Wundertüte asiatische Champions League

Probleme und Finalspiele

Die Probleme
In Gruppe A bis D treten Vereine aus Usbekistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Saudi-Arabien und dem Iran gegeneinander an. Für Aufsehen sorgte im Vorfeld, dass von saudischer Seite gefordert wurde, Spiele gegen katarische Mannschaften auf neutralem Boden in Kuwait auszutragen (die VAE und Saudi-Arabien werfen Katar Terrorunterstützung vor und haben im Zuge dessen ein Handelsembargo über das Emirat verhängt sowie die Grenzen geschlossen). Ein Boykott saudischer Mannschaften wurde angedroht, letztendlich einigten sich beide Seiten und lassen Heimspiele in Katar zu. 

Noch zerfahrener ist die Beziehung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien, sodass die Mannschaften der zwei Länder ihre Spiele im Oman austragen. Das ist für die Spieler von dem iranischen Verein Esteghlal FC nichts Neues, wohl aber für ihren Trainer, Winfried Schäfer, der seit Ende letzten Jahres im Amt ist. Unter dem Strich gibt es mindestens vier Partien pro Gruppe, die Konfliktpotenzial haben. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Fußball die Menschen zusammenbringt und niemand die Lunte zum Pulverfass anzündet.

Der Unterschied
In den acht Partien, die bereits absolviert wurden, fielen im Schnitt 3,75 Tore pro Spiel. Anthony Modeste schoss bereits einen Doppelpack, auch Wesley Sneijder war erfolgreich für seinen katarischen Verein Al Gharafa Sports Club. Vielleicht nehmen sich der Ex-Wolfsburger Obafemi Martins (Shanghai Greenland Shenhua, China) und Ex-Hamburger Marcus Berg (Al-Ain FC, VAE) ein Beispiel daran und netzten ebenfalls ein. Auf jeden Fall sollte man sich den 3. und 10. November anstreichen, denn dann findet das statt, was die asiatische Champions League unterscheidet von dem europäischen Pendant: das Final-Hin- und Rückspiel.