Wird Mario Götze wieder der Alte?

Zurück in die Zukunft

Beim BVB war Mario Götze das größte Versprechen des deutschen Fußballs. Beim FC Bayern war er nur einer unter vielen. Gelingt ihm das Comeback?

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Mit Mario Götze ist es wie mit der großen Liebe.

Als der kleine Blonde 2009 erstmals auf der großen Bühne auftauchte, konnte man gar nicht anders, als sich zu verknallen. Ganz sicher sahen sich damals auch eingefleischte Schalker hinter verschlossenen Türen die besten Szenen des Dribbelkünstlers bei Youtube an und bissen sich auf die Zunge. Warum nur, lieber Fußballgott, war aus diesem Jungen kein Königsblauer geworden?

Der Ball war bei ihm wie ein treuer Hund

Götze war ein unglaubliches Talent. Seine Fähigkeiten waren offensichtlich. Er war einer dieser Jungs, denen der Ball nicht nur am Fuß klebte, der Ball war vielmehr wie ein treuer Hund, der seinem Herrchen gefallen will und irgendwann die Wünsche von den Lippen abliest.

Götze war ein großes Versprechen, vielleicht das größte im deutschen Fußball seit dem jungen Mesut Özil. Das Versprechen auf Fußball ganz weit weg von Rumpelfüßlern und Achtziger-Jahre-Panzern. Die Hoffnung auf Schönheit, Esprit und Feste der Freude auf dem Rasen.

Irgendwo zwischen Anarcho und Fußball-Hippie

Und Götze war Liebe. Seine Dortmunder waren ihm schon nach den ersten paar guten Auftritten verfallen, der Rest der Liga erlag seinem Charme – von den Füßen erzeugt – nur wenig später. Götzes Stil war neu und aufregend, so anders als die vielen vor ihm. Konventionen auf dem Rasen schienen ihm egal zu sein, er zog sein Ding durch und hatte damit auch noch Erfolg. Irgendwas zwischen Fußball-Anarcho und Fußball-Hippie.

Dann kamen die Bayern.