Wohin führt Manchester Citys Kaufrausch?

De Jong to die

Zayed al Nayan, Mäzen des englischen Erstligisten Manchester City, gibt sehr viel Geld aus. Blöd nur: Für all seine Millionen zieht er nur Durchschnittskönner an Land. Schon jetzt ist abzusehen, wo das dekadente Projekt endet. Wohin führt Manchester Citys Kaufrausch?Imago Mal angenommen, Scheich Mansour bin Zayed al Nayan, seines Zeichens ManCitys Mäzen, hätte mehr Spass an Autos als an Fußball: Mit welchen Modellen würde er seinen Fuhrpark aufrüsten? 

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Da Geld bei diesem Mann bekanntlich keine Rolle spielt, liegt es nahe, dass er nur das Größte vom Größten, das Schnellste vom Schnellsten und das Schönste vom Schönsten ins Auge fassen würde. Ein Golf könnte sein Interesse nur schwerlich wecken, zwar ein solides, zweckdienliches und zuverlässiges Fahrzeug, aber auch bieder und eben alles andere als außergewöhnlich. Attribute, die auch auf Nigel de Jong zutreffen - genau  der Nigel de Jong, der Manchester City 20 Millionen Euro wert ist.

Unmengen an Geld im Umlauf

Offensiv formulieren die neureichen »Citizens« ihr Ziel, in nicht allzu ferner Zukunft nach den Sternen, sprich dem Gewinn der Champions League, zu greifen. Ebenso offensiv treten sie auf dem Transfermarkt auf, um ihren Anspruch mit entsprechenden Spielern zu speisen. Durchschlagender Erfolg war bisher allerdings nicht zu vermelden. Zwar brachte City in dieser Saison Unmengen an Geld in den Umlauf, inklusive des de Jong-Deals bislang rund 150 Millionen Euro, Spieler, die City entscheidend weiterbringen könnten, waren allerdings noch nicht darunter. Man holte Robinho von Real Madrids Ersatzbank oder Vincent Kompany aus dem Lazarett des HSV. Zweifellos gute Kicker, doch ohne das gewisse Etwas, um die mittlerweile verstaubte Pokalvitrine aufzufüllen. Die mit der Verpflichtung von Kaka geplante Winteroffensive verpuffte, die kolportierten Summen, die alle Transfer- und Gehaltsrekorde in den Schatten gestellt hätten, reichten nicht aus, um den brasilianischen Superstar aus Mailand loszueisen.

Da solche Ferraris unter den Fussballern offenbar nicht zu City wollen, wird weiter in Mittelklassemodelle investiert, außer de Jong unterschrieben jüngst der vorrangig als Raufbold bekannte Craig Bellamy sowie Chelseas Ergänzungsspieler Wayne Bridge. Den abgebenden Vereinen ist natürlich bewusst, dass Citys Handlungsdruck enorm und der finanzielle Spielraum grenzenlos ist. Völlig nachvollziehbar, dass sie die »Citizens« unter diesen Bedingungen wie eine reife Orange auspressen wollen.

So entsteht eine Spirale der Maßlosigkeit, eine Spirale, die sich so lange drehen wird, bis Mansour bin Zayed al Nayan ein neues Hobby findet - vielleicht eine Autosammlung?