Wiedersehen in der Champions League

Huch, Du schon wieder!

Teil zwei des großen Klassentreffens im Champions-League-Achtelfinale. Mourinho kontra Chelsea, Hleb vs. Barcelona: Da flammen alte Schulhoflieben und Pausenfeindschaften auf, Fingerhakeln in der Raucherecke inklusive. Wiedersehen in der Champions LeagueImago Rückkehr 3: José Mourinho

oder: Inter Mailand gegen den FC Chelsea

Im Gegensatz zu David Beckham sind Sentimentalitäten nun gar nicht José Mourinhos Ding. Eher die Abteilung Attacke Hoeneß’scher Prägung, die er in gewohnter Manier auch vor dem Champions-League Duell Inter gegen Chelsea losließ. »Wenn sie weiter hätten gewinnen wollen, hätten sie mich nicht entlassen dürfen«, giftete der Portugiese in einer englischen Zeitschrift mit dem interessanten Namen Nuts gegen seinen Ex-Verein. »Chelsea hat in den letzten Jahren leiden müssen und es ist kein Zufall, dass der Niedergang begann als ich ging.« Zwischen Trainer, Spieler und Fans gegen es eben ein spezielles »Feeling«, das nur schwer wiederzustellen sei, wenn es einmal zerstört ist.

[ad] Auch an seinem Nachfolger Carlo Ancelotti lässt Mourinho kein gutes Haar: »Er ist nicht mein Freund und wird es nie«, ätzt er im Interview weiter. »Wollen wir mal sehen, ob er meine Bilanz bei Chelsea übertreffen kann.« Schwer ist das allerdings nicht: Sollte Ancelottis Elf Inter schlagen und am Ende auch im Endspiel triumphieren, hätte der Italiener bereits in der ersten Saison geschafft, was Mourinho in drei Jahren Chelsea nie gelang: die Champions League zu gewinnen.



Rückkehr 4: Aliaksandr Hleb

oder: VfB Stuttgart gegen den FC Barcelona


Zwei Seelen wohnen, ach!, in Alex Hlebs Brust: Er trägt das Trikot des VfB Stuttgart, doch beim FC Barcelona hat er noch Vertrag bis 2012. Hlebs Dilemma: Spielt er gut und wirft Barcelona aus dem Wettbewerb, könnte sein Transfer zu teuer für den VfB werden und er muss zurück zu den Katalanen, wo er dann einen schweren Stand hätte. Spielt er schlecht und fliegt mit Stuttgart raus, kann oder will ihn der VfB wiederum nicht halten. In Barcelona müsste er sich dann den Platz eventuell erneut in einer Champions-League-Sieger-Elf erkämpfen – eine Aufgabe, an der er schon 2008/09 scheiterte. Ein schwacher Trost für den Weißrussen im faust’schen Grundkonflikt: Im Moment deutet jedoch nicht fiel darauf hin, dass Hleb den entscheidenden Treffer in den Schlussminuten erzielen könnte. In 26 Pflichtspielen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions-League-Vorrunde erzielte er keinen Treffer, bereitete nur zwei vor und wurde von Trainer Gross bis jetzt in jedem Spiel vorzeitig vom Platz genommen.