecke gegeneinander antreten lassen. Gleich im ersten Jahr belegte der PSV sensationell den zweiten Platz hinter Topfavorit Beijing Guan aus China. Nur schade, dass seit 2011 kein einziges Rennen mehr stattfand.